Schönsee
04.11.2022 - 14:04 Uhr

Alt hinein, jung heraus: Eine Neuauflage der Altweibermühle am Faschingssonntag

Da in diesem Jahr die legendäre Altweibermühle in Schönsee der Pandemie zum Opfer fiel, kamen nun alle Vereinsvorstände zusammen, um die – eigentlich alle zehn Jahre stattfindende – Tradition im kommenden Jahr 2023 nachzuholen.

Verspricht wieder ein Spektakel zu werden: Die Altweibermühle. Archivbild: mmj
Verspricht wieder ein Spektakel zu werden: Die Altweibermühle.

Federführend ist die Feuerwehr Schönsee, die die Organisation der Altweibermühle übernimmt und gemeinsam mit der Stadt und den Vereinen auch aus der kommenden Veranstaltung wieder ein richtiges Spektakel machen will.

Um die wichtigsten Informationen zur bisherigen Planung vorzustellen und zu eruieren, welche Vereine sich an dem besonderen Faschingsevent beteiligen möchten, waren die Vorstände aller Vereine aus der gesamten VG Schönsee in den Gasthof Haberl eingeladen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Zuerst ergriff Bürgermeister Reinhard Kreuzer das Wort. Eine etwa hundert Jahre alte Tradition fordere, dass alle zusammenhelfen, so das Stadtoberhaupt. "Jeder Wagen zählt“. Schon vorab bedankte er sich bei der Feuerwehr und den Vereinen für das Engagement, bevor er das Wort an Xaver Bayer, den Vorsitzenden der Schönseer Feuerwehr übergab.

Bayer skizzierte das geplante Faschingswochenende. Laut Bayer sei traditionell zwei Wochen vorher ein Casting geplant, um die schönsten jungen Mädchen zu finden, die die Altweibermühle nach der Verjüngungskur zum Vorschein bringen kann. Für den „naschen Pfinsta“ ist geplant, den Fasching auszuackern. Freitag geht es – ebenso gemäß der Tradition – nach Stadlern zum Ball, sofern dieser stattfindet. Am 18. Februar, dem Faschingssamstag, findet dann der eigene Ball der Feuerwehr in Schönsee statt. Sonntag, 19. Februar, ist der große Tag des Altweibermühlen-Spektakels, der bekannte Kinderfasching wurde zugunsten der Mühle auf Rosenmontag verlegt und am Faschingsdienstag muss der ausgeackerte Fasching natürlich wieder eingegraben werden.

Auch ein Überblick über die bisher geplanten Details des Faschingsumzugs selbst durfte nicht fehlen. So kann man sich derzeit schon auf eine musikalische Begleitung durch die Grenzlandblaskapelle Dietersdorf und die Blaskapelle Weiding freuen. Die auf den Umzug folgende Feier soll, wenn möglich, am CeBB-Gelände stattfinden.

Für die Vereine besteht die Möglichkeit, sich mit einem Wagen oder Fußgruppen am Umzug zu beteiligen. Dies sollen nun die Vereine intern klären und sich binnen vier Wochen bei Xaver Bayer rückmelden. Auch die nötige TÜV-Abnahme der Mottowägen wird von der Feuerwehr organisiert. Xaver Bayer offerierte den teilnehmenden Vereinen auch die Möglichkeit, entlang des Umzugs Verpflegungsstände aufzubauen, um einen Teil der Unkosten wieder zu decken.

Und natürlich stehen noch jede Menge Dinge auf der To-Do-Liste, die abgearbeitet werden müssen: sei es die Organisation und Vorbereitung der Parkplätze, Straßensperren und die entsprechenden verkehrsrechtlichen Voraussetzungen, versicherungstechnische Abklärungen oder Gaststättenbewilligungen, um nur einiges zu nennen. Denn schließlich hofft man auf mindestens 10 000 Gäste.

Das Gros der Vereinsvorsitzenden sah es als beste Lösung an, anstatt Eintritt – wie gehabt – eine Unkostenbeteiligung in geringer Höhe im Publikum einzusammeln. Auch über die Tatsache, dass alte, kleine Bulldogs als Zugwagen schöner anzuschauen sind, als moderne Zugmaschinen mit Übergröße, herrschte Einklang. Zu bedenken seien bezüglich der Wagengröße auch die Engstellen entlang der Umzugsmeile.

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