Johannes Pirner vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) empfing die Besuchergruppe und erzählte viel Wissenswertes über die Geschichte des Fledermaushauses und dessen geflügelte Bewohner. Das damals einsturzgefährdete Gebäude wurde laut Pirner von 2009 bis 2011 mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert. Die Aufträge seien an örtliche Firmen gegangen, so dass die Wertschöpfung in der Region geblieben sei.
Im Haus residiere die deutschlandweit letzte Kolonie der großen Hufeisennase, informierte der LBV-Mitarbeiter. Der Bestand ist nach seinen Aussagen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Momentan bewohnten über 200 dieser seltenen Säugetiere das Fledermaushaus. Per Videocam konnten die Besucher die Kolonie beobachten. Johannes Pirner zeigte auch Videoaufnahmen von einer Fledermausgeburt und berichtete, dass die Weibchen ihre Empfängnis steuern könnten je nach Wetter und dem Futterangebot im Sommer. Bei Einbruch der Dämmerung konnte die Gruppe den Ausflug der Kolonie beobachten. „Ein beeindruckendes Szenario“, wie Bebbo Schuller meinte. Binnen 15 Minuten waren alle Fledermäuse ausgeflogen und auf Futtersuche.
Der Bund Naturschutz weist auf die Fledermausnacht mit dem Experten Rudi Leitl am Freitag, 30. August, hin. Start ist um 19 Uhr am Parkplatz beim Sportzentrum in Schnaittenbach.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.