07.02.2020 - 14:33 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Der Zunftverein ist ihre Heimat.

Der Traditionsverein der Maurer und Zimmerer gehört zum Stamm der großen Vereinswelt in Schmidmühlen. Beim Marktfest als auch beim Naturparktag am 17. Mai 2020 werden sie vertreten sein.

Sie bestimmen in den nächsten vier Jahren die Geschicke des Zunftvereins der Maurer und Zimmerer in Schmidmühlen. Links Vorsitzender Günther Bauer. Bildmitte hinten Bürgermeister Peter Braun.
von Paul BöhmProfil
Der große Festtag des Zunftvereins der Maurer und Zimmerer in Schmidmühlen ist der Josefitag und die damit verbundene Josefifeier zusammen mit den Brudervereinen. Heuer übrigens zum 114. Mal

Der Zunftverein der Maurer und Zimmerer Schmidmühlen, 1907 gegründet, ist engagiert. Dennoch hat er Sorgen und ist auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Wir Vorsitzender Günther Bauer berichtete, sei es ein großes Anliegen, Neuzugänge aus dem Handwerk zu gewinnen. "Handwerksberufe werden immer weniger. Da ist es uns ein großes Anliegen, den Mitgliederstand mindestens stabil zu halten oder gar zu erhöhen." Frisches Blut, das der Zunftverein dringend braucht, um den langfristigen Fortbestand der Vereinsgemeinschaft zu sichern.

Mit Bürgermeister Peter Braun als Wahlleiter bestellte die Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Lindenhof den Vorstand für die nächsten vier Jahre. Günther Bauer wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertreter ist Johann Fischer, zugleich Innungsobermeister der Zimmererinnung Schwandorf. Um die Chronik kümmert sich Norbert Fischer. Kassenwart bleibt Reimund Fischer. Das Amt der Fähnriche übernehmen Jakob Dobler und Fabian Fischer. Zu Beisitzern wurden Johann Mehringer, Georg Ring und Johann Klieber gewählt, zu Kassenprüfern Markus Mehringer und Michael König.

Die gegrillten Forellen

Die Mitglieder des einzigen Zunftvereins im Landkreis waren 2019 vielfältig aktiv. Darüber informierte Vorsitzender Bauer. 58 Handwerker gehören derzeit dem Verein an. In mehreren Sitzungen wurden die Geschicke koordiniert. Großeinsatz war die Teilnahme am Marktfest. Mit gegrillten Forellen gehört der Verein seit der Marktfestgründung Mitte der 70er-Jahre zu einem der Hauptanlaufpunkte.

Mehrere Mal waren die Mitglieder Gast beim Bruderverein, den Schreinern und Zimmerleuten in Amberg, zur Pflege des Zimmermannsklatsches. Getreu der alten Handwerkskunst hat man mit dem Baumaushauen beim Marktfest gezeigt, wie in vergangenen Jahrhunderten Balken mit verschiedenen Äxten aus Stammholz gehauen wurden. Beim Trachtenfest halfen die Mitglieder solidarisch mit: "Nur so können die Vereinsgemeinschaften bestehen, wenn man sich untereinander aushilft und unterstützt", so der Vorsitzende. Die Mitglieder beteiligten sich am Josefitag in Amberg. Dazu kommen noch verschiedene Besuche bei den Brudervereinen in Regenstauf, Straubing und Deggendorf. Der Jahresausflug führte nach München.

Bürgermeister Peter Braun drückte die Wertschätzung der Gemeinde aus: "Ihr seid nicht nur der große Traditionsverein in unserer Gemeinde. Ihr seid auch ein Verein, dessen Mitglieder immer wieder mit anpacken, wenn es um die vielseitigen Belange im Markt geht." Zu sehen war das beim Bau des Vereinsstadels ebenso wie bei der Einhausung des Kühlcontainers beim Schlossstadel.

Beim Naturparktag

Mit dabei sein wird der Verein beim Jahrestag der Zimmerer und Schreiner in Amberg am Sonntag, 15. März. Am Sonntag, 22. März, lädt der Zunftverein zum 114. Jahrestag seiner Gründung ein. Beim 484. Jahrestag der Maurer und Steinmetze in Straubing und beim 435. Jahrestag der Maurer aus Deggendorf werden die Schmidmühlener dabei sein. Auch beim Marktfest wird man sich an gewohnter Stelle vor der Raiffeisenbank gegrillte Lauterachforellen schmecken lassen können. Beim Naturparktag des Naturparks Hirschwald am Sonntag, 17. Mai, wird sich der Zunftverein zusammen mit anderen um die Bewirtung der Besucher kümmern.

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