Selbst die Kindergartenkinder von St. Georg haben sich noch zum guten Gelingen für den neuen Bauhof in Schmidmühlen mit ihrem Singspiel von den fleißigen Handwerkern als kleine Zusammenfassung der umfangreichen Arbeiten eingebracht. Mit viel Beifall wurde ihr Auftritt und nicht zuletzt ihre Ansage „Die Arbeit ist getan, drum stoßen wir jetzt an“, belohnt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass noch drei Tage vor der offiziellen Eröffnung die letzten Pflastersteine in der Bauhofstraße verlegt und der gesamte Zufahrtsbereich am Samstagnachmittag mit einem Wasserguss gewaschen worden ist.
Doch jetzt ist es geschafft! Und für den Winterdienst hat man in Schmidmühlen mit der Marke „Do it yourself“ schon gut vorgearbeitet. Die ersten 250 Gäste bekamen nämlich am Sonntagnachmittag zum Tag der offenen Tür je einen Eimer mit Streusalz als Geschenk mit auf den Heimweg.
Für Bürgermeister Peter Braun und den Marktgemeinderat ist es ein richtungsweisendes Projekt für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Die Baukosten liegen bei etwa 1,2 Millionen Euro, sagten Bürgermeister Peter Braun und Architekt Christian Graf. Wie Braun anmerkte, ist es schon ein großer Kraftakt gewesen, denn neben dem Tagesgeschäft sind doch viele Zusatzarbeiten auf das Bauhofteam und die Verwaltung zugekommen.
Projektant war Architekt Christian Graf aus Schmidmühlen. Er legte Wert darauf, dass für alle Gewerke heimische Handwerker und Firmen bei den Ausschreibungen berücksichtigen werden konnten. „Dies zeigt auch, dass wir leistungsstarke Handwerksbetriebe in unserer Region haben“.
„Sehr schnell beantwortet ist die Frage, für was die Gemeinde, insbesondere der Bauhof zuständig ist“, sagte Bürgermeister Braun. Nur zum Beispiel: "Es gibt etwa 50 Kilometer Orts- und Siedlungsstraßen in unserem Gemeindegebiet die betreut werden müssen. Dazu kommen gut 20 Kilometer Wanderwege. Etwa 25 Kilometer Abwasserkanäle sind in Stand zu halten. Dazu gehören acht Abwasserpumpwerke und eine Kläranlage, etwa 2000 Kanalschächte und Straßeneinläufe zum Unterhalten." Zusätzlich übernimmt der Markt die Organisation und Hilfe bei verschiedenen Festen. "Von unseren Mitarbeitern wird erwartet, dass sie 24 Stunden, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr einsatzbereit sind, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Wir haben fünf Vollzeit-, zwei Teilzeitkräfte und zwei geringfügig beschäftigte Mitarbeiter, die sich um all diese Dinge kümmern", zählte Bürgermeister Peter Braun auf.
Wie Architekt Christian Graf vortrug, wurden bereits die ersten Ideen, Entwurfszeichnungen und Skizzen im April 2015 erstellt. Die Genehmigung des Bauvorhabens wurde im Dezember 2017 erteilt. Spatenstich war am 12. Oktober 2018.
„Mit dem Neubau des Bauhofgebäudes erhält die Gemeinde eine Gesamtnutzfläche von 505 Quadratmetern, bestehend aus Sozialräumen, Werkstatt, Garagen und Waschhalle sowie einem Kleinteillager im Obergeschoss. Im Nebengebäude stehen nochmals 140 Quadratmeter überdachte Fläche zur Verfügung. Im Innenhof hat man weitere 1000 Quadratmeter Lagerfläche. „Die beiden Salzsilos haben ein Fassungsvermögen von 160 Kubikmeter Streusalz“. Das Hauptgebäude wurde in Ziegelmassivbauweise errichtet, das Nebengebäude in Holzbauweise erstellt. Beheizt wird das Hauptgebäude mit einer Luft-Wärme-Pumpe samt Fußbodenheizung.
Pfarrer Werner Sulzer erbat den kirchlichen Segen für das neue Bauwerk und das Kreuz im Eingangsbereich.
Kurze Wege waren letztendlich entscheidend im Rathaus gewesen, dass neben anderen Varianten der Neubau im Gewerbegebiet angegangen worden ist. Denn für den Bauhof hatte es auch schon andere Planungsvarianten gegeben: Zunächst war einmal darüber nachgedacht worden, die Feuerwehr samt Bau- und Wertstoffhof als eine zentrale Einrichtung an der Staatsstraße auszubauen. Daraus wurde aber nichts, weil die Grundstücke in dieser Größenordnung nicht verfügbar waren. Man entschied sich letztendlich dafür, die Feuerwehr am bisherigen Standort zu lassen und mit einem Erweiterungsbau in den nächsten fünf Jahren zu planen.
















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