20.02.2020 - 17:44 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Statt Krawatte ein Pulloverärmel

Keine Krawatte? Dann hat die Schere eben am Pullover ihren Einsatz! In Schmidmühlen gibt es am Unsinnigen Donnerstag kein Entkommen.

18 schnittfeste Damen samt Komiteepräsident Manuel Wein und Faschingsprinz Fabian I. sind am Unsinnigen Donnerstag zum Krawattenabschneiden im Markt Schmidmühlen unterwegs. Dazu gehörte neben einem Besuch im Rathaus auch ein Abstecher in den Kindergarten und in die Grundschule sowie in die Schmidmühlener Geschäfte.
von Paul BöhmProfil

"Wenn schon keine Krawatte, dann eben der Pullover!" 18 schneidige Damen waren heuer am Unsinnigen Donnerstag bei Bürgermeister Peter Braun im Amtszimmer zu Gast. Freilich nicht für ein dienstliches Anliegen, sondern, um ihn am Krawattl zu zerren und nebenbei seinen Hauptverwaltungsbeamten Thilo Gawlista faschingsmäßig zurechtzustutzen.

Dass der Schmidmühlener Bürgermeister samt seines Gemeindestabs, sprich den Rathausbediensteten, herhalten muss, gehört schon seit Jahren zu den gepflegten Faschingseinrichtungen. Zum 31. Mal wurde dieser Brauch heuer schon zelebriert. Seit 30 Jahren ist Petra Fellner dabei.

Dazu gehört auch, dass sich die schnittfesten Damen nach einem opulenten Frühstück samt einigen Mutmachern auf den Weg durch den Markt machen und nach Krawatten Ausschau halten. Da könne es auch mal vorkommen, dass mangels Krawatten ein überflüssiger Knopf oder eine dezente Scharte geschnitten wird. Aber damit müsse "Mann" an diesem Tag eben zurechtkommen, finden die Clowns. So erging es heuer auch Thilo Gawlista, ihm wurde kurzerhand ein Ärmel seines Designer-Pullovers von Karl Lagerfeld abgetrennt.

Schadenersatzforderungen wird er aber wohl nicht stellen. "Das stufen wir mal schlichtweg als Betriebsunfall ein", sagte Gawlista lachend.

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