(ptr) Im weiteren Verlauf der Stadtratssitzung lag ein Antrag der zwei Dietersdorfer Stadtratsmitglieder (Josef Eibauer und Reinhard Kreuzer) vor. Hier ging es um die Erschließung von Gewerbeflächen im Schönseer Nordwesten sowie der rückwärtigen Erschließung des Irlbacher-Betriebsgeländes bzw. Schulgeländes von der Eslarner Straße aus. Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner verlas das Schreiben der Freien Wählergruppe Schönsee-Ost. Er wies aber gleich darauf hin, dass die Flächen-Diskussion in nichtöffentlicher Sitzung behandelt werde.
Begründet wurde der Antrag damit, dass die Wählergruppe die Diskussion der letzten Monate als nicht zielführend betrachte. Entweder sehe sich der Rat konfrontiert mit Wohnbebauung, zu starker Abschüssigkeit vom Gelände oder dem Unwillen zum Verkauf von Grundbesitz an die Stadt. Die möglichen Gewerbeflächen würden keine übermäßige Hangneigung aufweisen und lägen auch in keiner Naturpark-Schutzzone, wurde festgestellt. Einziges Manko sei, dass die Flächen nicht im Besitz der Stadt sind. Die rückwärtige Erschließung von Hauptschule/Irlbacher hätte viele Vorteile.
Außenbereich?
Zum einen sei der Verkehr zur Schule als ein "Nadelöhr" am Limit und könnte durch eine weitere Zufahrt von der Eslarner Straße her entlastet werden. Auch die Firma Irlbacher mit über 600 Mitarbeitern und dem Lieferverkehr müsse logistische Herausforderungen meistern. "Die finanzielle Belastung für die Gemeinde könnte über Förderprogramme für regionale Wirtschaftserschließung erheblich gemildert werden", hieß es im Antrag vom 20. März 2018.
Bürgermeisterin Birgit Höcherl verwies auf eine abweisende Auskunft durch das Landratsamt im Jahr 2017 zwecks dem Problem "Außenbereich". Man könne jedoch eine Ausnahmegenehmigung bei der Landesentwicklungsbehörde beantragen. "Das Vorhaben erweist sich als äußerst schwierig. Aber wir werden dranbleiben und es nicht in der Schublade verschwinden lassen", versprach Höcherl.
Trotzdem kam es zu polemischen Vorwürfen von der Freien Wählergemeinschaft in Richtung CSU-Fraktion und zurück. Enthalten war ein "Ausflug" in die Landespolitik und auch der Frage, wer in Schönsee in den letzten 40 Jahren etwas "verschlafen" hat oder nicht, wurde nachgegangen. Bürgermeisterin Birgit Höcherl führte die Diskussion wieder auf die Sachebene zurück und stellte klar: "Eine so kleine Kommune muss über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten, um etwas nach vorne zu bringen!" Sie erinnerte an zwei Klausursitzungen in 2018, in der viele Themen sehr konstruktiv behandelt worden seien. Auch Josef Eibauer war verärgert über den Verlauf der Diskussion: "Mit dem Antrag geht es uns um eine Problemlösung und nicht darum, dass wir uns gegenseitig zerfleischen und an die Gurgel gehen."
Die Protokolle der öffentlichen Sitzungen vom 12. und 19. Juni wurden einstimmig genehmigt. Unter dem Punkt Informationen gab Jeitner bekannt, dass in nichtöffentlicher Sitzung ein Toyota Hillux für den Bauhof angeschafft wurde. Christian Weinfurtner berichtete von einem Elternbrief des Kindergartens, dass der Umzug ins Ausweichquartier abgeblasen wurde. Dieser hätte planmäßig in den Sommerferien stattfinden sollen. "Die Voraussetzungen dafür sind nicht geschaffen", meinte die Bürgermeisterin dazu, wobei dies nicht an der Stadt oder dem Architekten liege. Letzterer gab in der nichtöffentlichen Sitzung nähere Erläuterungen zum geplanten Kindergarten-Neubau.
Hohe Kosten
Auch der Bauplan des Jugend- und Musikclubs Schönsee wurde im nichtöffentlichen Teil besprochen. Vorher lobte Peter Pfaffl das Engagement der Mitglieder und sprach die Spendenaktion des JMC an. Wegen Einsturzgefahr musste der Club das Band-Haus und die Bühne am Open-Air-Gelände abreißen. Der Neubau verursache hohe Kosten, die mit dem Eigenkapital des Vereins nicht abzudecken seien.
Damit Geld hereinkommt, werden Luftbilder von Grundstücken, Wäldern und Wiesen oder anderer Objekte angefertigt. Auf Anfrage sind beispielsweise Abzüge auf Leinwand oder als Poster im Rahmen möglich. Näheres unter Telefon 0151/41404077 oder groetsch.fabi[at]gmx[dot]de.












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