"Schön, dass es mittlerweile nichts Besonderes mehr ist, wenn Evangelische und Katholische gemeinsam Gottesdienst feiern", sagte Pfarrer Stefan Fischer. Die beiden Kirchen hätten sich angenähert und große Wege zurückgelegt, "die manchmal auch steinig waren und Menschen viel Leid gebracht haben". Zertrennung und nicht Einheit machte Pfarrer Josef Irlbacher in der getrennten Ausübung beider Religionen in unterschiedlichen Kirchen aus. Viel sei erreicht, doch Mauern und Risse seien geblieben, die bis heute schmerzen würden, machte Fischer bewusst. Die beiden Geistlichen baten Gott, "dass diese Einheit zwischen beiden Konfessionen weiterwachse, Risse gefüllt und Mauern überwunden werden".
Statt Predigt hatten Fischer und Irlbacher eine Bildbetrachtung vorbereitet: Eine Mauer als großes Ganzes, eine Mauer mit einem Riss und eine, deren Riss ein steinernes Kreuz zusammenhält. Zum dritten Bild erklärte Irlbacher, dass der Gekreuzigte die beiden Hände ausstrecke und so die Mauern links und rechts von ihm verbinde. Sowohl er als auch Fischer versicherten, dass Gott die Risse schließen werde, die durch Familien gingen, durch die Christenheit und die gesamte Schöpfung. "Auch wenn wir heute noch nicht so weit sind, haben wir seine Zusage. Gott heilt, was zerbrochen ist."




















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