04.12.2019 - 14:49 Uhr
SchönseeOberpfalz

Advent beginnt mit Wohlklang und Harmonie

Zwei Chöre, vier Gesangssolisten und Trompeten-Solist Paul Windschüttl bescheren den Musikfreunden ein besonderes Hörerlebnis. Das Oratorienkonzert in der Pfarrkirche Schönsee ist ein musikalischer Höhepunkt am ersten Advent.

Rund 90 Musiker unter der Gesamtleitung von Alexander Pointner bescherten dem Schönseer Publikum einen besonderen Hörgenuss zur Adventszeit.
von Elfriede WeißProfil

Das 35. Chor- und Orgelkonzert war ein besonderes Highlight, das den Musikfreunden zum Beginn des Advents in der Stadtpfarrkirche geboten wurde. Das hochkarätige Kirchenkonzert war eine Veranstaltung des Sudetendeutschen Musikinstituts (Träger: Bezirk Oberpfalz) und der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz. Kooperationspartner waren der Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein, der Förderverein für Kirchenmusik, die Stadtpfarrei Schönsee sowie das Centrum Bavaria Bohemia. Auch die Stadt Schönsee stand unterstützend zur Seite.

Der Förderverein für Kirchenmusik um den engagierten Vorsitzenden Hubert Reimer hatte das Konzert in gewohnter Manier vorbereitet. Bayerische und böhmische Musiker boten ein auf die Adventszeit einstimmendes, abwechslungsreiches Programm. Der bekannte Trompeter Paul Windschüttl, ein gebürtiger Thansteiner, eröffnete den Melodienreigen mit dem Trompetenkonzert in Es-Dur von Johann Baptist Neruda. Er trug es gemeinsam mit dem Pilsner Kammerorchester unter Konzertmeister Martin Kaplan vor.

Nach der Begrüßung durch Hauptorganisator Friedrich Wehrmeier (Bezirk Oberpfalz) und Bürgermeisterin Birgit Höcherl ging es mit der Adventsmotette „Rorando Coeli“ von Jan Campanus Vodnanský weiter, die der aus 60 Sängern bestehende gemischte Chor a capella aufführte. Der große Chor, bestehend aus dem Gesangsensemble der Redemptoristen Pilsen unter Stabführung von Antonin Svehla und dem Kirchenchor St. Jakob aus Lenggries, unter der Leitung von Kirchenmusiker Alexander Pointner, beeindruckte mit seiner mächtigen Fülle und Synchronität. Pointner, der auch für die Gesamtleitung verantwortlich zeichnete, leitete den Chor professionell und mit ganzem Körpereinsatz.

Die „Messe in D-Dur“ des tschechischen Komponisten Antonin Dvorák bereicherten neben Chor und Orchester auch die vier tschechischen Solisten. Die Sopranistin Eliská Minárová und Mezzosopranistin Monika Machovicová sowie Tenor Ondrej Benek und Bass Adam Born ließen bei dem Werk ihre ausgebildeten Stimmen erklingen und gaben der Aufführung eine besondere Note. Dvoráks farben- und klangschöne Orchesterversion seiner Messe, die aufgrund der hohen Aufführungskosten selten gespielt wird, war für das Schönseer Publikum ein wahrer Höhepunkt.

Mit zwei Teilen aus der Kantate „Der Stern von Bethlehem“ des Lichtensteiner Komponisten Josef Gabriel Rheinberger beendeten die rund 70 Musiker das bemerkenswerte Konzert, das einen Tag später im Kloster Speinshart noch einmal aufgeführt wurde. Nach lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen sorgte Kirchenmusiker Hubert Reimer an der Orgel beim gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür“ für den adventlichen Ausklang.

Weitere Information zu den Veranstaltungen des Fördervereins gibt es hier

Zwei Solistinnen und zwei Solisten aus Tschechien, die mit vielen Preisen ausgezeichnet sind, bereicherten mit ihren ausgebildeten Stimmen das Konzert.
Kirchenmusiker und Motor des Fördervereins, Hubert Reimer, für Kirchenmusik sorgte mit dem gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür“ für den adventlichen Ausklang.

 

 

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