03.11.2020 - 13:43 Uhr
SchönseeOberpfalz

Das Image von Schönsee aufpolieren

Eine Kampagne soll die Stadt Schönsee als attraktives Wohnumfeld präsentieren. Dieser Antrag wird im Stadtrat ebenso positiv gesehen, wie der Wunsch auf Einbindung der Bürger bei der Namenssuche für das Bauprojekt "Weidinger Straße 4".

Diese Luftaufnahme per Drohne zeigt die reizvolle Lage der Stadt Schönsee. Im Stadtrat wurde ein Antrag (Bürgerliste Miteinander) für eine Imagewerbung positiv aufgenommen. Abgeklärt werden soll, ob sich auch die beiden VG-Gemeinden daran beteiligen wollen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Auf der jüngsten Stadtratssitzung lag ein Antrag der Bürgerliste Miteinander zum Thema "Imagewerbung für die Stadt Schönsee" vor. Die beiden Unterzeichner, Josef Eibauer und Bernhard Wild, verbanden damit den Wunsch, dass zur Finanzierung im Haushaltsjahr 2021 Mittel von circa 5000 Euro bereit gestellt werden.

Zuzug erhöhen

In der Begründung wurde darauf verwiesen, dass sich einige Nachbargemeinden, wie beispielsweise Eslarn, mit ihrem Außenauftritt der modernen Medienlandschaft anpassen und sich attraktiv präsentieren. "In der Stadt Schönsee fehlt dies bisher", stellte Josef Eibauer bei der Vorstellung des Antrages im Gremium fest und betonte: "Von einem gut gemachten Auftritt nach außen, eingeschlossen einer generalüberholten Internetseite, profitieren wir als Bürger in doppelter Hinsicht." Denn erstens vermittle dies eine gemeinsame Identität und positive Einstellung gegenüber dem Heimatort, und zweitens könne durch eine geschickte Positionierung in sozialen Netzwerken auch das Interesse an einem Zuzug gesteigert werden.

Mit unserem Vorschlag möchten wir die Darstellung der Stadt ein kleines Stück voranbringen. Es wird Zeit für ein Wir-Gefühl nach innen und nach außen.

Stadtrat Josef Eibauer zum Antrag für eine Imagewerbung

Laut Eibauer müsse das Vorhaben nicht teuer sein. "Es gibt viele Bürger, die mit Film- und Videokameras gut umgehen können und Bildmaterial beisteuern könnten." Er denke dabei an Aufnahmen im Jahresverlauf, um zu zeigen, wo die Stärken der Stadt sind. Für die passende Präsentation sollte allerdings die Erfahrung von Profis genutzt werden. "Mit unserem Vorschlag möchten wir die Darstellung der Stadt ein kleines Stück voranbringen. Es wird Zeit für ein Wir-Gefühl nach innen und nach außen", bekräftigte Eibauer. Zu oft seien Streitigkeiten im Fokus der Aufmerksamkeit gestanden. "Soll der Außenauftritt die Stadt alleine oder die gesamte VG zeigen?", fragte Andreas Hammerer in der Diskussion nach. Stephan Irlbacher warf ein, dass er dies etwas zweigeteilt sehe. Christian Weinfurtner regte an, das Vorhaben gemeinsam mit der Touristinfo zu beraten.

In der Stadtratssitzung lag ein Antrag zur Verschönerung des Kurparks vor

Schönsee

"Wir werden von der Stadt einen Antrag an die VG stellen, ob sich die beiden Gemeinden beteiligen wollen", erklärte Bürgermeister Reinhard Kreuzer. Anschließend wolle man sich im Tourismusausschuss zusammensetzen und die Vorgehensweise besprechen. Antragsteller Josef Eibauer zeigte sich mit dieser Vorgehensweise einverstanden, stellte aber klar: "Wir sollten den Winter für die Vorbereitung der Imagewerbung nutzen, um dann nächstes Jahr bei der Haushaltsaufstellung Daten zu haben."

Rathaus länger öffnen

Stadtrat Andreas Hammerer hatte einen Antrag auf Änderung der Öffnungszeiten des Rathauses und für eine Bürgerbeteiligung bei der Namensfindung für das ehemalige Zäch-Anwesen eingebracht. "In meinen Augen ist die Verwaltung auch Servicedienstleister am Bürger. Leider spiegeln die Öffnungszeiten dies meiner Meinung nicht vollumfänglich wider." Denn berufstätigen Bürgern sei es aktuell schwer, ohne Urlaub ihre Verwaltungsangelegenheiten erledigen zu können. Denn trotz dem neuen Onlineangebot, gebe es viele Angelegenheiten, die einer persönlichen Vorstellung bedürften.

Sein Vorschlag zur Einreichung bei der Verwaltungsgemeinschaft, lautete darauf, einen wöchentlichen Behördentag mit festem Zeitrahmen anzubieten. Dafür könne man eventuell jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ins Auge fassen. Dieses Zeitfenster sollte aber nur für vorher mit der Verwaltung abgesprochene Termine (mindestens einen Tag vorher) geöffnet sein. "Es gibt jetzt schon Termine außerhalb der Dienstzeit. Das hat immer ohne große Probleme funktioniert", stellte VG-Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner fest. "Ein fester Tag ist sicher für alle besser zu planen", warf Bärbel Placke ein, was auch weitere Stadträte so sahen. Hans Pfistermeister gab zu bedenken, dass mit längeren Öffnungszeiten Überstunden aufgebaut werden, was eventuell nicht unproblematisch sei.

"Wir können das nur über die VG regeln. Die Stadt Schönsee ist nicht Personalherr", sagte Bürgermeister Reinhard Kreuzer. Er werde das Thema Rathaus-Öffnungszeiten in der nächsten VG-Sitzung ansprechen. Anschließend werde er den Punkt noch einmal auf die Tagesordnung des Stadtrates setzen.

Im zweiten Teil des Antrages von Andreas Hammerer ging es um die Namensfrage für das Bauprojekt in der Weidinger Straße 4 (ehemaliges Zäch-Haus), welches auf der Zielgeraden sei. Er wolle die Bürger in die Namensfindungsphase einbinden und schlug das Internet-Tool "Mentimeter" vor. Damit könnten anonym Vorschläge an das Rathaus übersandt werden. Stephan Irlbacher führte an, dass er das Tool kenne und als gut befinde.

"Wir machen damit vier Wochen lang eine grundlegende Namensfindung und dann gehen wir in eine weitere Abklärung", schlug der Bürgermeister vor. Die Räte zeigten sich mit diesem Vorgehen einverstanden.

Das Bauprojekt an der Weidinger Straße 4 (ehemaliges Zäch-Haus) ist fast fertig. Bei der Namenssuche sind die Bürger gefragt.
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