Schnaittenbach
25.03.2019 - 10:38 Uhr

Stadtrat Schnaittenbach zieht Faschingszug vor

Nach dem Faschingszug ist vor dem Faschingszug. Der Gaudiwurm 2020 ist heiß diskutiertes Thema im Schnaittenbacher Stadtrat. Das Ergebnis: Die Narren ziehen nicht mehr am Faschingssonntag, sondern bereits einen Tag früher durch die Stadt.

Das Kemnather Vereinsheim wird heuer noch einer umfassenden Sanierung und Erneuerung unterzogen. Bild: e
Das Kemnather Vereinsheim wird heuer noch einer umfassenden Sanierung und Erneuerung unterzogen.

Der Stadtrat stimmte dieser Verlegung zu,– jedoch nicht generell, sondern nur probeweise. Die Entscheidung ging nicht so ohne Weiteres über die Bühne, beinahe alle Räte beteiligten sich an der Pro-und-Contra-Diskussion. SDie Abstimmung ergab schließlich eine 12:5-Mehrheit für die Samstags-Regelung.

Die Verlegung des Umzugs auf Samstag war schon länger Thema sowohl im Stadtrat als auch bei den Vereinen. Die Organisatoren „Faschingsprinzen blau-gelb“ erwarten sich durch diesen Schritt eine gesteigerte Attraktivität. Wie Bürgermeister Josef Reindl erklärte, war Anfang März bei der Stadt auch ein Schreiben der Ehenbachtaler Schützen Holzhammer eingegangen, in dem der Verein die Ablehnung des Faschingsumzugs am Faschingssamstag beantragt hatte. Der Grund: Seit 50 Jahren findet am Faschingssamstag in Holzhammer der Faschingsball statt – ein Abnehmen der Besucherzahl wird bei einem Faschingszug am Samstag befürchtet.

Zwischen 2012 und 2016 baute der SC Monte Kaolino Hirschau in Eigenregie die Langlaufstrecken im Bereich des Rotbühlsenders aus. Regelmäßig finden dort nationale und internationale Wettkämpfe statt, insgesamt umfasst den Langlaufzentrum Strecken mit einer Länge von zehn Kilometern, fünf Kilometer davon sind beleuchtet, vier davon können mit Maschinenschnee beschneit werden. Wegen der steigenden Besucherzahlen stimmten die Gemeinde Freudenberg sowie die Städte Hirschau und Schnaittenbach in Zusammenarbeit mit dem SC Monte Kaolino Optimierungen ab, auch die Bayerischen Staatsforsten sind in die Planungen eingebunden. Diese Verbesserungen wurden nun in einem Leader-Projekt vorgestellt, eine Förderung wurde beantragt. Die Streckenbeschilderung soll verdichtet werden, Marketing-Maßnahmen sind anberaumt, um den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern, ein Funktionsgebäude aus Holz als Aufenthalts- und Unterstellraum soll errichtet werden, das bei Wettkämpfen als Wettkampfbüro dient. Die geschätzten Kosten gliedern sich wie folgt: Streckenbeschilderung/Hinweistafeln 6227 Euro, Markierungsmaßnahmen 1233 Euro, Multifunktionsgebäude aus Holz 67 540 Euro. Das ergibt insgesamt 74 999 Euro, die über Leader zu 60 Prozent gefördert werden. Somit verbleiben Restkosten in Höhe von 30 000 Euro. Die Städte Hirschau und Schnaittenbach könnten jeweils eine Fördermittel in Höhe von zehn Prozent bei maximal 9000 Euro beitragen. Hirschau und Freudenberg haben das bereits beschlossen, der Stadtrat Schnaittenbach tat nun gleiches.

Umfassende Baumaßnahmen stehen am Vereinsheim in Kemnath an. Für diese Maßnahmen vergab der Stadtrat nun die Aufträge: Baumeisterarbeiten an die Firma Kopp aus Sulzbach-Rosenberg (Auftragssumme 44 299 Euro), Gerüstbauarbeiten an die Firma Wackersdorfer Gerüstbau (43 737 Euro), Zimmererarbeiten an die Firma Meier aus Schmidgaden (27 928 Euro), Dachdeckerarbeiten ebenfalls an die Firma Meier (45 089 Euro).

 
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