24.03.2020 - 13:58 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Einschreibung in Schnaittenbacher Schule heuer ganz anders

Es läuft ja vieles anders in diesen Tagen. Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen sind die Ursache dafür, dass es heuer an den Grundschulen auch keine Schuleinschreibung geben wird.

Franz Gallner, ein stolzes künftiges Schulkind, bringt seine Unterlagen zur Grundschule Schnaittenbach.
von Externer BeitragProfil

Im Landkreis Amberg-Sulzbach wäre am Mittwoch, 25. März, der Termin gewesen, an dem aufgeregte Vorschulkinder zum ersten Mal das Schulhaus betreten hätten. An der Grundschule in Schnaittenbach ist dies immer ein besonderer Tag. Eltern plaudern im von den Mittelschülern liebevoll vorbereiteten Elterncafé, während die Vorschulkinder in kleinen Gruppen bei den Lehrkräften ihr Können zeigen. Da wird gemalt, gezeichnet und gebastelt, und alle Mädchen und Buben sind stolz, als kommende Abc-Schützen die erste offizielle Stunde in ihrer künftigen Schule zu absolvieren.

All dies kann in diesem Jahr nicht stattfinden. An eine Schuleinschreibung, bei der alle Kinder und Eltern im Schulgebäude zusammenkommen, ist derzeit nicht zu denken. Deshalb läuft diese Maßnahme heuer ohne Präsenzpflicht ab. Laut Auskunft von Schulleiterin Michaela Bergmann wurden alle Eltern angeschrieben und um Zusendung der erforderlichen Unterlagen gebeten. Für pädagogische Fragen steht Beratungslehrerin Gabriele Schindler den Eltern in einer Telefonsprechstunde zur Verfügung. So hofft die Schule, sowohl den administrativen Erfordernissen als auch den offenen Fragen der Eltern ausreichend Raum zu geben.

Eigentlich hätten die Kinder bei der Schuleinschreibung im Mittelpunkt stehen sollen. Die hatten sich sehr auf diesen Termin gefreut und sind nun natürlich enttäuscht. Der kleine Franz Gallner, der zu diesen Kindern zählt, ist heute mit seiner Mama zur Schule gekommen, um seine Unterlagen in den Briefkasten zu werfen. Zur Erinnerung haben beide ein Foto gemacht, dass sie anschließend digital an die Schule geschickt haben. Eine wundervolle Idee, findet Schulleiterin Michaela Bergmann.

Laut der Rektorin funktioniert die „Schule daheim“ in Schnaittenbach vergleichsweise gut. Man sei vorbereitet gewesen und könne auf der Grundlage einer funktionierenden digitalen Infrastruktur alle Schüler mit Material versorgen. Dennoch seien es sehr ungewöhnliche Zeiten für eine Schulleiterin, die die Vormittage in einem verwaisten Schulhaus zubringt.

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