05.10.2018 - 11:59 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Eindringliche Warnung: Aktion Disco Fieber für Neuntklässler

Dramatische Szenen eines schweren Unfalls nach dem Discobesuch: Das erleben die Neuntklässler der Schnaittenbacher und Freudenberger Mittelschule, als der Kreisjugendring mit der Aktion Disco-Fieber zu ihnen kommt.

Wie funktioniert ein Pulverfeuerlöscher? Die Schüler dürfen es bei der Aktion Disco Fieber ausprobieren.
von Adele SchützProfil

Die Schnaittenbacher Mittelschule ist die erste Einrichtung im Landkreis, an der die aufwendige Aktion umgesetzt wird. Den Jugendlichen sollen die Folgen von Alkohol am Steuer gezeigt werden - mit drastischen Mitteln. Die Lehrer berichteten, dass die Jugendlichen dementsprechend beeindruckt waren. Der Schulleiterin Michaela Bergmann und ihrer Stellvertreterin Sabine Spindler liegt Alkoholprävention sehr am Herzen. So zögerten die beiden auch nicht, als der ehemaligen Schüler und jetzige BRK-Sanitäter Nicolas Stoffregen anfragte, ob die Schnaittenbacher Schule Interesse an der Aktion hat.

Für das Projekt Disco Fieber haben die Initiatorinnen Cornelia Bäuml und Franziska Hufnagel vom Kreisjugendring die Unterstützung der Feuerwehr Schnaittenbach um Kommandant Michael Werner bekommen. Von der Polizei war Hans-Peter Klinger dabei, genau wie Notfallseelsorger Tim Saborowski, BRK-Sanitäter Nicolas Stoffregen und Hubert Ritz von der Gebietsverkehrswacht Hirschau-Schnaittenbach. Was passiert, wenn die Feuerwehr und das Rote Kreuz im Einsatz sind? Eine im Auto eingeklemmte Verletzte musste mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte gerettet werden. Dazu wurden die Autotüren und B-Säulen entfernt.

Anschließend kämpfte das Sanitätsteam um das Leben der Frau. An drei Stationen wurden die Schüler dann selbst tätig: In der Turnhalle erfuhren sie mit einer Rausch- und Drogenbrille, wie sie den Verkehr betrunken erleben: Tunnelblick, fehlende Rundumsicht, Doppeltsehen und das Gefühl von Unsicherheit und Verwirrung. Es war nicht einfach, mit den Brillen einen kleinen Parcours mit Bobbycars zu durchfahren oder auch nur auf einer Linie zu gehen.

Bei der zweiten Station sollten die Schüler lernen, wie ein Pulverfeuerlöscher funktioniert. Sie durften selbst ein Feuer in einer Wanne mit dem Gerät zu löschen. Was beim Zuschauen leicht aussah, zeigte sich in der Praxis als nicht so einfach: Bei der dritten Station demonstrierten die Feuerwehrleute, was passiert, wenn man einen Fettbrand mit Wasser löscht. Der dabei entstandene Feuerball war riesig.

Am Ende beantworteten die Einsatzkräfte Fragen. Unter anderem wollten die Jugendlichen wissen, welche Gedanken dem Feuerwehrmann durch den Kopf gehen, wenn er nachts zu einem Unfall gerufen wird? Wie erlebt ein Sanitäter den Einsatz? Was bedeutet es für einen Polizisten, Eltern die Nachricht vom Unfall des Kindes überbringen zu müssen?

Bei der Aktion Diso-Fieber zur Alkoholprävention an der Schnaittenbacher Mittelschule sahen die Neuntklässler aus Freudenberg und Schnaittenbach das dramatische Szenario eines Discounfalls.
Anhand der Rauschbrillen erlebten die Schüler am Aktionstag die Auswirkungen von Drogen- und Alkoholkonsum sehr eindrücklich. Mit Rauschbrille wurde eine kinderleichte Bobbycarrallye zur schwierigen Aufgabe.

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