21.08.2019 - 15:26 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Gartler zücken Visitenkarte

Unvergessen ist der Spruch des langjährigen und schon verstorbenen Vorsitzenden des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins, Hans Rubenbauer: "Blumen sind die Visitenkarte eines jeden Ortes." Dies trifft auch auf Schmidmühlen zu.

Rita Geitner kümmert sich an der Lauterachbrücke an der Hauptstraße um den Blumenschmuck. Zusätzlich betreut sie noch die kleine Schlocht-Brücke.
von Autor POPProfil

Hier kümmern sich Idealisten des Vereins um Blumenschmuck.Auf die Gartler ist - wenn es um die Ortsverschönerung - absolut Verlass. Die Eisheiligen Pankratius, Servatius und Bonifatius sowie die "kalte Sophie" (12. bis 15. Mai) werden jedes Jahr abgewartet. Danach geht es mit Unterstützung des Bauhofs daran, die blühenden Pyramiden sowie die Blumenkästen für die Lauterach- und Vilsbrücken für Schmidmühlen und Emhof aufzustellen.

Bei den Brücken gehört das schon seit Jahrzehnten zum Ortsbild. Forciert wurde die Ausstattung aber Mitte der 1990er-Jahre, als Hans Rubenbauer, der auch Mitglied im Vorstand des damaligen Fremdenverkehrsvereins war, hier bei einer Sitzung vorschlug, verstärkt Blumenkästen an die Brücken anzubringen. Gartenbauverein und Fremdenverkehrsverein legten zusammen und kauften eine erweiterte Grundausstattung samt größerer Menge Blumenerde. Heute stecken 250 Blumenpflanzen in ihren 50 Kästen. kamen. Hinzu kommen noch die Pflanzen für die Pyramiden.

Die Kosten für die Blumen übernahm wie in den letzten Jahren die Marktgemeinde, die Pflege der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein. Viel Arbeit steht da an, denn die Blumen müssen nicht nur gepflanzt, sondern auch gepflegt und gegossen werden. Hier kann sich der Verein auf viele zuverlässige Idealisten verlassen, die "ihre" Kästen auf den Brücken bewässern. Teilweise wurden Gießautomaten installiert - sicher eine Entlastung.

Einer dieser Helfer ist Karl Scheuerer, der sich seit vielen Jahren um den Blumenschmuck an der Hammerbrücke kümmert. "Heuer", so Scheuerer, "hat die große Hitze den Blumen nicht unbedingt gut getan. Jeden Tag ist man mit den Blumen gefordert, alle erfordern große Aufmerksamkeit". Die Hammerbrücke wurde übrigens 1961 mit Hilfe von Pionieren der US-Army errichtet. In Emhof übernahmen Marie-Luise Wiendl sowie Maria und Johann Manglberger die Pflege der Blumen und der Blumenpyramide an der Vilsbrücke.

Das Hammerviertel gehört zu den historischen Ortsteilen wie der Bereich in der Hauptstraße. Hier pflegt Rita Geitner die Blumen in zwölf Kästen an der Lauterachbrücke. Beide Brücken sind überaus geschichtsträchtig, ebenso wie jene in der Poststraße. Beim Flussübergang an der Hauptstraße stand übrigens eines der letzten Befestigungstore. Die Blumen an den Brücken an der Poststraße, an der Vilsbrücke und die Pyramide vor der Pfarrkirche St. Ägidius sind "Chefsache".

Dazu ist der Verein noch in vielen Bereichen aktiv. So wurde heuer bereits die Pflanzenbörse mit großem Erfolg durchgezogen. Innerhalb kürzester Zeit war auch im Juni der Vereinsausflug in den Übungsplatz Hohenfels ausgebucht. Als letzte große Veranstaltung steht noch der Erntedankmarkt mit dem Imkerverein im Kalender: Sonntag, 6. Oktober.

Neben den Blumenkästen an den Brücken gibt es im Gemeindebereich auch drei Blumenpyramiden. In Emhof ist die Pflege echte Teamarbeit. Maria und Johann Manglberger sowie Marie-Luise Wiendl kümmern sich in Emhof um den Blumenschmuck. Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Petra Tischler links und 3. Bürgermeister Martin Bauer freuen sich.
Engagiert und zuverlässig pflegt Karl Scheuerer die Blumen der Brücke der Hammerstraße. Trotz der großen Hitze in den letzten Wochen freuen sich nicht nur Einheimische, sondern auch viele Radler an der Blumenpracht.
Blumiges Postkartenmotiv - "Kleinvenedig" an der Hauptstraße.
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