21.03.2019 - 14:33 Uhr
SchönseeOberpfalz

50 Jahre Seefest und Festakt im "Moorbad"

Der Bauhof Schönsee macht Frühjahrsputz in der Stadt. Bürgermeisterin Birgit Höcherl informierte die Stadträte über kleine Maßnahmen im Hinblick auf das Seefest-Jubiläum. Und die Kämmerin stellte die Jahresrechnung 2018 vor.

Der Bauhof hatte im Jahr 2018 bei der Anlage des Erlebnisspielplatzes und bei der Ertüchtigung der Freizeitanlage „,Moorbad“ viel zu tun. Das Bild zeigt das Säubern im Monat Mai.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Ein weiterer Punkt der Stadtratssitzung am Dienstag war die Vorlage der Jahresrechnung 2018. Kämmerin Lisa Biegerl informierte über alle außerplanmäßigen Ausgaben ohne Haushaltsansatz ab 2000 Euro, sowie zu den überplanmäßigen Ausgaben, welche den Ansatz um 2500 Euro überschritten haben. Hier waren beispielsweise durch Eigenleistungen auf der Freizeitanlage "Moorbad" mehr Bauhofstunden angefallen als geplant, es gab höhere Löhne für das Kindergartenpersonal, die Baunebenkosten zum Ausbau der GVS Friedrichshäng-Weberhäuser stiegen an und positiv gesehen auch die Gewerbesteuerumlage, nachdem die Stadt im Vorjahr 48 500 Euro mehr an Gewerbesteuereinnahmen verzeichnen konnte als geplant.

"Null Euro Schulden"

Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurden mit einer Gegenstimme genehmigt. Der Termin für die örtliche Prüfung der Jahresrechnung wurde auf den 26. März terminiert. Lisa Biegerl nannte die neuen Abschlusszahlen für das Haushaltsjahr 2018. So schließt der Verwaltungshaushalt mit 4 517 182 Euro und einer Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 639 011 Euro. Der Vermögenshaushalt weist in Einnahmen und Ausgaben 1 073 045 Euro auf. Die Rücklagenentnahme beziffert sich auf 124 872 Euro. "Wir haben einen Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 von null Euro", erklärte die Kämmerin. Auch der Rücklagenbestand mit 2 257 354 Euro lasse sich sehen.

Die Abwasserbeseitigung weist eine Überdeckung von plus 41 354 Euro auf und die Wasserversorgung eine Unterdeckung von minus 19 651 Euro. "Die Gebührenkalkulation ist derzeit in Arbeit und wird durch ein Fachbüro vorgenommen", informierte Biegerl. Zuletzt wurden die Wassergebühren im Jahr 2004 neu berechnet. Dies brachte Thomas Schiller auf die Palme, der seit Jahren fordere, die gesetzliche Vorgabe zur Neuberechnung im Vier-Jahres-Rhythmus einzuhalten. "Bei einer Neukalkulation hätten wir die Gebühren erhöhen müssen", betonte Bürgermeisterin Birgit Höcherl und fügte an: "Man nutzt halt Spielräume zugunsten der Bürger aus."

Bei Punkt vier der öffentlichen Tagesordnung informierte Höcherl, dass die Ideen-Werkstatt vom 4. bis 6. Juni in Schönsee stattfindet. Dazu wünsche sie sich, dass möglichst viele Bürger teilnehmen. "Der Bürgerbus fährt jetzt zur Norma rauf", gab Höcherl bekannt. Bei den Haltestellen Rathaus und Wasserrad könnten auch Schönseer Bürger den Fahrdienst nutzen. Ihr Dank galt den Fahrern und dem Landratsamt als Träger. Sie informierte noch über einige laufende Maßnahmen. So werde die Beschilderung im Kurpark und die Pergola beim Wasserrad erneuert und einige Brücken neu gestrichen. "50 Jahre Seefest ist ein besonderes Ereignis", betonte die Bürgermeisterin dazu. Sie informierte über den landkreisweiten Aktionstag am 31. Mai an allen zehn Mehrgenerationen-Spielplätzen. An diesem Termin wird die Segnung des neuen Moorbad-Geländes vorgenommen. Zum Abschluss präsentierte sie noch ein schriftlich eingegangenes Lob für die Langlauf-Loipen.

Gehweg zur Norma

Josef Eibauer regte an, den Gehweg zur Norma noch einmal im Gremium zu diskutieren, "bevor etwas passiert". Denn die Zahl der Leute, die jetzt zum Lebensmittel-Discounter an der Eslarner Straße gehen, habe sich deutlich erhöht. Birgit Höcherl informierte, dass bereits ein Terminvorschlag in dieser Sache an ein Ingenieurbüro geschickte wurde. Sie versprach: "Es wird ein Thema in einer der nächsten Sitzungen sein." Josef Irlbacher regte die Begehung der gemeindlichen Straßen zwecks Ausbesserungen an. Die Bürgermeisterin informierte, dass sie bereits mit dem Bauhof unterwegs gewesen sei. Thomas Schiller fragte nach, ob die Stadt schon die Zuschusshöhe ermittelt habe, die man nach Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ("Strabs) bei neuen Maßnahmen vom Land erhalte, was Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner verneinte. Höcherl informierte, dass die Stadt bei der Pfarrgasse die Bürger nicht mehr beteiligen muss. Dies gelte auch für die Anlieger beim geplanten Ausbau der Böhmerwaldstraße.

Peter Pfaffl fragte zur Waldkalkung nach. Laut Birgit Höcherl werde der Schönseer Förster wieder seinen Bericht im Stadtrat abgeben und auch zu diesem Thema informieren. Stadtrat Reinhard Kreuzer monierte noch Rinnsalsteine am Straßenrand, die sich in einem katastrophalen Zustand befänden. Laut der Bürgermeisterin könnte der Austausch erst im Zuge der Straßenerneuerung erfolgen. Nach 4 öffentlichen und 16 nichtöffentlichen Tagesordnungspunkten war dann schließlich gegen 23.30 Uhr "Feierabend" im Rathaus.

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