21.03.2019 - 11:53 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Zunftverein der Maurer und Zimmerer feiert 113. Jahrestag

Mit einer großen Feier hat der Zunftverein der Maurer und Zimmerer seinen 113. Jahrestag gefeiert. Von Schmidmühlens Bürgermeister gab es zudem Lob für das facettenreiche Engagement der zahlreichen Handwerker.

Mit einem Festzug und Gottesdienst feiert der Zunftverein der Maurer und Zimmerer in Schmidmühlen seinen 113. Jahrestag. Natürlich stand Josef, der Schutzheilige der Handwerker, im Fokus dieses besonderen Anlasses.
von Paul BöhmProfil
Ausgezeichnet wurden für ihre Treue zum Verein: Innungsobermeister Johann Fischer (von links), Erhard Reiser, Ludwig Vogl, Bürgermeister Peter Braun, Norbert Fischer, Johann Mehringer und Günther Bauer.

Unter ihrem Leitspruch „Gott segne das ehrbare Handwerk“ halten die Mitglieder des Zunftvereins der Maurer und Zimmerer schon seit der Gründung im 1906 die Tradition aufrecht. Würde es nach ihnen gehen, wäre der Josefitag heute noch ein gesetzlicher Feiertag. 1968 wurde er abgeschafft.

Auf den heiligen Josef ging Pfarrer Werner Sulzer auch in seinem Gottesdienst ein. „Josef ist der Schutzheilige vieler Handwerksberufe. Er war ein Zimmermann in seinem Heimatort Nazareth und er hat wohl auch dem jungen Jesus das Handwerk beigebracht.“ Josef habe ein Gott gerechtes Leben gelebt, heißt es schon in der Auslegung des Tagesevangeliums nach Matthäus zum Hochfest. „Auch der Glaube von Josef ist sicherlich sein Wegweiser zu Gott gewesen.“

Für den Vorsitzenden des Zunftvereins, Günther Bauer, ist das Jahresamt und die Josefifeier ein Eckpunkt und Vermächtnis in der Geschichte des Zunftwesens in Schmidmühlen. Bürgermeister Peter Braun, selbst Ehrenmitglied im Verein, würdigte, dass sich die Mitglieder des Zunftvereins in das gesellschaftliche Leben des Marktes einbrächten. „Sei es beim Bau des Vereinsstadels oder beim Nachbau des Markttors zur 1000-Jahr-Feier.“

Erst in den vergangenen Monaten übernahmen die Handwerker die Führung bei einem kleinen Anbau zur Abrundung des Schlosstadelensembles. „Ich bin stolz auf unseren Zunftverein, der heute mehr denn je, zu den gesellschaftlichen Eckpfeilern unserer reichhaltigen Vereinswelt zählt.“ Als kleinen Wermutstropfen sehe Braun allerdings die handwerkliche Zukunft bei vielen Handwerksberufen mit der Abschaffung der Meisterprüfung. „Man hatte einen Aufschwung erwartet, aber letztendlich ist genau das Gegenteil eingetreten. Die Zahl der Betriebe sei mit dieser vermeintlichen Freiheit kontinuierlich zurückgegangen.“ Das mache sich schon in den Mitgliederstatistiken der Zunftvereine bemerkbar.

Info:

Mitgliederehrungen

Für 20 Jahre Mitgliedschaft zum Verein wurde Johann Mehringer geehrt, für 30 Jahre Erhard Reiser sowie für 40 Jahre Norbert Fischer. Er wurde auch zum Ehrenmitglied ernannt. Seit 50 Jahren steht Ludwig Vogl im Mitgliederverzeichnis, seit 60 Jahren Josef Rudolf.

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