27.11.2020 - 10:07 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Viele Bauanträge auf den Tischen der Räte

von Richard AltmannProfil

Etliche Bauanträge und Voranfragen beschäftigten den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. In manchen Fälle musste dazu die entsprechende Vorgeschichte aufgerollt werden.

Genehmigt wurde der Abbruch eines bestehenden Anbaus und Neubau einer Doppelgarage mit Einliegerwohnung in Schmidgaden. Wegen der nicht eingehaltenen Grenzabstände wird vom Bauherrn eine Abstandsflächenübernahmeerklärung hinsichtlich des gemeindlichen Grundstücks Schwarzenfelder Weg 9 gefordert. Nichts einzuwenden gab es zur energetischen Sanierung mit Dachausbau in einem Wohnhaus und Austausch der Balkonfassade gegen Wintergärten in Rottendorf.

Keine Bevorratung

Länger beraten wurde über einen Antrag zur Erschließung von Grundstücken im Bereich Flugplatzstraße/Birlweg. Ein Teil gehört zum Geltungsbereich des Bebauungsplans „Schmidgaden Nord-Ost II“, ein weiterer liegt im Außenbereich, ist aber im Flächennutzungsplan als Allgemeines Wohngebiet dargestellt. Der Eigentümer beabsichtigt die Parzellierung von fünf Grundstücken und eine teilweise Erschließung auf seine Kosten. Eine Straßenanbindung wäre in Verlängerung des Birlwegs möglich. Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung sind noch nicht geklärt, scheinen aber möglich zu sein.

Bürgermeister Josef Deichl vertrat die Meinung, dem Vorhaben dann zustimmen zu können, wenn das Gebiet innerhalb weniger Jahre bebaut und keine Flächenbevorratung betrieben werde. Eine entsprechende Auflage wäre möglich. Den Diskussionsbeiträgen war zu entnehmen, dass noch einige Punkte abgeklärt werden müssen. Dem Antragsteller wurde aber die Bereitschaft zur Überplanung signalisiert. Der Aufstellungsbeschluss zur Ausweisung von Bauparzellen wurde mehrheitlich gefasst.

Eine Voranfrage betraf den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage nahe der Firststraße in Trisching. Auf besagter Flurnummer gab es bereits 1997 eine gleiche Bauvoranfrage, die vom Landratsamt abgelehnt wurde. Zum einen, weil das Grundstück nicht voll erschlossen ist, zum anderen weil immissionsschutzrechtliche Beeinträchtigungen aus einem momentan ruhenden Schweinezuchtbetrieb zu erwarten wären.

Anfang 2000 wurde ein Teilbereich von 7500 Quadratmetern in den Flächennutzungsplan aufgenommen und als Wohngebiet dargestellt. Die Grundstücksverhandlungen der Kommune, die den Bereich als Bauland erschließen möchte, sind bisher an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Der Gemeinderat lehnte die Bauvoranfrage aufgrund der Außenbereichslage und fehlender Erschließung mit 12:3 Stimmen ab. Der Bürgermeister wurde beauftragt, erneut Grundstücksverhandlungen aufzunehmen.

Querungshilfe realisieren?

Eine weitere Voranfrage bezog sich auf ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage nahe des Eichenwegs. Hier wurde 2003 eine Ortsabrundungssatzung mit drei Parzellen ermöglicht. Bürgermeister Josef Deichl zeigte auf, dass bei einem Flächenerwerb durch die Gemeinde auch die Querungshilfe zur Verkehrsberuhigung an der Staatsstraße 2040 am Ortseingang von Schmidgaden realisiert werden könnte, für die bisher der öffentliche Grund fehlt.

Das Areal könnte dann als Baugebiet ausgewiesen werden. Denn dort, wo eine vernünftige Planung und saubere Erschließung vorliege, ließen sich auch Bauparzellen schnell veräußern, meinte Deichl. Nach ausgiebiger Diskussion beschloss der Gemeinderat 12:3 das Einvernehmen zur Bauvoranfrage nicht zu erteilen. Ob eine Baulandausweisung auf dem besagten Areal vorgenommen wird, blieb noch offen. Der Bürgermeister soll dennoch entsprechende Grundstücksverhandlungen aufnehmen.

In Rottendorf ist eine Nutzungsänderung geplant: In einer Bergehalle sollen auf einer Teilfläche von 85 Quadratmetern Kälberiglus entstehen. Ein Nachbar hat den Bauplan nicht unterschrieben. Trotzdem fiel die Genehmigung durch den Gemeinderat einstimmig aus.

Teilstück pflastern

Roswitha und Johann Prifling wollen ein Teilstück der öffentlichen Straße beim Anwesen in der Hauptstraße 11 pflastern. Zum einen, um Geländeausschwemmungen und Verschmutzungen zu verhindern, zum anderen, um einen barrierefreien Zugang zum Wohngebäude zu schaffen. Bislang, so der Bürgermeister, sind die Beseitigung der Ausschwemmungen und die Pflege des Grünstreifens von den Antragstellern unentgeltlich übernommen worden. Außerdem erfolge ein Rückbau auf eigene Kosten, sofern die Gemeinde über die Straße anderweitig verfüge möchte. Mit 13:2 Stimmen befürwortete der Gemeinderat diese Vorgehensweise.

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