25.06.2020 - 10:52 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Trommelwirbel für Kindertagesstätte St. Vitus in Schnaittenbach

Da war was los, als in der Kindertagesstätte St. Vitus die 15 aufgeweckten Vorschulkinder nach Herzenslust die neuen Cajons ausprobierten.

Philipp Schönebaum und Andrea Büller vom Elternbeirat der Kindertagesstätte St. Vitus sowie dessen Vorsitzende Katja Meier (hinten von links) bei der Übergabe der Cajons an die Leiterin der Kindertagesstätte, Birgit Kumeth (Vorne).
von Adele SchützProfil

Die Cajons sind ein Geschenk vom Elternbeirat zum 25-jährigen Jubiläum der Kindertagesstätte St. Vitus, das für freudige Überraschung sorgte. „Mit diesem Geschenk haben wir nicht gerechnet, umso größer ist natürlich die Freude des gesamten Teams der Erzieherinnen und Erzieher sowie unserer Kinder“, lässt die Leiterin der Kindertagesstätte Birgit Kumeth wissen. Sie erinnert, dass sie und ihr Team immer wieder die mit den Kindern gesungenen Lieder mit einem Cajon einer Erzieherin begleitet haben, was bei den Kindern des Kindergartens und der Krippe bestens angekommen sei. Schnell sei bei ihr und ihrem Team die Idee geboren gewesen, für die 15 Vorschulkinder Cajons anzuschaffen, die aber für alle Kindergarten- und Krippenkinder zum Einsatz kommen sollten. Die Anschaffung hätte der Einrichtung laut Kumeth 1000 Euro gekostet. Da aber heuer das 25-jährige Bestehen des Kindergartens und das 10-jährige Bestehen der Krippe aufgrund der Coronapandemie nicht gefeiert werden könnten, habe Birgit Kumeth nach ihren Aussagen beschlossen, die Bitte um finanzielle Unterstützung der Anschaffung der kleinen Trommeln an den Elternbeirat heranzutragen. „Dass der Elternbeirat ganz begeistert von der Anschaffung war, dass er die vollen Kosten dafür übernahm, damit hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Birgit Kumeth.

Die Kinder seien auch freudig überrascht gewesen, als sie die in der Kindertagesstätte angelieferten Päckchen öffneten und darin 15 Cajons zum Vorschein gekommen seien, berichtet die Einrichtungsleiterin. „Hoch motiviert haben wir dann auch gleich gemeinsam losgelegt, um die Cajons auszuprobieren - bis die Hände glühten und die Gesichter vor Freude glücklich strahlten“, lässt Birgit Kumeth wissen und ergänzt: „Da war was los!“. Die Kinder durften weiter verschiedene Schlag- und Klopfmöglichkeiten und unterschiedliche Rhythmen ausprobieren und nachspielen. „Da war Konzentration und genaues Zuhören gefragt“, betont Kumeth. Am Schluss der ersten Trainingseinheit mit den Cajons durften die Kinder unter Anleitung versuchen, das ihnen bekannte Lied „Halli, halli hallo, jetzt geht es los..." zu untermalen. „Das Ergebnis war wunderbar und sorgte für Gänsehautgefühl, denn 15 plus 1 Cajon gleichzeitig gespielt ergeben ein beeindruckendes Klangerlebnis, das unter die Haut geht“, versichert Kumeth. Ab kommender Woche will sie sich zwei Wochen lang intensiv mit den Kindern von Kindergarten und Krippe mit Rhythmus, Klang und Beat auf den kleinen Trommeln beschäftigen.

Die Voraussetzung für diese intensive Arbeit mit dem Cajon sei gewesen, dass jedes Kind sein eignes Instrument habe, weiß Kumeth. „Ziel ist es, die Kinder mit Spaß an die Musik heranzuführen und motivierende Erfolgserlebnisse lassen beim Musizieren auf der Cajon nicht lange auf sich warten“, betont Kumeth. Gerade in der Vorschularbeit im Bereich der Phonologie sei die Arbeit mit den Cajons eine großartige Abwechslung. So könnten laut Kumeth in der Regel nach nur wenigen Übungsminuten erste Grooves gespielt werden. Auch einfache Kinderlieder seien nach kurzer Spielzeit begleitbar. Werde in einer Gruppe getrommelt, klingen die Stücke besonders eindrucksvoll. Gleichzeitig erfahre die Sozialkompetenz der jungen Musiker eine Steigerung. Die gemeinsamen Erlebnisse würden zusammenschweißen und das Selbstbewusstsein werde gestärkt, wie Kumeth versichert. „Das Trommeln eignet sich auch ideal dazu, den Gefühlen sowie der Kreativität freien Lauf zu lassen und die Lieblingsmusik zu begleiten, ist eine tolle Erfahrung für die jungen Klangkünstler“, weiß Kumeth aus Erfahrung.

Die neuen Musikinstrumente würden nicht nur im Vorschulbereich eingesetzt, sondern auch in der Krippe und bei den jüngeren Kindergartenkindern, informiert Kumeth.

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