19.08.2019 - 11:03 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Kaolinabbau und Lebensqualität im Fokus der Schnaittenbacher Bürgerinitiative Elwusch

Georg Dobmeier steht weiter an der Spitze der Schnaittenbacher Bürgerinitiative Elwusch. Ebenso wie den gesamten Vorstand bestätigen ihn die Mitglieder einstimmig im Amt.

Der Vorstand der Bürgerinitiative Elwusch wird einstimmig bestätigt (von links): Frieda Ablassmeier, Peter Stingl, Doris Schneider, Norbert Pusch, Vorsitzender Georg Dobmeier, Manfred Grützner und Josef Hausner.
von Adele SchützProfil

Dobmeier ging in seinem Bericht auf die Aktivitäten der Bürgerinitiative in den beiden zurückliegenden Jahren ein. Der Vorstand habe sich mit zahlreichen Themen rund um den Kaolinabbau und die Lebensqualität in Schnaittenbach auseinandergesetzt. 2017 waren dies laut Dobmeier das Rekultivierungskonzept zum Ostfeld I - Falterhölzl und die Abraumzwischenlager im Ostfeld II. Die Firma AKW-Kick habe zwar die Rekultivierung im Ostfeld I in den Teilen B und C abgeschlossen. Aufgrund fehlgeschlagener Verhandlungen mit der Stadt zur Pflege des Areals habe das Unternehmen aber den Abschlussbetriebsplan beim Bergamt zurückgezogen. Der Fußweg sei zwar weiterhin offen, aber das Gelände unterliege immer noch dem Bergrecht, sagte Dobmeier. "Die Bürgerinitiative verlangt, dass dieses Gelände, wie von der Firma im Nachfolgenutzungskonzept versprochen, für die Bevölkerung nutzbar wird", stellte er klar.

Im nordwestlichen Bereich des Ostfeldes II entstand eine sehr große Abraumhalde, die im Ortseingangsbereich das Landschaftsbild beeinträchtige, stellte der Vorsitzende fest. „Ursprünglich dachten wir, dieser Abraum wird zügig in die ausgebeuteten Gruben verfüllt. Jedoch haben wir zwischenzeitlich erfahren, dass diese Abraumhalden als Zwischenlager für die nächsten Jahrzehnte gedacht sind und eventuell noch erhöht oder erweitert werden sollen. Nach unserer Ansicht müssen diese Abraumhalden landschaftsverträglich gestaltet werden und dürfen unser Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigen“, machte Dobmeier deutlich. Eine zeitnahe Verfüllung in die ausgebeuteten Feldesteile zur Herstellung der Standsicherheit der Abgrabungsböschungen erscheint ihm sinnvoll.

Im Juni 2017 sei es zu einer erheblichen Staubbelastung im südwestlichen Stadtviertel, erinnerte er. Sehr feiner Kaolinstaub sei am Westrand der Grube Dorfner abgekippt und vom Westwind bis nach Schnaittenbach getragen worden. Die Bürgerinitiative habe dies bei der Firma Dorfner angemahnt. Das Unternehmen habe erfreulicherweise unverzüglich für Abhilfe gesorgt, hob Dobmeier hervor. Der feine Kaolinsand sei mit grobem Material überfüllt worden, was Verwehungen unterbinde.

Wie Dobmeier berichtete, habe der Vorstand 2017 einen Defibrillator mit rund 2000 Euro gesponsert, die Stadt übernehme die Wartung. Dieses Gerät zur Nothilfe bei Herzstillstand sei im Durchgang zum alten Rathaus zu finden. Die Bürgerinitiative habe dafür großes Lob von Seiten der Stadt und der Bevölkerung erhalten.

Im Frühjahr 2018 musste die BI laut Dobmeier feststellen, dass der Schutzzaun beim Lärmschutzwall im Westfeld geöffnet und mit Pferden beweidet wurde. Nach kurzer Zeit seien erhebliche Trittschäden am Wall und Verbiss-Schäden an den Gehölzen erkennbar gewesen. Laut Planfeststellungsbescheid sei aber der Schutzwall mit einem geschlossenen Zaun zu umgeben und der Wall vollständig zu bepflanzen. Zahlreiche Gespräche mit dem Pächter hätten keinen Erfolg gehabt. Schließlich habe sich Elwusch an die Firma AKW-Kick als Eigentümer gewandt und auf eine Beseitigung dieser Missstände gedrängt. Die habe schließlich eine Fachfirma beauftragt, den Zaun wieder zu schließen. Der Vorsitzende erinnerte auch an den Mitgliederausflug nach Nürnberg.

Dobmeier wies auf eine Einladung der Firma AKW-Kick zur Besichtigung des Sandwerks hin. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, aber die Veranstaltung werde voraussichtlich im September 2019 stattfinden. Interessenten sollten sich bei Schriftführer Manfred Grützner unverbindlich voranmelden.

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