16.04.2020 - 11:43 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Näherinnen unentwegt fleißig

Je 100 Masken werden an BRK-Altenheim und Caritas-Sozialstation in Ensdorf ausgehändigt. Menschen rücken zusammen.

Michaela Mehringer, Bürgermeister Peter Braun sowie Sabine Arnoldo, stellvertretende Leiterin der Caritas - Sozialstation in Ensdorf.
von Autor POPProfil

Die Coronakrise lässt völlig neue Bürgerinitiativen entstehen. Menschen rücken zusammen und versuchen zu helfen, wo man helfen kann. Ein gutes Beispiel hierfür gibt es auch in Schmidmühlen. Hier haben sich mittlerweile 25 Frauen gefunden, um Schutzmasken zu nähen. Eine der Initiatoren ist Michaela Mehringer. Sie berichtet, dass sich viele Näherinnen ursprünglich einer privaten Organisation angeschlossen hatten, die danach gesucht hatte.

Schließlich entwickelte sich die Idee, Masken für Mitbürger zu nähen und diese zur Verfügung zu stellen. Michaela Mehringer und Pamela Rubenbauer trugen den Gedanken bei Pfarrer Werner Sulzer und Bürgermeister Peter Braun vor. "Sie waren beide sehr angetan von der Idee", blickt Mehringer zurück. Nach einigen Gesprächen wurde das Vorhaben umgesetzt. Es wurden freiwillige Näherinnen gesucht und über soziale Netzwerke zu Stoffspenden aufgerufen.

Die ersten Tage wurde die Gruppe förmlich überrumpelt von Stoffspenden, Anfragen zum Nähen und dem positiven Zuspruch der Bevölkerung. Inzwischen nähen 25 zum Teil ausgebildete Schneiderinnen und Hobbynäherinnen an den Masken. Diese sind wiederverwendbar: nach jedem Tragen auf 60 Grad waschen oder auskochen. Die Masken wurden in verschiedenen Geschäften in Schmidmühlen verteilt. Auch die verschiedensten Einrichtungen wie Kindergarten, Nachbarschaftshilfe, Allgemeinarztpraxis Schmidmühlen und die Feuerwehr wurden beliefert. Bedacht wurden zudem das BRK-Altenheim in Ensdorf und die Caritas Sozialstation mit jeweils 100 Exemplaren. Beide Institutionen bedankten sich: "Die Masken werden dringend gebraucht", betonten die Vertreterinnen der Caritas Sozialstation und des Seniorenheims.

Insgesamt wurden bisher um die 800 Masken hergestellt. "Wir werden weiter nähen, solange die Nachfrage und der Bedarf gegeben ist", versichert Mehringer. Die Übergabe der Masken an die Caritas-Sozialstation und an das BRK-Seniorenheim nutzte Bürgermeister Peter Braun dazu, sich bei allen Näherinnen zu bedanken. Die Schutzmasken werden kostenlos abgegeben.

Bei der Übergabe der genähten Masken (von links): Bürgermeister Peter Braun, Sabine Arnoldo, stellvertretende Leiterin der Caritas-Sozialstation in Ensdorf und Michaela Mehringer.
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