13.06.2018 - 17:22 Uhr
SchönseeOberpfalz

Haushaltsansätze mit Fragezeichen

Der Stadtrat wartet auf die Förderzusage für den Umbau der ehemaligen Hauptschule und für das WSV-Funktionsgebäude. Erst dann werden die Projekte konkret. Für den Kindergarten sind knapp eine Million Euro eingeplant. Auch hier dauert es.

Die Neugestaltung des Areals Hauptstraße 2 wird sich nach dem Abriss des alten Schulhauses noch eine Weile hinziehen. Den Zeitplan stellt Architekt Christian Schönberger in der Sitzung am 19. Juni vor.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

(ptr) Der Vermögenshaushalt mit dem Ansatz für 2018 und der Finanzplanung von 2019 bis 2021 wurde Punkt für Punkt durchgesprochen. Für Anschaffungen der Feuerwehren ist ein Haushaltsansatz von 24 400 Euro vermerkt. Der Ansatz in 2019 für den Klöppeltrafo wurde diskutiert und beibehalten (Beratung in der Sitzung am 19. Juni).

Für den Neubau des Kindergartens beläuft sich der Eigenanteil der Stadt auf 918 000 Euro (2018 bis 2020). "Schwierig, sehr schwierig", beschrieb Bürgermeisterin Birgit Höcherl den aktuellen Sachstand. Näheres erfahren die Räte nächste Woche. Obwohl der Architekt die Ausschreibung noch nicht starten darf, ist der Umzug in das Ausweichquartier in den großen Ferien geplant. Die Bodenplatte soll noch heuer gesetzt werden, um den Einzugstermin im September 2019 halten zu können. "Es ist ein Drama. Die Stadt ist halt nicht der Bauherr", meinte Dritter Bürgermeister Josef Höcherl. Für das Funktionsgebäude am Nordic-Sportzentrum in Schwand liegt noch keine Förderzusage vor; die Ausgabe wurde für 2019 eingestellt. Die auf die Jahre 2017 bis 2019 ausgelegte Investition in die Freizeitanlage Moorbad mit Spiel- und Mehrgenerationenplatz sowie Instandsetzung des Funktionsgebäudes soll nach einstimmigen Beschluss bereits heuer fertiggestellt werden - falls die Baufirma dazu in der Lage ist. Die 30 000 Euro für den Wasserspielplatz wurden deshalb nach 2018 verschoben. Ein Lob der Bürgermeisterin gab es für Josef Eibauer als Vorsitzenden des neuen Vereins Lebensraum Schönseer Land (LSL), der am Wochenende die Bewirtung im Kiosk am Moorbad ehrenamtlich stemmt. Montag, Mittwoch und Donnerstag übernehmen bei Badewetter die Indienhilfe, Nachbarschaftshilfe und Gruppe Impuls. Die Einnahmen werden gespendet.

Durch geschicktes Verhandeln ist es gelungen, dass der Neubau des Rad- und Wanderweges (2019) zwischen Dietersdorf und Stadlern nur mit dem Grunderwerb (5000 Euro) zu Buche schlagen wird. Bei den Ausgaben in 2018 und 2019 ist die GVS Weberhäuser-Friedrichshäng vertreten, sowie der Breitbandausbau. Neu aufgenommen wurde auf Anregung von Josef Eibauer ein Haushaltsansatz von 200 000 Euro in 2019, um Flächen für Gewerbe ankaufen zu können. Noch Diskussionsbedarf gibt es für die Neugestaltung des Areals "Zäch-Anwesen" in der Weidinger Straße 4. Je nachdem was gemacht wird, verbleiben 80 000 bis 300 000 Euro als Eigenanteil bei der Stadt. "Es schaut unmöglich aus", lautete das Statement zum Areal "ehemalige Schule" unterhalb der Kirche. Nächste Woche wird der Architekt den Zeitplan vorstellen.

Die ehemalige Hauptschule soll in 2019/2020 zu einem Kultur-, Kongress- und Informationszentrum Schönseer Land umgebaut werden. Dafür steht ein Zuschuss von 70 Prozent in Aussicht. "Das Projekt wird nur verwirklicht, wenn wir die Förderung erhalten", betonte die Bürgermeisterin. Im Juli fällt der Stadtrat die Entscheidung. "Es ist die einzige Örtlichkeit für die großen Veranstaltungen der Vereine", gab Höcherl zu bedenken. Die Beschlüsse für Haushaltsplan und -satzung sowie die Finanzplanung bis 2021 fielen jeweils einstimmig aus.

Für das ehemalige Zäch-Gebäude und den Platz an der Weidinger Straße 4 gibt es mehrere Vorschläge. Hier besteht noch Diskussionsbedarf im Stadtrat.

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