(usc) Der Schnaittenbacher Stadtrat ist bereit, einiges in das Gemeinschaftshaus zu investieren. Der größte Brocken ist dabei die energetische Sanierung des Gebäudes. Das betrifft in erster Linie die Erneuerung der Dacheindeckung und die Dämmung. Bereits vergeben sind die Aufträge für neue Fenster und Türen. Hinzu kommt nun auch die Vergrößerung des Probenraums für die Musikkapelle.
Der Bedeutung als gesellschaftlicher Mittelpunkt der Ortschaft sind all die Maßnahmen geschuldet, die Vertreter des mit der Planung beauftragten Architekturbüros Dittmann nun dem Stadtrat als Erstentwurf vorstellten. Sehr positiv hat dies bislang auch das für die Förderung zuständige Amt für Ländliche Entwicklung gesehen.
Ein besonderes Anliegen war der Musikkapelle Buchberg-Echo, die bisherigen arg beengten Verhältnisse zu beseitigen. Vorsitzender Markus Bierler bat, den Raum mit einem Anbau nicht nur um 20, sondern um 31 Quadratmeter zu erweitern. Da der Verein sich anbot, die Arbeiten in Eigenleistung zu übernehmen, verbleiben der Stadt nur noch Materialkosten von geschätzten 25000 Euro. Bei einem Plus von 20 Quadratmeter wären es 17500 Euro gewesen.
Der Vorentwurf des Architekturbüros sieht des Weiteren den Abbruch der Garage im Zuge der dringend notwendigen Außengestaltung vor. Ebenerdig sehen die Pläne einen zweigeschossigen Anbau vor, der im Erdgeschoss als Mehrzweckraum, im ersten Stock für die Schützen gedacht ist. In den bisherigen Geräteraum kommt der Ausschank.
Neben dem Anbau sehen die Planer eine parallel verlaufende Rampe als Zugang zum Innenhof über die Mehrzweckhalle vor. Der Stadtrat folgte der Anregung von Manfred Schlosser, die Rampe um 90 Grad zu drehen, da diese dann auf dem befestigten Bereich enden würde. In diesem Zusammenhang kam die Diskussion auch auf die Gestaltung der Außenanlagen. Man sollte für den Zugang einen Belag wählen, der die Fläche nicht unnötig versiegelt, aber auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, hieß es.
Der obere Eingang zum Buchbergschützen-Heim soll behindertengerecht ausgebaut werden. Die Kosten für diesen barrierefreien Zugang liegen bei Ausführung durch Firmen nach Schätzung der Architekten bei rund 18500 Euro. Georg Dobmeier forderte in diesem Zusammenhang, dass der Raum auch für andere Veranstaltungen von der Allgemeinheit genutzt werden können sollte, wodurch eine Fördergrundlage geschaffen werde. Bürgermeister Josef Reindl berichtete, dass der Träger des Kindergartens dem Wegerecht zugestimmt habe, jedoch nicht für den Winterdienst aufkommen werde.
Michael Dittmann bezifferte die Gesamtkosten für die Sanierung, die Neugestaltung der Freiflächen und die Nutzungsanpassungen bei den Eigenleistungen mit 444000 Euro. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe einer Trapezblechdeckung zugestimmt. Wie der Bürgermeister berichtete, hat das Amt für bisher vorgelegte Vorhaben im Bereich der energetischen Sanierung schon 150000 Euro Fördemittel in Aussicht gestellt. Josef Reindl gab sich zuversichtlich, dass auch der behindertengerechte Zugang zum Schützenheim gefördert werden kann. Die Vergrößerung des Probenraums kann laut Reindl allerdings nicht bezuschusst werden.
Der Stadtrat stimmte den Vorschlägen und Änderungen zu. Sie sollen nun in die genauen Planungen des Architekturbüros einfließen. Danach gehen die Planungsunterlagen ans Amt für Ländliche Entwicklung zur Prüfung von möglichen Förderungen im Zuge der Dorferneuerung.
Schnaittenbach
18.07.2018 - 10:56 Uhr
Vereinsheim wird aufgemöbelt
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