Mit der Aufwertung des Dorfweiherplatzes hat sich die Stadt Schönsee einem Projekt gewidmet, das Menschen und Natur gleichermaßen im Fokus hat. Um das Areal attraktiver zu machen, werde ein Bereich für Freizeit und Erholung sowie ein Bereich für Biodiversität geschaffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der Ideenumsetzung wurden Fachstellen hinzugezogen und Fördergelder beantragt. Nun nehme das Vorhaben Schritt für Schritt Gestalt an.
Maximale Förderzusage
Bürgermeister Reinhard Kreuzer und seine Amtskollegen Gerhard Maier und Josef Fleißer trafen sich mit dem ILE-Manager Christian Karl am neu errichteten Pavillon. ILE ist die Abkürzung für "Integrierte Ländliche Entwicklung". Auch Bauhofleiter Florian Ring und Hans Fischer als Projektbegleiter waren bei der Übergabe des ILE-Förderschildes in Rackenthal dabei. Das rund 22.000 Euro teure Kleinprojekt wird mit 10.000 Euro aus dem Regionalbudget 2026 der ILE Brückenland Bayern-Böhmen unterstützt. Damit erhielt die Stadt Schönsee die maximale Förderzusage. Die Förderung des Projekts erfolgt aus Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sowie aus Eigenmitteln der ILE.
Die Stadt plant darüber hinaus einen Platz für einen Mai- oder Kirwabaum, einen Grillplatz, eine Stromsäule sowie eine Ladesäule für E-Bikes mit Reparaturstation, um den Dorfweiherplatz noch attraktiver zu gestalten und einen Gemeinschaftsort für Wanderer, Radfahrer und die Dorfbevölkerung zu schaffen. In Zukunft werden Hinweistafeln über Radwegenetze, Dorfgeschichte und Biodiversität (Fauna und Flora) informieren.
Für die ökologische Aufwertung wurden die Feinplanungen kürzlich im Rathaus besprochen. Gemeinsam mit Markus Kurz, Mitarbeiter beim Verein Naturpark Oberpfälzer Wald, Oliver Paul von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf und ILE-Manager Christian Karl legten die Vertreter der Stadt Schönsee die weitere Vorgehensweise fest. Auch die Höhere Naturschutzbehörde, vertreten durch Maximilian Mandlinger und Julia Biegerl von der Regierung der Oberpfalz, brachte ihre Vorschläge und Forderungen mit ein.
Blühwiese und Obstbäume
Nach Absprache mit allen Fachstellen lautet der Plan, den Teich zu entschlammen und die Fläche als Blühwiese anzulegen. Zusätzlich werden Obstbäume gepflanzt, die über das Landschaftspflegeprogramm gefördert und durch einen Baumpaten betreut werden. In Übereinkunft mit Heidi Schmid vom Kreisgartenamt am Landratsamt Schwandorf hat man sich auf alte Obstbaumsorten festgelegt.
Für dieses Vorhaben wurden die Fördermittel bereits genehmigt: Das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz beteiligt sich mit 70 Prozent und der Verein Naturpark Oberpfälzer Wald mit 10 Prozent an den Kosten, dass eine 80-prozentige Förderung im Rahmen der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien generiert werden kann. Die Obstbäume werden sogar zu 100 Prozent gefördert. Als Ergänzung der Freizeit- und Erholungsfläche ist die Anschaffung einer Sonnenliege geplant. Hierfür soll eine Förderung aus dem Regionalbudget 2027 beantragt werden.







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