06.04.2020 - 11:12 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

In Schnaittenbacher und Kemnather Kirchen stehen Klagemauer

In einer Zeit, in der die Seelsorger nicht mehr mit den Gläubigen gemeinsam Gottesdienst feiern können, sind neue Möglichkeiten und Orte für das persönlichen Gebete gefragt.

Kleine Klagemauern als außergewöhnliche Gebetsorte in außergewöhnlichen Zeiten stehen in den Kirchen St. Vitus in Schnaittenbach und St. Margareta in Kemnath.
von Adele SchützProfil
Eine kleine Klagemauer als außergewöhnliche Gebetsform in außergewöhnlichen Zeiten wurde jeweils in den Stadtpfarrkirchen St. Vitus und St. Margareta für die Gläubigen errichtet.

Pfarrer Josef Irlbacher und Pastoralreferent Andreas Hornauer aus der Pfarreiengemeinschaft St. Vitus Schnaittenbach und St. Margareta Kemnath suchten nach neuen Gebetsangeboten für die Pfarrfamilienangehörigen in Coronazeiten - und wurden fündig. Ihre Idee war es, in den beiden Pfarrkirchen jeweils eine kleine Klagemauer nach dem Vorbild von der am Tempelberg in Jerusalem zu errichten. „Diese Mauer ist ein außergewöhnliches Angebot für unsere Gläubigen zum persönlichen Gebet in einer außergewöhnlichen Zeit“, sagt der Pastoralreferent, der die beiden Klagemauern aus Ziegelsteinen aufgebaut hat. Wer will, kann auf einen Zettel seine Anliegen, von Bitten über Klagen bis zum Dank, schreiben und in die Löcher der Steine stecken.

Eigentlich wollte Pfarrer Josef Irlbacher die Zettel mit den Anliegen im Feuer in der Osternacht aufgehen lassen. „Das Osterfeuer dürfen wir aber auf Anordnung der Diözese wegen der Corona-Epidemie nicht entzünden. Wir werden aber in einem anderen österlichen Feuer diese Gebete aufsteigen lassen“, verspricht Irlbacher.

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