29.01.2020 - 08:32 Uhr
SchönseeOberpfalz

Mit Musik, Gesang und Tanz ins neue CeBB-Programmjahr

Die Paare drehen sich zur Schleudermazurka, der Klang von Dudelsack und Geige füllt den Saal. Flotte Tänzer, engagierte Musiker und ein tanzfreudiges Publikum zeichnen das Volkstanz- und Volksmusiktreffen im CeBB in Schönsee aus.

Die Böhmerwald-Dudelsackmusik ("Pošumavská dudácká muzika") eröffnete den Musik- und Tanzreigen unter der Leitung von Tomáš Spurný (links).
von Hans EibauerProfil

Gäste und Mitwirkende verbrachten beim 14. Bayerisch-Böhmischen Volkstanz- und Volksmusiktreffen einen kurzweiligen Nachmittag. Bei idealem Wetter für einen Sonntagsausflug füllte sich die historische Gewölbehalle des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) schnell mit Freunden von Volkstanz und bayerisch-böhmischen Klängen aus der ganzen Oberpfalz und dem Nachbarland. Schon bei der Begrüßung von CeBB-Leiterin Veronika Hofinger war schon fast kein Platz mehr frei an den eng aufgereihten Biertischgarnituren.

Gesang, Musik und Tanz begeisterten im weiteren Verlauf das Publikum. Die Böhmerwald-Dudelsackmusik ("Pošumavská dudácká muzika") eröffnete den musikalischen Reigen unter der Leitung von Tomáš . Mit seinen Überleitungen im badisch eingefärbten Deutsch eroberte er schnell die Herzen der Gäste. Des Rätsels Lösung für die überraschenden Sprachkenntnisse: Spurný ist schon 15 Jahre als freischaffender Musiker, Chorleiter, Solist und Musiklehrer im Breisgau tätig.

Dann füllte die Schönseer Volkstanzgruppe den Tanzboden. Sie hatte mit ihren sechs Paaren unter der Leitung von Monika Bayer, wie immer musikalisch begleitet von Martin Ebenhöch, ein Heimspiel. Die musikalischen Zwischenparts übernahmen „Die Z’s“. Das Trio der Familie Zilk mit Carolin an der Steierischen, Marina mit Akustikgitarre und Reinhard mit Baritonhorn und Kontrabass, sorgte mit ihrer Musik nach dem Motto "ziacha'd – zupfer'd – zünftig" für Stimmung im Saal und eine volle Tanzfläche.

Mehrmals wechselten sich die Gruppen ab. Die schon 1989 gegründete Böhmerwald-Dudelsackmusik musste anfangs gegen den Geräuschpegel in der Halle ankämpfen. Als von hinten laute „Ruhe“ kamen, waren die herrlichen Klänge von Dudelsack, Geige und Klarinette gut zu hören.

Die Schönseer Volkstanzgruppe, seit dem ersten Bayerisch-Böhmischen Volkstanz- und Volksmusiktreffen im Jahr 2007 dabei, zeigte mit achtzehn Tänzen ihr breites Repertoire. Nach dem Einzug der sechs Tanzpaare eröffneten sie den ersten Teil mit einer Schleudermazurka, dem Böhmerwaldlandler und dem Brucktaler. Dann die Sternpolka, bei der sie Gäste zum Mittanzen auf die Tanzfläche holten. Niemand aus dem Publikum gab dabei einen Korb, die Tanzschritte waren schnell gelernt. Auch in Runde zwei, drei und vier waren beim „großen Atlantik“, der Zigeuner- und der Krebspolka die Gäste zum Mittanzen eingeladen.

Tanzen und Zuschauen machten durstig und hungrig. Gabi Dlubal, zweite Vorsitzende des CeBB-Trägervereins Bavaria Bohemia, kümmerte sich mit ihren ehrenamtlichen Helfern und dem CeBB-Team um das leibliche Wohl der Gäste. Fast ausverkauft waren am späten Nachmittag die böhmischen Schmierkuchen, die hervorragend mundeten und die eine schon mehrfach für ihre Kolatschen ausgezeichnet Bäckerei nahe Stankov lieferte. Ein Dank zum Schluss galt auch dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der das Projekt "Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern-Böhmen" seit Jahren fördert.

Bei den drei "Z's" war die Tanzfläche immer voll
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