26.04.2020 - 11:24 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Abschied vom Marktrat Schmidmühlen fällt schwer

Die Feststellung der Jahresrechnung 2019 sowie die Anpassung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabe- und Entwässerungssatzung waren Themen im Marktrat Schmidmühlen. Für einige Mitglieder hieß es vom Gremium Abschied zu nehmen.

Mit einem Erinnerungsgeschenk wurden die ausscheidenden Marktgemeinderatsmitglieder in Schmidmühlen verabschiedet (von links): 2. Bürgermeisterin Eva Feuerer, Bürgermeister Peter Braun, die Marktgemeinderatsmitglieder Helmut Rothmeier (18 Jahre), Johann Luschmann (30 Jahre), Johann Bauer (18 Jahre) Josef Popp (18 Jahre) und 3. Bürgermeister Martin Bauer.
von Paul BöhmProfil

Aus dem Marktgemeinderat scheidet Johann Luschmann nach dreißig Jahren Zugehörigkeit aus. Im künftigen Marktgemeinderat sind auch Johann Bauer, Helmut Rothmeier und Josef Popp nicht mehr vertreten. Sie gehörten jeweils 18 Jahre dem Gremium an. Zusammen bringen es die vier ausscheidenden Räte auf insgesamt 84 Dienstjahre ehrenamtlicher Mitarbeit zur Gestaltung ihrer Heimatgemeinde.

"Wir danken jedem einzelnen von ihnen für die Arbeit zum Wohle unserer Gemeinde", sagte Bürgermeister Peter Braun. Es sei zwar manchmal keine leichte Aufgabe gewesen, Entscheidungen zu treffen, deren Tragweite teilweise noch weit in die Zukunft reicht. "Es ist aber letztendlich immer die Einstellung der ausscheidenden Marktgemeinderatsmitglieder gewesen, zum Wohl ihrer Heimatgemeinde zu arbeiten", betonte Braun. Sein Dank galt auch den stellvertretenden Bürgermeistern Eva Feuerer und Martin Bauer sowie den verbleibenden Marktgemeinderatsmitgliedern. "Jede Sitzung ist etwas Besonderes", dass dies auch in den vergangenen Jahren so gewesen ist und auch künftig so sein wird, "liegt in der Verantwortungsübernahme jedes Einzelnen von Ihnen. Wenn man etwas genauer hinschaut, dann sind es weit über siebzig Sitzungstermine in den vergangenen sechs Jahren gewesen", merkte Bürgermeister Peter Braun an. Dazu kommen noch die Zusammenkünfte sowohl im Finanz-, Bau- und Kulturausschuss, in denen die ausscheidenden Markträte tätig waren. "Etwa 800 Tagesordnungspunkte waren in den vergangenen sechs Jahren abzuarbeiten." Gut 50 Millionen Euro hat Schmidmühlen in der auslaufenden Legislaturperiode sowohl in die Verbesserung der Infrastruktur des Marktes Schmidmühlen in den unterschiedlichsten Bereichen investiert. Große Projekte waren der Neubau des Bauhofes, die Schlossstadelsanierung, die Schaffung von Bauplätzen in vier neuen Wohnbaugebieten und den Gewerbegebieten Brunnlettberg West und Brunnlettberg Ost. Dazu gehörte die Sanierung verschiedener Gemeindeverbindungs- und Siedlungsstraßen und nicht zuletzt der Breitbandausbau mit gut drei Millionen Investitionssumme.

Planungen wurden in den vergangenen Jahren sowohl für die Bereitschaft der Kindergartenerweiterung, die stete Verbesserung der Ausrüstung und des Fuhrparks für die gemeindlichen Feuerwehren verfeinert. Dazu kam die weittragende Entscheidung, die Sanierung des Goldenen Ankers sowie weiterer Gebäude im Umfeld an der Hammerstraße anzugehen, so Braun weiter. Die Weichen für den Feuerwehrhausbau in Schmidmühlen wurden gestellt. Der Erweiterungsmöglichkeit der Wohnbau- und Gewerbegebiete wurde Rechnung getragen. Der Platz der Generationen soll in den nächsten Jahren Formen annehmen.

"All diese Themen hat der Marktgemeinderat auf den Weg gebracht, auch wenn sie in den nächsten Jahren noch abgearbeitet werden müssen", sagte der Bürgermeister. "Sie können mit Stolz sagen: Wir waren dabei, wir haben Verantwortung übernommen, wir haben diese Entscheidungen mitgetragen. Dafür danke ich jedem Einzelnen von ihnen, egal ob er aus dem Marktgemeinderat ausscheidet, oder in der nächsten Legislaturperiode wieder mit dabei sein wird."

Im Blickpunkt:

Marktfest nicht sicher

Das Marktfest am ersten Augustwochenende wird in der bisherigen Form nicht stattfinden können, sagte Bürgermeister Peter Braun auf Anfrage von Marktgemeinderat Josef Popp. „Wir haben zwar noch nicht definitiv alles abgesagt. Jetzt müssen wir erst einmal warten, welche Vorgaben die Bayerische Staatsregierung für die Ausrichtung derartiger Feste vorgibt.“ Ob das Marktfest in einer abgespeckten Form stattfinden kann, steht ebenfalls noch in den Sternen.

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