18.03.2019 - 14:27 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Viele Ideen für Naherholung

Kiosk, Bühne, Kletterwand oder Beachvolleyballfeld: Das Konzept für das Badeweihergelände im Magdalenental in Trisching stößt im Gemeinderat auf offene Ohren. Klar ist aber auch: Auf einmal lässt es sich nicht umsetzen.

Die Neugestaltung im Magdalenental wird mehrere Jahre dauern. Ein Konzept wurde nun im Gemeinderat vorgestellt.
von Richard AltmannProfil

Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch stellte das Konzept für das Magdalenental dem Gemeinderat vor. Es sieht zum Beispiel neue sanitäre Anlagen sowie einen neuen Kiosk vor. Der Badeweiher sollte laut Lösch unterteilt und mit einer Naturklärung versehen werden. Im Bereich des Steinbruches könnte eine Kletterwand entstehen. Außerdem sollte eine feste und überdachte Bühne gebaut werden, die es möglich macht, Veranstaltungen abzuhalten. Weiter angedacht sind ein Stellplatz für Wohnmobile, Umkleidekabinen am Badeweiher, ein Zeltplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Kneipp-Becken, ein eigenständiger Kinderspielbereich und eine feste Grillhütte. Die Gesamtkosten bezifferte der Landschaftsarchitekt auf über eine Million Euro. Die Umsetzung werde sich auf mehrere Jahre erstrecken.

Nicht aufschieben

Gemeinderat Johann Meier merkte an, dass auch auf die Erfordernisse des bestehenden Naturschutzgebietes Rücksicht genommen werden müsse. Gerhard Schmidl und Theresia Dobler fanden das Vorhaben sehr gut. Die Gemeinde solle die Chance nutzen, um dieses Naherholungsgebiet entsprechend zu erschließen. Dies sei ein Gewinn für die gesamte Gemeinde, unterstrichen sie. Florian Burth sprach sich für sofortige Maßnahmen aus, denn seit einigen Jahren sei man dran, eine Lösung für die derzeit desolaten sanitären Anlagen zu finden. Hier solle kein langer Aufschub erfolgen.

Das Büro Lösch erstellte ebenfalls ein Konzept für den Spielplatz und die Parkanlage in Schmidgaden am Bach. Hier könnte laut Lösch ein Platz für Jung und Alt entstehen. Angedacht wären in diesem Bereich zum Beispiel eine Ruhebank mit Rad- und Pedaltrainer, eine Armkurbel, ein Rückentrainer, ein Planschbereich mit Wasserspielgeräten ein Kneippbereich oder eine Jugendbank. Für die Kinder wären eine Seilrutsche, eine Rutsche, ein neuer Sandspielplatz mit Backtisch, ein Wackelbalancebalken und eine Drehscheibe vorgesehen. Die Kosten für die gesamte Maßnahme schätzte Architekt Lösch auf etwa 165 000 Euro. Damit entstünde ein zentraler Platz in Schmidgaden, wo sich alt und jung treffen könnten. Der Gemeinderat stand dem Projekt an sich positiv gegenüber.

Eine Gegenstimme

Florian Burth vermutete jedoch, dass damit die Maßnahme im Magdalenental gestorben sei und dieses Projekt gegen das Magdalenental ausgespielt werden solle. Hier liege schon eine Kostenschätzung vor, während die Maßnahme im Magdalenental wohl nicht ausgeführt werde. Bürgermeister Josef Deichl widersprach und betonte, dass die Maßnahmen im Park in Schmidgaden und das Magdalenental nicht miteinander verglichen werden könnten. Im Magdalenental müsse zunächst ein Planungskonzept erstellt und festgelegt werden, was, wann und wie ausgeführt werde. Die Kosten dafür seien weit höher als im Park. Bei dem Vorhaben im Park handle es sich um eine kleine Maßnahme, bei der die Konzeption abgeschlossen sei. Bei der Abstimmung sprachen sich bis auf Florian Burth alle Räte dafür aus, die Maßnahme im Park anzugehen.

Das letzte Konzept, das Lösch vorstellte, betraf den Spielplatz in der Ringstraße. Hierzu schickte Bürgermeister Josef Deichl voraus, dass dieses Projekt Priorität habe. Der vorhandene Spielplatz solle umgestaltet werden. Dafür sollen Geräte abgebaut und der Platz unterteilt werden. Geplant sind ein Spielbereich mit Sandplatz und Backtisch sowie ein großes Spielgerät aus Stahl und Holz mit Rutsche und Brücke. Im anderen Bereich könnten eine Netzschaukel, ein Stahlkarussell und eine Sprossenwand mit Zweifachreck entstehen. Die Kosten liegen bei etwa 60 000 Euro. Dieser Maßnahme stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

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