18.08.2020 - 15:30 Uhr
Schönkirch bei PlößbergOberpfalz

Feuerwehr Schönkirch nimmt Defibrillator in Betrieb

Für den Notfall ist die Ortsgemeinschaft Schönkirch nun gerüstet. Die Feuerwehr schaffte einen Defibrillator an, den jeder Einwohner im Ernstfall benutzen kann.

Die Feuerwehr-Führungsmannschaft um Vorsitzenden Jens Gotthardt (Dritter von links) und Kommandant Thomas Riebl (rechts) freute sich zusammen mit Hermann Krisch (Dritter von rechts), dass in Schönkirch am Feuerwehrhaus nun ein Defibrillator für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
von Florian TrißlProfil

Die Feuerwehr Schönkirch steht seit 146 Jahren für ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Ortschaft und seiner Umgebung. Aufgrund einer großzügigen Spende schaffte die Feuerwehr nun ein Defibrillator an, der rund um die Uhr zugänglich vor dem Feuerwehrhaus hängt, damit im Notfall jeder Anwohner darauf zurückgreifen kann.

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Zur offiziellen Inbetriebnahme begrüßten Kommandant Thomas Riebl und Feuerwehr-Vorsitzender Jens Gotthardt Hermann Krisch von "MediTec" Maktredwitz. "Bei der ersten Kontaktaufnahme mit Herrn Krisch war sofort zu spüren, dass hier jemand nicht nur etwas verkaufen möchte, sondern mit Herzblut hinter der Sache steht," begründete Riebl die Entscheidung für die Firma "MediTec" als Lieferanten des Defibrillators für die Schönkircher Öffentlichkeit. Hermann Krisch bedankte sich für das Vertrauen. "In meinen 20 Jahren als Aktiver in der Notfallrettung ist kein Mensch einfach so wieder aufgewacht, ohne dass wir bei einer Bewusstlosigkeit oder einem Atemstillstand eingegriffen haben," nannte Krisch seine Motivation, dass er sich im Jahr 2011 im Bereich "Erste Hilfe Schulung" und "Vertrieb von Erste-Hilfe-Material und Defibrillatoren" selbstständig machte.

Gerät erklärt Schritt für Schritt

Bei seiner Vorstellung nannte er das Aufrechterhalten des Blutkreislaufes und das Beseitigen eines möglichen Herzkammerflimmerns als oberste Ziele bei einem Patienten mit Atemstillstand. "Den Blutkreislauf hält man durch die Herzdruckmassage aufrecht. Um Herzkammerflimmern erkennen zu können und das Herz zu re-starten braucht man den Defibrillator, der das Kammerflimmern erkennt und wenn nötig einen Elektroschock abgeben kann," beschreibt Krisch den Sinn des Geräts. "Der Defibrillator übernimmt die Messung des EKG und beschreibt Schritt für Schritt, was ein Helfer machen muss. Er gibt sogar Hinweise, wenn man bei der Herzdruckmassage schneller oder langsamer werden oder ob vielleicht fester gedrückt werden muss," versucht Hermann Krisch die Angst vor dem Einsatz des Defis zu nehmen.

Kurste für Aktive Feuerwehrleute

Jens Gotthardt erklärte, dass nach der offiziellen Inbetriebnahme durch den Lieferanten der "Defi" für jeden zugänglich vor dem Feuerwehrhaus hängt. Als nächsten Schritt werden die Aktiven Feuerwehrmänner und -frauen in Gruppen zu je zwölf Personen in speziellen Kursen auf die Geräte eingeführt. Gotthardt bekräftigt, dass im Notfall jeder das Gerät benutzen kann. Der Feuerwehr-Vorsitzende bedankte sich auch bei Hermann Krisch - der "MediTec"-Gründer überreichte als Dankeschön für das Vertrauen und die gute Gastfreundschaft eine Spende an die Jugendfeuerwehr.

Mehr über die Feuerwehr Schönkirch bei Onetz.de

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