20.09.2018 - 11:02 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Fliegende Hunde und ihre rennenden Menschen

Anfangs als kleiner Spaß für zwischendurch gedacht, hat sich Agility längst zu einer internationalen Sportart entwickelt, bei der Hund und Mensch im Team in Wettbewerben antreten.

Agility hat sich zu einer internationalen Sportart entwickelt.

(ads) Bereits 2002 hat die rasante Hundesportart "Agility" auf Initiative von Daniela Roll als eigene Sparte Eingang in das breitgefächerte Angebot des Gebrauchshundevereins Schnaittenbach gefunden und seit dieser Zeit einen enormen Zulauf erfahren. Inzwischen organisiert der Verein jährlich ein bis zwei Turniere auf seinem Vereinsgelände hinter dem Naturerlebnisbad, die Teilnehmer und Zuschauer aus ganz Bayern und dem benachbarten Ausland in die Oberpfalz locken. Wer Agility hautnah erleben möchte, hat beim nächsten Turnier am 6. und 7. Oktober hier die beste Gelegenheit.

Ursprünglich stammt das Agility-Training aus dem Hunde-verrückten Großbritannien. Schon in den 1980er-Jahren erfreute sich das spezielle Programm für Vierbeiner und den jeweiligen Hundebesitzer auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Anfangs als kleiner Spaß für zwischendurch gedacht, hat sich das Agility-Training längst zu einer internationalen Sportart entwickelt, bei der Hund und Mensch im Team gemeinsam gegen andere antreten. Agility heißt: Gemeinsam über den Parcours, keiner kämpft allein. Der äußerst vielseitige, rasante Hundesport macht dem Vierbeiner nicht nur Spaß, sondern hält ihn auch auf Trab. Denn Agility-Training erfordert eine gute Koordination und ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zwischen Tier und Mensch, aber auch Intelligenz und Behändigkeit des Vierbeiners.

Atemberaubendes Tempo

Kernstück des Trainings ist die fehlerfreie Bewältigung einer Hindernisstrecke in einer vorgegebenen Zeit. Hierbei müssen verschiedene Geräte, wie Tunnel, Laufsteg, Wippe, A-Wand, Slalom, Reifen, und anderes in einer atemberaubenden Geschwindigkeit "abgearbeitet" werden. So dauert ein Prüfungsdurchgang nur zirka eine Minute. Der Hund läuft im Parcours frei (ohne Halsband und Leine) und wird ausschließlich durch Hörzeichen und Körpersprache geführt. In der Regel wird in drei Größenklassen - Mini, Midi und Maxi - gestartet. Außerdem wird in die Leistungsklassen A 1 bis A 3 eingeteilt. Damit die Prüfung gelingt, müssen Mensch und Hund ein perfekt eingespieltes Team sein. Dafür ist natürlich ein umfangreiches Training notwendig, das nicht nur den Hund fit hält, sondern auch den Menschen zugutekommt.

"Agility hat gerade in den letzten Jahren einen enormen Zuspruch erfahren, weil sich die Einstellung zur Hundehaltung geändert hat", weiß die Vorsitzende des Gebrauchshundevereins Schnaittenbach, Alexandra Weidisch. Der Hund sei nicht nur mehr zum Spazierengehen da, sondern Hundebesitzer wollten mit ihren Vierbeinern auch ihre Freizeit verbringen. "Gerade da ist das sportliche Angebot von Agility willkommen, denn Agility ist Spaß und Sport und sorgt zudem für Nervenkitzel pur", so Weidisch.

Training für Mensch und Tier

Daniela Roll als Spartenleiterin Agility beim Schnaittenbacher Gebrauchshundeverein weiß um die Vorteile dieser Sportart für Frauchen/Herrchen und Hund. Agility bedeute für den Menschen viel Bewegung an der frischen Luft bei den regelmäßigen Trainingseinheiten und den Turnieren. Der Hund werde durch diese anspruchsvolle Sportart geistig und körperlich ausgelastet. Bei Zwei- und Vierbeinern werde durch Agility das Reaktionsvermögen, die Geschicklichkeit und die Kondition gefördert.

Tipps für Interessierte von Daniela Roll:

Welche Hunde eignen sich für die rasante Sportart? Kleine und mittlere Hunde mit normalem Gewicht bringen die optimalen Voraussetzungen für Agility mit. Große, schwere Hunde eignen sich weniger. Grundsätzlich kann aber mit jedem Hund Agility ausgeübt werden.

Was erwartet Hund und Mensch bei Agility? In erster Linie Spaß. Zudem kommt man bei Agility sehr leicht in Kontakt mit den anderen Hundehaltern, denn es ist eine Gesellschaftssportart. Nicht nur der Hund erfährt durch Agility eine geistige und körperliche Auslastung, sondern auch der Mensch. Nicht vergessen werden darf auch, dass nach dem Nervenkitzel beim Durchlaufen des Parcours eine herrliche Entspannung für den Menschen folgt. Menschen und Hunde, die sich allerdings nicht gerne bewegen, sind für diese Hundesportart ungeeignet.

Wie verläuft der Einstieg in diese Hundesportart und wie geht es weiter? Eine Grundausbildung des Hundes in Gehorsam mit Begleithundeprüfung ist zur Ausübung von Agility unerlässlich. Ideal ist, wenn man für das Ausüben von Agility bereits im Welpenalter mit dem Hund arbeitet. Dass die Grundausbildung eines Hundes richtig Arbeit sein kann und viel Geduld fordert, muss dem Hundehalter klar sein. Das Interesse an der Arbeit mit dem Hund und auch Freude daran sind die nötigen Voraussetzungen, um in Agility einzusteigen und den Sport erfolgreich zu betreiben. Nach der Grundausbildung wird der Hund dann Schritt für Schritt in den Parcours mit den unterschiedlichen, anspruchsvollen Hindernissen eingeführt. Ist Hund und Mensch einmal mit der Bewältigung der Hindernisse vertraut, geht es auf Turniere, um sich mit anderen Mensch-Hund-Teams zu messen. Da wird es dann richtig spannend und spaßig.

Spiel und Spaß

Der Gebrauchshundeverein Schnaittenbach habe nur positive Erfahrungen mit Agility gemacht, ist Alexandra Weidisch begeistert. "Wir konnten durch die Eröffnung der Sparte Agility 2002 unser Angebot erweitern. Die Sparte wird bestens von Familien angenommen und lockt auch den Nachwuchs auf den Hundeplatz." Wer auf der Suche nach einer vergnüglichen und erfüllenden Beschäftigung mit dem Hund sei, die Spiel, Spaß und Spannung garantiere, sei bei Agility goldrichtig.

Ansprechpartner für Agility beim Bayerischen Landesverband für Hundesport (BLV) in der Oberpfalz ist die Geschäftsstelle unter Telefon 0151/56684762. Auf der Homepage des BLV auf www.blv-hundesport.de gibt es weitere Informationen rund um Agility und andere Hundesportarten. In der Region bieten speziell Agility laut BLV-Homepage neben dem Gebrauchshundeverein Schnaittenbach die "Hundefreunde" in Weiden und in Cham an.

Die Vorsitzende des Gebrauchshundevereins Schnaittenbach, Alexandra Weidisch, hat erst vor kurzem den Reiz der rasanten Hundesportart Agility und deren hohen Spaßfaktor entdeckt.
Der Hund läuft im Parcours frei (ohne Halsband und Leine) und wird ausschließlich durch Hörzeichen und Körpersprache geführt.
Der Verein organisiert jährlich ein bis zwei Turniere auf seinem Gelände hinter dem Naturerlebnisbad Schnaittenbach.
Leidenschaft und Begeisterung zeigt Daniela Roll für Agility. Sie brauche den Adrenalinkick, der bei dieser rasanten Sportart garantiert sei, möchte aber auch nicht mehr auf den Heidenspaß dabei verzichten.
Um bei Agility den Parcours mit zahlreichen Hindernissen in der vorgegebenen Zeit zu durchlaufen, müssen Zwei- und Vierbeiner ein perfektes Team sein.

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