16.02.2020 - 10:52 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Inklusionsbeauftragte – seit einem Jahr im Dienst

Seit gut einem Jahr hat Schmidmühlen mit Michaela Meyer und Karl Bauer zwei Inklusionsbeauftragte. Für beide war das Anlass, zurückzublicken und Bilanz zu ziehen und zugleich mit Bürgermeister Peter Braun weitere Projekte anzusprechen.

Hier könnte ein weiteres Projekt für Inklusion und Barrierefreiheit entstehen. Nach der Fertigstellung wird das kleine Gebäude im Rathausumfeld nicht mehr benötigt. Es könnte ein barrierefreies und behindertengerechte Toilettenanlage entstehen. Die beiden Inklusionsbeauftragten Michaela Meyer und Karl Bauer nahmen das Gebäude zusammen mit Bürgermeister Peter Braun in Augenschein.
von Autor POPProfil
Viel ist schon geschehen in Punkto Barrierefreiheit, so in der Kallmünzer Straße, wo der Bordsteil abgesenkt wurde.

(pop) Ziel ist es, so betont Karl Bauer, Schmidmühlen weiterhin als lebenswerte Gemeinde zu erhalten und zu entwickeln, so dass Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung genauso am kommunalen Leben teilhaben können wie Nichtbehinderte. Dazu müssen alle am gleichen Strang ziehen. Inklusion ist ein wichtiger Auftrag, der unter anderem im Grundgesetz und der bayerischen Verfassung, im Bundesgleichstellungsgesetz sowie in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist.

"Schon viel umgesetzt"

In den ersten Monaten, so Michaela Meyer, wurde von den Inklusionsbeauftragten eine Bestandsaufnahme gemacht, um mögliche Handlungsfelder festzustellen. Die Inklusionsbeauftragte weiter: "Dabei konnten einige Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, die auch an den Marktrat weitergeleitet wurden. Erfreulicherweise wurde auch schon viel umgesetzt." Als Beispiel hierfür nannte sie die Rampe zur Toilette im Friedhof, den Aufzug im Hammerschloss oder den Schlossstadel. Als strategische Ziele ergab damals eine Studie die Sicherung von städtebaulichen Qualitäten im Ortskern mit einer Beratung der Hausbesitzer. Dazu gehört auch Barrierefreiheit in Gebäuden und Freiräumen.

Viele kleinere Maßnahmen wurden relativ kurzfristig umgesetzt - etwa im Friedhof, in dem die Randsteine in einigen Bereichen abgesenkt wurden. Aber auch der Fußgängerweg entlang der Kallmünzer-/Abzweigung Tulpenstraße, wurde durch Absenken des Randsteins optimiert. So können Menschen mit Gehbehinderungen, Eltern mit Kinderwägen und Kleinkinder mit Rädern die Straße barrierefrei überqueren. Davon überzeugten sich die Inklusionsbeauftragten mit dem Bürgermeister vor Ort. Ein nächstes Projekt könnte im Bereich des Oberen Schlosses (Rathaus) entstehen. Dort wurde mit der Fertigstellung des neuen Bauhofs ein kleines Gebäude frei, das als Sozial- und Brotzeitraum den Gemeindearbeitern diente. Ideal für eine Behinderten- beziehungsweise öffentliche Toilette, darin waren Bürgermeister Braun und die Inklusionsbeauftragten einer Meinung. "Vor allem auch", so Braun, "weil wir bei Großveranstaltungen wie dem Marktfest entsprechende Toilettenanlagen, eventuell auch mit einer Wickelmöglichkeit für Kinder, benötigen." Wann und wie das Projekt umgesetzt werden soll, wird man noch im Marktgemeinderat besprechen und entscheiden müssen.

Auch im Ortskern

Der Bedarf zur Abschaffung von Barrieren ist da. Den sehen die Inklusionsbeauftragten auch im Ortskern. Es fehlt ein Behindertenparkplatz im Bereich der Pfarrkirche. Klar war bei der Ortsbegehung, dass alle Vorhaben sukzessive abgearbeitet werden müssen. Dazu wird der Markt eine Planung in Auftrag gegeben, rund 550 000 Euro sind bereits für die Barrierefreiheit in der Finanzplanung festgehalten.

Bis dahin könnte noch der geforderte Schwerbehindertenparkplatz beim Schlossstadel realisiert werden. Dieser Parkplatz wurde bereits bei der Planung von der obersten Baubehörde gefordert, jedoch noch nicht umgesetzt. Insgesamt zeigten sich die Inklusionsbeauftragten sehr zufrieden mit dem Erreichten. Sie dankten den Bürgern für Anregungen und Unterstützung zur Barrierefreiheit in Schmidmühlen.

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