30.01.2019 - 15:03 Uhr
SchönseeOberpfalz

In Kirchenmusik-Kreisen hat Schönsee einen guten Namen

Seit mittlerweile elf Jahren gibt es den Förderverein für Kirchenmusik. Über 30 bisher organisierte Konzerte haben der Organisation einen hervorragenden Ruf beschert. Auch im Vorjahr sind Akzente im Kulturangebot der Region gesetzt worden.

Der Auftritt des Ensembles "Cantabile", das zu den besten Laienchören Bayerns zählt, ging beim Förderverein für Kirchenmusik als einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres ein.
von Hans EibauerProfil

Der gute Klang der Sandtner-Orgel, das Engagement der Verantwortlichen im Fördervereins für Kirchenmusik der Pfarrei St.Wenzeslaus und die zuvorkommende Betreuung der auftretenden Künstler spricht sich herum. In seinem Bericht in der Jahreshauptversammlung stellte Vorsitzender Hubert Reimer die vielen Anfragen von Musikern und Ensembles aus ganz Deutschland heraus, die in Schönsee ein Konzert geben möchten.

„Unsere Arbeit und der Wert unseres Engagements werden weit und breit bewundert und überregional wahrgenommen. Unser Gästekreis bei Konzerten kommt aus einem großen Einzugsbereich.“ Dies spiegle sich auch in den beiden Konzerten des vergangenen Jahres wider: Im April – beim 31. Konzert des Fördervereins – war Domorganist Ludwig Ruckdeschel aus Passau zusammen mit den Kirchenchören Schönsee und Oberviechtach aufgetreten, im Oktober gastierte mit dem Ensemble „Cantabile" einer der besten Laien-Chöre Bayerns. Aus den Konzerten ergeben sich oft Kontakte, die für Mitglieder und Freunde der Kirchenmusik in Freundschaften und unvergesslichen Erlebnissen münden. Hier erwähnte Reimer die Einladung von Domorganist Ruckdeschel zur Gottesdienstgestaltung im Dom zu Passau.

Unsere Arbeit und der Wert unseres Engagements werden weit und breit bewundert und überregional wahrgenommen.

Hubert Reimer, Vorsitzender des Fördervereins für Kirchenmusik

Hubert Reimer, seit der Gründung Vorsitzender und treibende Kraft des 77 Mitglieder starken Vereins, ging in seinem Tätigkeitsbericht auch auf die Situation der Kirchenmusik in der Diözese ein, die Lösungen für fehlende Organisten und Kirchenchorleiter sucht. Um gegenzusteuern, sei die schrittweise Aufstockung von jetzt zwei Regionalkantoren auf weitere drei und später acht in allen Regionen des Bistums geplant. Diese sollen für die Kirchenmusik Nachwuchs gewinnen und ausbilden.

Ob diese richtige, aber auch kostenintensive Linie das Eindringen des digitalen Zeitalters in die musikalische Gottesdienstgestaltung verhindern könne, werde sich zeigen. Dass der Pfarrer im Gottesdienst bei fehlendem Organisten eine Eingabetaste am Altar drückt und die Orgel per digitalem Befehl ein Kirchenlied von selbst spielt, sei keine Fantasie, sondern schon Wirklichkeit und auf dem Vormarsch, beschrieb Reimer. Für Pfarreien wie Schönsee wäre es die schnellste Hilfe, wenn Eltern zustimmen, talentierte Jugendliche zu D-Kursen an die Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg zu schicken.

Programm 2019:

Beim 33. Konzert des Fördervereins am 19. Mai treten acht Musikgruppen aus dem Schönseer Land auf. Für das 34. Konzert am 13. Oktober steht eine festliche Trompetengala im Programm. Mit Paul Windschüttl, Sepp Bierlmeier und Mathias Achatz wurden dafür herausragende Trompeter gewonnen, die Norbert Düchtel an der Orgel begleitet. Auch die Planungen für 2020 und 2021 sind bereits in vollem Gange. Der Wunsch von Vorsitzendem Hubert Reimer wäre es, in einem der beiden Jahre wieder eines der großen deutschen Chorensembles für ein Konzert nach Schönsee zu holen. (eib)

Desweiteren schilderte Reimer die umfangreiche organisatorische Arbeit, die mit der Veranstaltung von zwei oder drei Konzerten im Jahr verbunden ist. Hochkarätige Ensembles hätten ihren Preis, der nur über viele Besucher zu finanzieren sei. Deshalb lege der Verein großes Augenmerk auf aktuelle Information und gutes Marketing. Dies gelinge Dank der eigenen Homepage mit über 100 000 Aufrufen seit 2011, durch intensive Presseunterstützung, der Veröffentlichung der Termine auf den Webseiten von Stadt, Landkreis und des Centrum Bavaria Bohemia sowie und dem Netzwerk aus Konzertfreunden, die ihre Begeisterung weitertragen.

Das angesammelte Finanzpolster diene als Rückhalt bei hohen Gagen. Der Vorsitzende betonte, dass der Förderverein mit Benefizkonzerten die Pfarrei unterstützt. In diesem Jahr fließen die Erlöse der beiden Konzerte in die bevorstehende Renovierung der Stadtpfarrkirche Schönsee. Dieser Einsatz werde von Pfarrer Wolfgang Dietz und der Kirchenstiftung sehr geschätzt.

Um die künftigen Vorhaben und Konzertplanungen zu schultern, setzt der Förderverein weiterhin auf großen Gemeinschaftsgeist. Dieser sei reichlich vorhaben, stellte Reimer, nach Dankesworten an kommunale, kirchliche, kulturelle und private Unterstützer, fest. Sein Fazit: "Kultur rechnet sich nicht, aber zahlt sich aus."

Weitere Informationen über den Verein

 

 

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