10.01.2020 - 17:58 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Schnaittenbach: 15-Jähriger verletzt Mitschüler mit Messer

Ein 14 Jahre alter Junge wird in der Grund- und Mittelschule Schnaittenbach mit einem Messer verletzt. Tatverdächtig ist ein 15-jähriger Mitschüler. Er wird festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg nimmt die Ermittlungen auf.

Ein 15-Jähriger soll am Freitagvormittag in Schnaittenbach auf dem Schulklo einen 14-jährigen Mitschüler mit einem Messer verletzt haben.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Rettungsdienst und Polizei wurden am Freitag, 10. Januar, gegen 11.25 Uhr über einen verletzten Schüler in Schnaittenbach informiert. Wie die Polizei berichtet, konnte vor Ort ein 14-Jähriger mit einer nicht lebensgefährlichen Verletzung am Oberkörper angetroffen werden.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen befand er sich kurz vor beziehungsweise während der Pause mit einem 15-jährigen Mitschüler in einem Toilettenraum der Schule. Aus noch zu ermittelnden Gründen habe der 15-Jährige den 14-Jährigen unvermittelt mit einem Messer verletzt. Der 14-Jährige holte daraufhin Lehrkräfte zu Hilfe. Die wiederum verständigten den Rettungsdienst und die Polizei. Beamte nahmen den Tatverdächtigen vor Ort ruhig und widerstandslos fest.

Der Geschädigte wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. "Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen", informierte Polizeihauptkommissar Florian Beck, "das zuständige Jugendamt ist informiert."

Schulleiterin Michaela Bergmann erklärte auf AZ-Nachfrage, dass die anderen Schüler vom Tatgeschehen nicht betroffen gewesen seien und zunächst auch nichts davon mitbekommen hätten. Es habe dann aber natürlich die Runde gemacht. Die Klassenleiter beziehungsweise Religionslehrer als geeignete Bezugspersonen hätten den Kindern daraufhin die Situation erläutert und ihre Fragen beantwortet. Die Polizei habe angeboten, ein Kriseninterventionsteam zu schicken.

"Das belastet die Schulfamilie schon", sagte Michaela Bergmann. Man werde aber Kindern und Lehrern die Gelegenheit geben, das aufzuarbeiten. So werde am Montag eine Schulpsychologin nach Schnaittenbach kommen, um gegebenenfalls mit den Schülern zu sprechen und weitere Fragen zu klären.

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