28.03.2019 - 10:11 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Schmidmühlen hat 2018 kräftig investiert

Eine richtige "Baugemeinde" ist Schmidmühlen 2018 gewesen. Etwa 4,5 Millionen Euro hat der Markt in Maßnahmen investiert. Die stolze Zahl hat Bürgermeister Braun bei der gut besuchten Bürgerversammlung bekanntgegeben.

Eine Bushaltestelle in den neuen Wohngebieten an der Bergstraße und Lauterachtalblick ist schon in Betrieb. Für den Wendehammer hat der Markt gut 120 000 Euro im Zuge des Straßenausbaues investiert.
von Paul BöhmProfil
Im Bereich des Salzstadels in Schmidmühlen wird mit einer Ordnungsmaßnahme der Nettomarkt (links) erweitern, Das ehemalige Vereinsheim, im Sprachgebrauch auch "S´Flupp" genannt, rechts neben dem Salzstadel, wird ein Bürogebäude gebaut. Die Grünflächen sollen erhalten bleiben, so sehen es die Planungen vor.

Zu den Investitionen gehörte nach seiner Aussage die Revitalisierung des Hammerschlossareals mit dem Stadel, die Erschießung des Baugebiets Lauterachblick und eines Gewerbegebiets, der Neubau einer Bushaltestelle und der Start des neuen Bauhofs im Gewerbepark. "Gleichzeitig mussten einige Maßnahmen für heuer auf den Weg gebracht werden", erklärte das Gemeinde-Oberhaupt Peter Braun. Ein Teil davon sei bereits angelaufen oder beginne in Kürze.

Fest eingeplant ist heuer die Sanierung der Harschhofer Straße, die Fertigstellung des Bauhofs, die Erschließung des Baugebiets Ledererhang, die Vorbereitungen für ein neues Wohngebiet in Emhof und die Ordnungsmaßnahme beim Salzstadel. Mit der Erweiterung des Nettomarkts und dem Bau eines Geschäftshauses im Umfeld des Salzstadels werde expandiert. "Das Vereinsheim oder das "Flupp", wie es im Sprachgebrauch heißt, wird abgerissen".

Radweg und Rosengarten

Dazu kommen heuer der Fußgängersteg zum Hammerschloss sowie die Vorbereitungen für den Ausbau des Radwegs zwischen Schmidmühlen und Schwarzmühle. Hohenburg werde etwa zeitgleich das Anschlussstück von Schwarzmühle nach Adertshausen bauen. Eine Bereicherung für das Hammerviertel werde sicherlich auch die Neugestaltung des ehemaligen Hausmann-Anwesens sein. "Unter dem Arbeitstitel Rosengarten soll ein Platz zum Verweilen und Wohlfühlen entstehen." Die ursprüngliche Absicht, nur Parkplätze zu errichten, wurde fallen gelassen, erklärte der Bürgermeister. "Mit einem kleinen Schuppen wird für einige Vereine die Möglichkeit geschaffen, sich hier niederzulassen." Ähnlich wie beim Vereinsstadel.

Braun lobte zudem das Ergebnis des Schlossstadels. "Es ist nicht mehr der Schlossstadel, wie man ihn von früher kennt. Aus dem verfallenden Gebäude ist ein attraktiver Veranstaltungsort und Kulturstadel entstanden, der gut für Feiern und Veranstaltungen angenommen wird." Dies bewiesen unter anderem die Reservierungszahlen.

"Etwa 1,5 Millionen Euro haben wir dafür ausgegeben. Eine gute Million hat man in den Neubau des Baugebiets Lauterachtalblick gezahlt, weitere 800 000 Euro gingen in die Erschließung der Gewerbeflächen. "Drei Plätze zwischen 1000 bis 3000 Quadratmetern sind hier noch zu haben". Etwa 1,2 Millionen Euro werde der Bauhof mit Streusalzsilos und überdachten Lagermöglichkeiten für Materialien bis zu seiner Fertigstellung im Herbst gekostet haben. 120 000 Euro gingen in eine neue Bushaltestelle mit Wendeplatz am Ofenweg. Angefahren werde die Haltestelle von der Buslinie 54 des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS). Wie in der Versammlung zu hören war, sind aber noch Nachbesserungsarbeiten wegen Bodensenkungen aus dem Winter zu leisten. Der Gehweg muss saniert und die Teerdecke erneuert werden.

Schnelles Internet

Abgeschlossen ist der zweite Bauabschnitt zur Breitbandversorgung. Im Zuge eines dritten und letzten Bauabschnittes wird die Telekom rund 22 Kilometer Glasfaserkabel bis in die Grundstücke verlegen. "Das neue Netz wird ab Anfang 2022 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein wird", erklärte Braun.

In dieser Phase werden die Weiler Zanklberg, Scharlthal, Blaugrund, Brunnhof, Brunnmühle, Archenleiten, Hirschberg und Galching sowie Teile der Schmidmühlener Straße in Emhof (Wasserwerk Emhof), Teile des Ziegelhüttenweges, Teile des Zieglerweges, der Dr.-Pfab-Straße und der Amberger Straße mit Glasfaseranschlüssen versorgt. "Alle Ortsteile sind dann mit schnellem Internet versorgt", resümierte Braun. "Um mit dem schnellen Internet arbeiten zu können, müssen die Bürger aber selbst einen Antrag stellen".

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