02.08.2020 - 11:43 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Abwasserkonzept für Schnaittenbach nach 14 Jahren umgesetzt

Die Arbeiten für das Schnaittenbacher Abwasserkonzept gehen dem Ende entgegen. Im Bild von links: Bürgermeister Marcus Eichenmüller, Bauamtsleiter Markus Stiegler sowie die Vertreter der Tiefbaufirma Sommer und des Ingenieurbüros Seuss GmbH.
von Klaus HöglProfil

Die Umsetzung des Abwasserentsorgungskonzeptes der Stadt Schnaittenbach steht mit den Bauabschnitten 22 und 23 unmittelbar vor der Vollendung. Das Projekt nahm bereits 2006 seinen Anfang, als der Stadtrat mit dem damaligen Bürgermeister Josef Reindl einen wegweisenden Beschluss fasste. Es sind, rechnet man die vorhergehenden Bauabschnitte mit ein, über die Jahre hinweg mehrere Millionen Euro, die Schnaittenbach in die Umsetzung des Abwasserkonzeptes investiert hat.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2006 hatten etliche Ortschaften, Weiler und Einzelanwesen (insgesamt 58) im Bereich der Kommune noch keine geordnete Abwasserbeseitigung. Die Stadt ließ daher auf Anforderung des Landratsamtes vom Büro Seuss Ingenieure Amberg, ein Abwasserkonzept ausarbeiten.

Das Konzept wurde schließlich in der Sitzung des Stadtrates vom 6. April 2006 anerkannt und dann auch in Angriff genommen. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt gab "Grünes Licht", die Maßnahme wurde in das Förderprogramm aufgenommen. Eine Informationsveranstaltung für die betreffenden Grundstückseigentümer aus Trichenricht, Döswitz, Sitzambuch und Demenricht folgte. Im Dezember 2012 beschloss das Stadtratsgremium dann die letzten großen Maßnahmen: Anschluss der Ortsteile Trichenricht und Döswitz an die Kläranlage Kemnath am Buchberg und der Ortsteile Sitzambuch und Demenricht mittels Druckleitung an die Kläranlage in Schnaittenbach.

Schon für 2016 geplant

An sich war die Baufertigstellung bereits für das Jahr 2016 vorgesehen, aus vielschichtigen Gründen zog es sich hin bis jetzt - doch nun kann "endgültige Fertigstellung" signalisiert werden. Am 16. Juli wurde das Pumpwerk in Demenricht eingehoben, eine Woche später in Sitzambuch. Bürgermeister Marcus Eichenmüller, Bauamtsleiter Markus Stiegler, die Vertreter der Tiefbaufirma Sommer, des Ingenieurbüros Seuss GmbH, konnten jetzt eine gelungene Bilanz über das gesamte Bauvorhaben ziehen.

Die Entwässerung der einzelnen Ortsteile erfolgt im sogenannten modifizierten Trennsystem. Einfach gesagt: Die vorhandenen Straßen- und Oberflächenentwässerungskanäle und Gewässerverrohrungen werden weiter zur Ableitung der Niederschlagswässer genutzt, beim Schmutzwasser wird ein neues Freisspiegelkanalsystem erstellt, in dem die vorwiegend häuslichen Schmutzwässer gesammelt werden. Die werden über Abwasserpumpleitungen der Kanalisation im Gewerbegebiet Scherhübel zugeführt.

6000 laufende Meter Druckleitung und mehrere hundert Meter Freispiegelkänäle wurden neu gebaut. Alleine die Kosten für den letzten Bauabschnitt 22 und 23 übersteigen die Summe von rund 1,3 Millionen Euro, sagten Bürgermeister Marcus Eichenmüller und sein Bauamtsleiter Markus Stiegler.

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