Das Gremium informierte sich über die aktualisierte Planung, um dann zu beschließen, wie es einmal aussehen soll, das markante Areal in der Schnaittenbacher City. Bürgermeister Josef Reindl und Bauamtsleiterin Birgitta Siegert hatten zu dieser Sitzung Experten eingeladen: von der Regierung der Oberpfalz Michael Streidl und Hubert Schmid (Abteilung Städtebauförderung), Architekt Michael Dittmann sowie vom Landratsamt Ernst Zobel.
Vorausgegangen waren im vergangenen Jahr bereits drei Beschlüsse zur Planung und städtebaulichen Förderung des Bischof-Rosner-Platzes. Letztlich hatte die Verwaltung vom Stadtrat den Auftrag erhalten, die sogenannte Entwurfsvariante 2 zu verfolgen. Soll heißen: die Asphaltierung der Straße. So war der Stand im Dezember 2018 und so wurde der Plan bei der Regierung eingereicht. Unter diesen Vorgaben wurde auch eine Förderung der Einzelmaßnahmen im Zuge der Städtebauförderung „Stadtumbau West“ für Schnaittenbach beantragt.
Im Nachgang hatte dazu Ende Januar ein Ortstermin mit Regierungsvertreter, Architekt und Vertretern der Stadt stattgefunden. Die Regierungsseite kam dabei zu der der Meinung, dass die beschlossene Planungsvariante (Asphaltierung) zwar grundsätzlich förderfähig sei, machte aberÄnderungswünsche geltend, um den Platzcharakter beim Vitusheim noch deutlicher herauszuheben.
Diese Änderungswünsche hatte Architekt Michael Dittmann in die Pläne eingearbeitet, die dem Stadtrat bei der Sitzung vorgestellt wurden. Parallel dazu zeigte er nochmals die beiden ursprünglichen Planungsvarianten zum Vergleich auf. Dazu erklärten die beiden Regierungsvertreter, dass es darauf ankomme, ob die Stadt an dieser Stelle den Platz oder den Verkehr in den Vordergrund stellen will. Ihrer Auffassung nach sei bei einer Entscheidung zugunsten eines Platzes eine Entschleunigung des Verkehrs sogar gewollt.
Sie plädierten dafür, das Gestalterische in den Vordergrund zu stellen. Durch die Städtebauförderung sollten ihrer Meinung nach die Ortskerne für Fußgänger und alle Menschen, die sich dort aufhalten, aber auch Radfahrer und eventuell sogar Autofahrer aufgewertet werden. Die Priorität liege jedoch nicht beim Fahrzeugverkehr. "Wegen des Vitusheims ist der Aufenthaltscharakter besonders wichtig. Daher ist eine Entschleunigung des Verkehr sinnvoll", lautete das Fazit der Regierungsvertreter.
Letztlich war sich das Gremium mehrheitlich einig, der Platzgestaltung Vorrang einzuräumen. Eine optisch ansprechende Lösung mit Multifunktionscharakter sei anzustreben. Jedoch sei es notwendig, die Einmündung zur Rosenbühlstraße zum Beispiel durch die Planung von Schleppkurven umzubauen.
Der Stadtrat beschloss schließlich und grundsätzlich eine vollflächige Pflasterung des Platzes ohne Abbiegeradien. Die Einmündung zur Rosenbühlstraße müsse jedoch zwingend modifiziert werden, befand das Gremium. Darüber ist dann in der nächsten Stadtratssitzung zu entscheiden.













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