Schnaittenbach
21.01.2019 - 16:21 Uhr

Skifahren kostet jetzt mehr

Bürgermeister Sepp Reindl und Kämmerin Valeria Bernhardt haben zum Jahresstart 2019 moderate Gebührenanpassungen anzukündigen. Das betrifft auch den Skilift in Sitzambuch – wenn er denn einmal läuft.

Die Gebührenanhebung in Schnaittenbach betrifft auch den Skilift Sitzambuch. Bild: e
Die Gebührenanhebung in Schnaittenbach betrifft auch den Skilift Sitzambuch.

Noch stehen die Seile am Schlepplift still. Es müsste schon 20 bis 30 Zentimeter Schnee fallen, damit der Lift seinen Betrieb aufnimmt. Sollte es soweit kommen, müssen die Skifahrer und Snowboarder ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Im Durchschnitt steigen die gestaffelten Liftpreise um einen Euro. Immerhin wurde die Preistabelle viele Jahre zuvor nicht angetastet.

Das ist auch der Grund, warum jetzt Gebührenerhöhungen nötig sind. Die Stadt hat 2017 und 2018 vom Freistaat eine Stabilisierungshilfe von rund 850 000 Euro erhalten, weil die vielfachen Voraussetzungen vorhanden waren, hieß es bei der Stadtratssitzung. Damit aber hat sich Schnaittenbach im Gegenzug aber verpflichten müssen, selbst alle Konsolidierungsmaßnahmen zum Schuldenabbau im freiwilligen Bereich zu ergreifen und auszuschöpfen. Dazu gehört, alle kommunalen Maßnahmen unter die Lupe zu nehmen, unter anderem die Höhe von Steuern zu überprüfen beziehungsweise anzupassen.

Neben den Skifahrern betrifft das vor allem die Hundehalter, die seit 1. Januar 2016 pro Tier 35 Euro bezahlt hatten. Künftig sollen es 50 Euro sein. Für sogenannte Kampfhunde mussten bislang 350 Euro bezahlt werden, künftig 500 Euro. Das Halten eines über vier Monate alten Hundes im Stadtgebiet unterliegt einer gemeindlichen Jahresaufwandssteuer. Aufgrund des stetig steigenden Aufwands zur Sauberhaltung der Stadt (Stichwort Hundetoiletten), der mit steigenden Kosten verbunden ist, wäre eine Erhöhung der Hundesteuer auf 50 Euro angemessen. Derzeit sind 265 Hunde in Schnaittenbach vorschriftsmäßig gemeldet – Dunkelziffer unbekannt. Auch die Gebühren für den Campingplatz waren zu hinterfragen. Die letztmalige Gebührenerhöhung war 2015 (Tagesgebühren und sonstige Gebühren) und 2016 (Dauercampinggebühren) erfolgt. Nunmehr haben die Dauercamper statt bisher 625 Euro künftig 700 Euro zu bezahlen. Eine Gebühr wird außerdem für mitgeführte Hunde fällig. „Damit ist man von den Preisen her in der Nebensaison wie andere Betreiber auch aufgestellt, in der Hauptsaison aber immer noch billiger“, erklärte Bürgermeister Sepp Reindl. Er fügte noch an, dass die Stadt auch das Sanitärgebäude komplett renoviert habe. In der Gebühr enthalten sei für die Camper auch der freie Zugang zum Erlebnisbad. Um zehn Prozent angehoben wurden allein die Eintrittsgelder für das Erlebnisbad.

 
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