10.01.2020 - 09:37 Uhr
SchönseeOberpfalz

Für die Sicherheit bestens ausgestattet

Als Hilfs- und Rettungsorganisation sind die Aktiven der Stützpunktfeuerwehr Schönsee ständig in Rufbereitschaft. Fast zum Alltag gehören für sie Übungen und Lehrgänge. Und auch im Vereinsleben zeigen die Mitglieder kräftig Flagge.

Dank ihrer Ausbildung und Übungen sind die Aktiven der Schönseer Wehr für die verschiedenen Einsatzszenarien gewappnet. So wie hier, als eine technische Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall zwischen Auto und Häcksler erbracht werden musste.
von Ludwig HöcherlProfil

"Gemeinsam viel unterwegs sein", war die Devise der Feuerwehrangehörigen bereits in den ersten Monaten des vergangenen Berichtsjahres, über das Vorsitzender Xaver Bayer bei der Generalversammlung informierte. Er erinnerte er nicht nur an den gut besuchten eigenen Faschingsball, sondern auch an die Besuche weiterer solcher Veranstaltungen in der Umgebung.

Ebenso brachten sich die Mitglieder bei der Aktion "Saubere Landschaft", beim Seefest und im Ferienprogramm der Stadt ein oder legten beim Bürgerschießen des Schützenvereins an. Den Florianstag in Gaisthal sowie Jubiläen und Termine anderer Vereine hatte die Wehr ebenfalls im Kalender. Höhepunkte im Vereinsjahr waren der Aufmarsch als Patenverein beim Jubiläum der Feuerwehr Stadlern, sowie die Patenbitten der Gaisthaler und Weidinger Feuerwehrleute für ihre Gründungsfeste.

Über Einsätze, Übungen, Lehrgängen und Leistungsabzeichen gab Kommandant Hubert Flöttl umfassend Bericht. 35 Mal schlug der Funkwecker bei den Aktiven zu Alarmierungen an. Die 14 Brandeinsätze reichten von einem Pkw- und Hausbrand im Schönseer Ortsbereich bis zu Alarmierungen in die Nachbarlandkreise Landkreis Neustadt/WN und Cham. Wertvolle Dienste leistete die Wehr dabei mit dem Drehleiterfahrzeug und ihren Atemschutzträgern.

Für technische Hilfeleistung wurden die aktive Truppe unter anderem zur Entfernung von Bäumen über Fahrbahn, wie auch zur Tragehilfe als Unterstützung des BRK oder zur Türöffnung angefordert. Aus der Statistik erwähnte Hubert Flöttl ferner über 10 000 Kilometer Fahrleistung mit den vier Fahrzeugen. Die Wehr zählt 43 Aktive, davon haben 32 die Ausbildung als Atemschutzträger. Die Prüfung zum Leistungsabzeichen "Wasser" bewältigten 17 Dienstleistende, sie erhielten diese Plakette von Bronze bis Gold-Rot überreicht. In 37 Übungen vertieften die Teilnehmer in Theorie und Praxis ihre Kenntnisse, ferner nahmen Aktive an verschiedenen Lehrgängen an der Feuerwehrschule teil.

Für Jugendwart Tobias Süß war das Zeltlager der Feuerwehrjugend des Landkreises am Festplatz mit über 400 Teilnehmern das größte Ereignis im vergangenen Jahr. Im Nachwuchs der Schönseer Wehr sind 24 Jugendliche (16 Buben, 8 Mädchen) aktiv, die sich verschiedenen Ausbildungsmaßnahmen stellten. In den Versammlung wurden Lukas Blassl, Jonas Lehner und Tobias Eichstetter in die Reihe der Aktiven verabschiedet.

Siegfried Hammerer berichtete über die Veranstaltungen des Seniorenstammtisches während der vergangenen zwölf Monate. Besonders freute sich der Ehrenkreisbrandrat über die große Anzahl der Jugendlichen bei der Versammlung, die damit ihr Interesse an der Zukunft der Wehr zeigen. Alle Redner würdigten das hervorragende Miteinander zwischen Jung und Alt, in Vorstandschaft sowie Verwaltungsrat und sprachen ihren Dank an die Stadt für die Zusammenarbeit und Unterstützung aus.

"Feuerwehr und Stadt ergänzen sich bei verschiedenen Anlässen in der Gesellschaft", dankte Birgit Höcherl. Die Bürgermeisterin lobte das Engagement der Jugend und stellten den Aktiven ein Lob für die Bereitschaft zur Weiterbildung aus. Sie freute sich nicht nur über den künftig sehr guten Stand der Ausrüstung, sondern auch über das Engagement der Frauen und Männer, die stets zu ihrer Feuerwehr stehen.

"Bei Euch läuft alles rund” meinte Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner und zollte allen Feuerwehrleuten Respekt für ihre Mitarbeit. Besonders freute er sich über die tadellose Zusammenarbeit aller Feuerwehren im östlichsten Teil seines Zuständigkeitsbereichs.

Eigenanteil fürs Fahrzeug:

Im Blickpunkt auf eine Ersatzbeschaffung für das 30 Jahre alte Löschfahrzeug informierte Kommandant Hubert Flöttl, dass es für die Aufgaben der Wehr eher sinnvoll sei, einen Logistik-Gerätewagen mit entsprechender Ausstattung zu erwerben. Diese Meinung der Vorstandschaft wurde seitens der Stadt befürwortet, weswegen Flöttl die Stützpunktwehr für die Zukunft bestens ausgerüstet sieht. Einstimmig genehmigten die Mitglieder den Vorschlag des Verwaltungsrat, 30 000 Euro Eigenanteil zu den Anschaffungskosten beizusteuern. Das Gremium wolle mit diesem Zuschuss der Bevölkerung als Dank für die Unterstützung beim Gründungsfest im Jahr 2017 "etwas zurückgeben". (mmj)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.