Anlass für das Monitoring waren mehrere Berichte von Jägern über die Sichtung von Wildkatzen. Das Vorkommen der Tiere sollte daher wissenschaftlich nachgewiesen werden. Die Untersuchungen im Forstbetrieb Schnaittenbach und dem Forstbetrieb Pegnitz deckten eine Fläche von beinahe 42.000 Hektar ab.
Mit Hilfe spezieller Lockstöcke wurden Katzenhaar-Proben für genetische Analysen gesammelt. Als Lockstoff diente eine für Wildkatzen unwiderstehlich riechenden Baldriantinktur. Die Revierförster der beiden Forstbetriebe stellten laut Mitteilung der Bayerischen Staatforsten insgesamt 95 Lockstöcke auf. Die Untersuchungen bestätigten zweifelsfrei das Vorkommen von drei Wildkatzen in den Revieren Bärnhof und Sulzbach des Forstbetriebs Schnaittenbach, sowie im Revier Schnabelwaid des Forstbetriebs Pegnitz.
Wildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen, sondern echte Wildtiere. Eine sichere Unterscheidung der Arten ist nur durch genetische Untersuchungen möglich. Zu Unrecht wurden Wildkatzen lange Zeit als gefährliche Raubtiere gejagt. Tatsächlich ernähren sich Wildkatzen von Mäusen und anderen Kleintieren. Einst galt die Wildkatze in Bayern sogar als ausgerottet und wurde erst mit großem Aufwand wieder in Bayern angesiedelt. In strukturreichen Wäldern finden die Wildkatzen einen idealen Lebensraum mit Verstecken für sich und ihre Jungen, sowie ausgedehnte Jagdreviere.



















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