18.02.2020 - 11:36 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Schmidmühlen bleibt auch künftig Baugemeinde

Zwei Bürgerversammlungen im Schlossstadel in Schmidmühlen waren in den vergangenen Tagen die Informationsplattform für die Bürgerschaft des Marktes Schmidmühlen gewesen. Dabei gab es auch einiges Neues zu erfahren.

Zwei Bürgerversammlungen waren in Schmidmühlen die Informationensplattform von Bürgermeister Peter Braun in den vergangenen Tagen im Schlossstadel gewesen.
von Paul BöhmProfil

Etwa 3,5 Millionen Euro hat der Markt Schmidmühlen im vergangenen Jahr in das Wohnbaugebiet Ledererhang, den Neubau des gemeindlichen Bauhofes und in den ersten Bauabschnitt der Harschhofer Straße investiert, informierte Bürgermeister Peter Braun. Nur noch eine Parzelle sei frei. Etwa eine Million Euro hat man in den ersten Ausbauabschnitt der Harschhofer Straße gesteckt, im gerade beginnenden zweiten Bauabschnitt wird es ähnlich sein, sagte der Bürgermeister. Im Zuge der neuen gesetzlichen Regelung für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge werden die Bürger nicht belastet werden, so die gute Nachricht für die Anlieger.

„Für die Fußgängerbrücke und den Weg zum Hammerschloss hat man in den vergangenen Tagen schon einen großen Teil der Erdarbeiten abschließen können. Wir rechnen damit, dass bis zum Naturparktag am 17. Mai die Brücke steht.“

Aus dem Rosengarten gegenüber des Hammerschlosses wird nach neuesten Planungen ein Hopfengarten mit einer Kommunbraugelegenheit im ehemaligen Hausmannanwesen geschaffen. „Es steht eine Ordnungsmaßnahme beim Salzstadl mit neuen Parkmöglichkeiten und einem Anbau beim Nettomarkt an. Das sogenannte Trachtenheim wird verschwinden und dafür ein Bürogebäude gebaut.

Dazu komme die Fertigstellung des Bauhofes und die Vorbereitung der Baugebietserweiterung in Emhof In der Zell. „Und dann dürften wir schon wieder im Spätherbst 2020 sein“, so Braun zur Zeitschiene.

Mit der Erschließung des Gewerbeparks im Bauabschnitt II wird voraussichtlich im Mai/Juni begonnen. „Die Erschließung wird auf etwa 350 000 Euro kommen“, so Peter Braun. Ein schon lange gewünschtes Projekt ist der Ausbau des Radweges auf der bisherigen Trasse von Schmidmühlen bis Schwarzmühle mit einem Kostenvolumen von etwa einer Million Euro. „Dazu sind uns Fördermittel in Höhe von 80 Prozent zugesagt“. Das Anschlussstück von Schwarzmühle bis Adertshausen übernimmt der Markt Hohenburg.

„Dicke Bretter bohren wird man für die Schaffung ortsnaher Parkplätze und dem Bau des Platzes der Generationen am Rande der Flutmulde der Hochwasserfreilegung gegenüber der Zimmerei Fischer machen müssen“. Dort sollen zusätzlich etwa 50 Parkplätze entstehen, um auf kurzem Weg über den neuen Lauterachsteg zum Hammerschlossareal zu gelangen.

Einen Blick in die Zukunft nannte Bürgermeister Peter Braun das künftige Großprojekt mit der Sanierung des Goldenen Ankers, des Stufenhauses und des Leuthneranwesens entlang der Hammerstraße. Nach mehreren Besitzerwechseln in den vergangenen drei Jahrzehnten nutzte der Markt Schmidmühlen die Chance, diese gut 2000 Quadratmeter großen Liegenschaften im Ortskern zu erwerben. „Jetzt werden wir uns daran machen, ein durchdachtes Sanierungskonzept auszuarbeiten.“

Im Ortskern wird man die Barrierefreiheit mit Bodenplatten im Granitpflaster voranbringen. Und nicht zuletzt wartet dann noch in den nächsten Jahren das Feuerwehrgerätehaus in Schmidmühlen mit einer Ertüchtigung. „Ob es einen Umbau oder eine Erweiterung geben wird, darüber haben wir aber noch nicht entschieden.“

"Spannende Aufgaben" nannte Bürgermeister Peter Braun die Schaffung von Wohnbaumöglichkeiten in der Gemeinde. "Das Zusammenwirken innen statt außen, die Einbeziehung von Baulücken und Sanierungsmaßnahmen im Ortskern sowie die moderate Weitererschließung des Wohnbaugebietes Brunnlettberg Ost werden uns noch öfter beschäftigen", ist Bürgermeister Peter Braun überzeugt.
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