Schnaittenbach
17.11.2019 - 14:16 Uhr

Volkstrauertag Schnaittenbach: Plädoyer für eine Zukunft in Frieden

Stellvertretender Bürgermeister Manfred Schlosser hielt für den kurzfristig erkrankten Bürgermeister Sepp Reindl die Ansprachen zum Volkstrauertag in Schnaittenbach und vorher schon in Holzhammer und Kemnath am Buchberg. Das Panzerbataillon 104 Pfreimd übernahm die Ehrenwache am Kriegerdenkmal in Schnaittenbach. Bild: ads
Stellvertretender Bürgermeister Manfred Schlosser hielt für den kurzfristig erkrankten Bürgermeister Sepp Reindl die Ansprachen zum Volkstrauertag in Schnaittenbach und vorher schon in Holzhammer und Kemnath am Buchberg. Das Panzerbataillon 104 Pfreimd übernahm die Ehrenwache am Kriegerdenkmal in Schnaittenbach.

Der Gedenktag wurde am Wochenende in Holzhammer/Neuersdorf, in Kemnath am Buchberg und in Schnaittenbach mit Gottesdiensten in den jeweiligen Kirchen mit Pfarrer Josef Irlbacher begangen. Es folgten jeweils das Totengedenken und die Kranzniederlegung.

In Schnaittenbach feierte am Sonntagmorgen Pfarrer Irlbacher einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Vitus, dem ein Kirchenzug zum Kriegerdenkmal folgte. Schlosser machte klar, dass es nötig sei, sich der 2019 jährenden Gedenktage zu erinnern: 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren, Landung der Alliierten in der Normandie vor 75 Jahren und das Attentat des Grafen von Stauffenberg als Symbol des deutschen Widerstandes gegen die Nationalsozialisten. Schlosser wertete den Zweiten Weltkrieg als beispielloses Verbrechen an der Menschheit, das mindestens 55 Millionen Tote, mehr als die Hälfte davon Zivilisten, gefordert habe. Der Redner: "So steht der diesjährige Volkstrauertag im Gedenken an den Kriegsausbruch und die vielen Toten in dessen Folge, zugleich aber auch in der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft in friedlicher Nachbarschaft. Denn eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit und keine Zukunft." Schlosser ergänzte: "Im Jahr 2018 wurden in Deutschland etwa 7700 rassistische Straftaten gezählt, 20 Prozent mehr als im Vorjahr, Tendenz steigend."

Die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier übernahm die Ehenbachtaler Trachtenkapelle, in Holzhammer war es die Ehenbachtaler Blaskapelle und in Kemnath das Buchbergecho. Einen besonderen Dank richtete Schlosser an alle Mitwirkenden der Gedenkfeier, insbesondere an die Krieger- und Soldatenkameradschaft Holzhammer/Neuersdorf, den Soldaten- und Kriegerverein Kemnath sowie an das Panzerbataillon 104 Pfreimd für die Ehrenwache in Schnaittenbach.

 
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