Schnaittenbach
11.06.2018 - 11:10 Uhr

Reindl: Grandioser Haushalt

„Die Bürgerversammlung dient Verwaltung, Stadtrat und Bürgermeister als Infoquelle. Denn hier können die Menschen sagen, was ihnen am Herzen liegt“, sagt Josef Reindl bei den Sitzungen in Schnaittenbach, Holzhammer und Kemnath.

Im August soll die Erschließung des Baugebiets Ostfeld 1 abgeschlossen sein. ads
Im August soll die Erschließung des Baugebiets Ostfeld 1 abgeschlossen sein.

(ads) Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit den seit einigen Jahren stabilen Einwohnerzahlen von Schnaittenbach. Die Geburtenzahlen lägen bei knapp 30 Kindern pro Jahr und seit 2015 sei die Zahl der Sterbefälle um die Hälfte gesunken. „Der Etat ist heuer grandios“, lautete Reindls Bilanz für den städtischen Haushalt, dessen wichtigste Einnahmen und Ausgaben er genauer erläuterte. Nach den Informationen über die Gewerbesteuer und die Wasser- und Kanalgebühren ging der Bürgermeister auf den DSL-Ausbau in Schnaittenbach ein. Bezüglich des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) informierte Reindl, dass die Stadt eine umfassende Sanierung ihres Zentrums anstrebe und das dafür erforderliche Entwicklungskonzept seit Dezember 2017 erstellt sei.

Die Erschließung des Baugebiets Ostfeld I ist laut Stadtoberhaupt bis August abgeschlossen, sie schlage mit Gesamtbaukosten von 1475000 Euro zu Buche. Der Bürgermeister fasste zusammen: „Der südliche Bereich im Ostfeld I ist voll erschlossen, zehn städtische Bauplätze sind verkauft, zwölf sind noch verfügbar, davon neun reserviert.“ Reindl verwies auf weitere Baugebiete am Stiglrangen-Mühlfelder in Schnaittenbach, in Holzhammer-Mitte und am Sportplatz in Kemnath, wo es noch freie Parzellen gebe.

Zum Gewerbegebiet Scherhübel konnte der Rathaus-Chef Erfreuliches berichten: „Es besteht eine rege Nachfrage zur Ansiedlung von neuen Betrieben beziehungsweise zur Erweiterung bei bestehenden Firmen. Derzeit ist noch eine Fläche von rund 14000 Quadratmetern verfügbar, der Stadtrat wird zeitnah die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen beraten.“

Bezüglich der Grund- und Mittelschule in Schnaittenbach informierte Reindl, dass Allwetterplatz und Laufbahn in den Sommerferien realisiert werden. Themen waren auch die Erneuerung des Anstrichs in den Treppenhäusern und der EDV-Anlagen sowie die Sanierung der Duschanlagen in der Doppelsporthalle. In der Kindertagesstätte St. Vitus seien im Zuge des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) Lüftung, Heizung, Fenster und Außendämmung sowie der Außenanstrich saniert worden. Ebenso habe man den Essraum erweitert und dafür Geschirrspüler sowie Kühl- und Gefrierkombination erneuert. Auch in die Stadt- und Pfarrbücherei habe die Stadt investiert, Reindl wertete den Umbau als gelungen. Im Naturerlebnisbad seien Duschen/WC-Anlagen und eine Rampe für den barrierefreien Zugang zum Schwimmerbecken fertiggestellt worden. 2019 ist laut Reindl die Anschaffung diverse Spielangebote wie eines Schachspielfelds geplant. Für den Bauhof habe die Stadt E-Fahrzeugen angeschafft.

Der Bürgermeister ging auf die Straßensanierungsmaßnahmen in der Amselstraße nach einem Wasserrohrbruch, auf die gelungene Neugestaltung Auf der Loh und des Kriegerdenkmals sowie die Sanierung der Max-Reger-Brücke ein. Wie Reindl erklärte, habe die Stadt energetisch die Hand am Puls der Zeit mit der Sanierung der Kläranlage und der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fortführung der Ehenbach-Renaturierung und der Bau des Radwegs zwischen der B 14 und dem Ortseingang von Holzhammer mit Kosten von 22800 Euro für die Stadt kam ebenfalls zur Sprache.

Da die Kinder die Zukunft der Stadt seien, nehme Schnaittenbach einiges Geld in die Hand, um die Spielplätze etwa Neuersdorf, Holzhammer, Brödlasfurt und Vitusheim mit der Erneuerung der Spielgeräte in einem guten Zustand zu halten. Die Dorferneuerung Sitzambuch sei von September 2016 bis Oktober 2017 mit Gesamtbaukosten von rund 1650000 Euro über die Bühne gegangen. Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung unter Federführung des Amts für Ländliche Entwicklung für 24500 Euro gekostet. Reindl ging auch auf die für 2019/20 geplante Dorferneuerung von Kemnath mit Sanierung von Orts- und Nebenstraßen sowie der Möglichkeit von Privatförderung mit Gesamtbaukosten von 1600000 Euro unter Regie des Amts für Ländliche Entwicklung ein.

Für die Bürgerversammlung in Schnaittenbach lagen zwei Eingaben vor. Reinhard Lenz interessierte sich für die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Einmündung der Straße Bachwiesen in die St.-Vitus-Straße und fragte nach der Entfernung der Rotdornbäume entlang des Radwegs zwischen der Apotheke und dem Anwesen Stauber. Er stellte fest, dass die Dornen beim Befahren des Radwegs regelmäßig für platte Reifen sorgten. Johann Ruider aus Götzendorf stellte im Auftrag der Dorfgemeinschaft einen Antrag auf Sanierung des Scharlmühlwegs in Götzendorf und auf Bau einer Parkmöglichkeit im Ort. Beide Themen werden laut Bürgermeister in der jährlichen Verkehrsschau und im Bauausschuss behandelt.

Bei der Ortsteilversammlung in Holzhammer wurde die Bitte laut, den Sand im Volleyballfeld auszutauschen. Für den Friedhof wurde die Aufstellung eines Containers für Erdaushub/Sand angeregt. Hier sollte die Stadt kostenlos Kies zur Verfügung stellen, damit Unebenheiten vor und zwischen den Gräbern ausgeglichen werden können. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, wann weitere Bestatter für den Friedhof zugelassen werden. Zu erfahren war von den dortigen Bürgern auch, dass der Nebenraum der Leichenhalle in einem sehr schlechten Zustand sei und von der Stadt renoviert werden sollte.

In Kemnath kamen Fragen zur Rückzahlung von Straßenausbaubeiträgen beim Fliederweg, zur Sicherstellung des Feuerlöschwassers in Mertenberg und des möglichen Baus von Windrädern auf dem Gebiet der Gemeinde Schmidgaden.







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