Schnaittenbach
17.12.2018 - 10:54 Uhr

Stadt Schnaittenbach verleiht Heimat- und Kulturpreis

Es ist ein kleines Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal vergibt die Stadt Schnaittenbach einen Heimat- und Kulturpreis. Dessen sichtbarer Ausdruck ist der „Kulturschnoittling“ samt Urkunde.

Bei der Übergabe des "Kulturschnoittlings" (von links): Bürgermeister Josef Reindl, Heinz Steinkohl, Ingrid Müller und Jürgen Hartmann. Bild: e
Bei der Übergabe des "Kulturschnoittlings" (von links): Bürgermeister Josef Reindl, Heinz Steinkohl, Ingrid Müller und Jürgen Hartmann.

Verdienten Einzelpersonen, Gruppen oder Vereinen, die sich im kulturellen Bereich und in der Heimatpflege besonders hervorgetan haben, soll der Preis, dotiert mit 200 Euro, zugute kommen. Den „Kulturschnoittling“ überreichte Bürgermeister Josef Reindl im Rathaus heuer an Heinz Steinkohl, Ingrid Müller und Jürgen Hartmann als Vertreter des Arbeitskreises Heimat und Kultur.

Die Auswahl ist nicht schwer gefallen: Der Arbeitskreis kümmert sich beispielsweise alljährlich um die vier Adventsfensterln im Rathaus-Innenhof, übernimmt die viel Zeit beanspruchende Organisation der jährlichen Heimat- und Kulturtage. Er veranstaltet Lesungen unterschiedlichster Prägung, initiiert zahlreiche Kunstausstellungen, hat die Organisation der Bayerischen Singstund' in der Buchberghütte inne oder bringt die heimatgeschichtlich bedeutsamen Schautafeln im Durchgang zum alten Rathaus an. Und das alles geschieht unter der Prämisse „Heimat“ wie es bei der Laudatio hieß.

"Für das Wirken des Arbeitskreises ist stets die Überzeugung maßgeblich, dass der Kultur und der Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln, der eigenen Heimat, eine lebensprägende Bedeutung zukommt“, sagte Josef Reindl und gratulierte namens der Stadt. Heinz Steinkohl als Sprecher des Arbeitskreises erinnerte an ein reges Leben im Verein, an die vielen Veranstaltungen aus allen Bereichen mit namhaften Künstlern.

Steinkohl, Ingrid Müller und Jürgen Hartmann empfanden es als große Ehre, diesen Preis zu bekommen. "Damit haben wir wirklich nicht gerechnet, damit sind wir völlig überrascht worden“, ließ der Sprecher wissen. „Kunst ist schön, aber sie macht auch viel Arbeit“, fasste Steinkohl zusammen, sein Arbeitskreis habe die Tätigkeit aber offenbar gerne gemacht.

Info:

Der Schnaittenbacher Arbeitskreis Heimat und Kultur wurde am 6. November 1991 gegründet. Nach dem Umzug der Stadtverwaltung im Jahre 1987 aus dem alten Rathaus wurden der Gruppierung Räume im Obergeschoss überlassen. Willibald Riß war der erste Arbeitskreis-Sprecher, nach dessen Rücktritt 1999 übernahm dann Hans Albrecht diese Aufgabe. Albrechts Nachfolger wiederum wurde im Jahr 2008 Heinz Steinkohl, der sich die Leitung des Gremiums mit Jürgen Hartmann, Ingrid Müller und auch Fredi Weiß als Vertreter der Stadt teilte. Lag früher das Augenmerk des Arbeitskreises verstärkt auf heimatlichen Klängen der Volksmusik, hat sich in den vergangenen zehn Jahren bei Heinz Steinkohl und Jürgen Hartmann eine Kunstbühne mit überregionaler Beachtung und einem sehr anspruchsvollen Netzwerk zu anderen Kunstkreisen etabliert. Nach nunmehr zehn Jahren will Steinkohl die verantwortungsvolle Aufgabe des Sprechers in andere Hände legen. (et)

 
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