Knapp 50 Hexen - mit spitzem Hut und weitem Rock, drei Pullovern darunter, mit wilder Mähne, schwarzen Zähnen und grünen Gesichtern - waren in Schmidmühlen unterwegs. Sie tanzten auf den Straßen, sangen, schunkelten und jagten auch mal einem Mann hinterher, der sich recht tollpatschig postiert hatte - wie seit 52 Jahren am g´schmalzenen Freitag.
Eine Einladung mit Ladungsfrist braucht's nicht, erzählt Oberhexe Martina Vierl, die heuer zum 15. Mal das Zepter schwang. Denn die Hexenschar nutzt seit Jahren moderne Kommunikationstechniken - das wird gesimst oder eine Whats-App-Nachricht abgesetzt. Meist aber ist es die innere Uhr, der die Hexen folgen. Traditionell geblieben ist nur noch der Besen, denn den braucht Frau ab und zu, um manch widerspenstigen Herren auf den rechten Weg zu bringen.
"So alt wie der große Kollege Fischzug ist unser Hexentreiben nicht, aber ein ganzes Stück lustiger", meint Martina Vierl und erklärt: "Bei uns kann man immer reden, tanzen und lustig sein kann, während dies beim Fischzug immer mit einer Strafe von fünf Euro belegt ist." Seit 1969 ist es Brauch, dass sich die Hexen um Oans beim Zöllist in der Langbruck zusammenfinden. Erste Station danach war das Rathaus, wo sie Bürgermeister Peter Braun ihre Aufwartung machten.
Etwa ein Dutzend Einkehrstationen standen auf der Hexenliste. "Vom Rathaus in den heiligen Hallen beim Bürgi über die Bank bis hin zu Geschäften und der Waschanlage ist alles dabei", erzählt Oberhexe Martina Vierl.



















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