Was junge Menschen über ihre Heimat Schönsee denken

Schönsee
02.08.2022 - 09:40 Uhr
Den Abiturienten-Empfang will Bürgermeister Reinhard Kreuzer zur Tradition machen. Im Bild Bürgermeister Kreuzer mit den beiden Abiturientinnen Julia Ostermeier und Laura Fischer.

Bürgermeister Reinhard Kreuzer hat im vergangenen Jahr damit begonnen, die Abiturienten aus dem Schönseer Raum einzuladen. Zum einen ein Zeichen der Wertschätzung, zum anderen eine Gelegenheit, um etwas über ihre beruflichen Perspektiven und ihre Sicht der Dinge zu kommunalen Angelegenheiten zu erfahren.

Heuer bestanden vier Schönseer die Reifeprüfung am Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasium. Laura Fischer und Julia Ostermeier kamen ins Zächhaus zu Häppchen und Sekt. Sie erhielten auch eine kleine Aufmerksamkeit der Stadt. Wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor geht, planen Laura Fischer und Julia Ostermeier ab Oktober ein Dualstudium zur Diplomrechtspflegerin. Auf das Abitur soll eine Ausbildung folgen und das Studium dann auf den praktischen Erfahrungen aufbauen. Kreuzer bat die Abiturientinnen ihre Meinung zu den kommunalen Geschehnissen zu äußern, auch die negativen Aspekte anzusprechen, "ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen".

Fischer und Ostermeier fanden das Angebot für Kinder und auch für Erwachsene in Schönsee sehr gut, aber für die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei sehr wenig geboten. Einen Treffpunkt würden sie sich wünschen, bei dem möglichst alle jungen Leute aus der ganzen Gemeinde, also aus allen Ortsteilen, zusammenkommen können. Bürgermeister Kreuzer betonte, dass zwar Örtlichkeiten vorhanden wären, die man entsprechend gestalten könnte. Lediglich an Freiwilligen fehle es, die die Aufsicht über den Jugendtreff und die Verantwortung übernehmen würden. Die Abiturientinnen wollen jetzt ihre Fühler ausstrecken, wer ein solches Amt übernehmen möchte. Ein weiterer Kritikpunkt sind die mangelnden Möglichkeiten zum "Mädchen-Sport".

Von einigen Perspektiven der Stadt Schönsee sind sie recht angetan, sei es das angedachte Café am vorgesehenen Altenheim, den geplanten bezahlbaren Wohnraum und auch die Anlage für Senioren selbst. Schulpolitische Sachverhalte waren ebenfalls Diskussionsgegenstand der kleinen Runde, beispielweise das Fehlen praxisorientierter Fächer, wie das Erlernen des Zehn-Finger-Schreibsystems. Bürgermeister Reinhard Kreuzer wünschte Laura Fischer und Julia Ostermeier alles Gute für die Zukunft und bat sie, ihre Wurzeln, ihre Heimat nicht zu vergessen.

 
 

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