Schönsee
20.06.2018 - 17:56 Uhr

Planung mit Luftschloss

Der Stadtrat Schönsee hat viele Projekte vorberaten und in den Haushalt 2018 eingestellt. Nun geht es um die Details. Auch die Neugestaltung der Hauptstraße 2 (alte Schule) gehört dazu.

Es dauert noch etwa ein Jahr, bis der Platz unter der Pfarrkirche neu gestaltet ist. Der Stadtrat genehmigte am Dienstag die Planung des Architekten. Portner
Es dauert noch etwa ein Jahr, bis der Platz unter der Pfarrkirche neu gestaltet ist. Der Stadtrat genehmigte am Dienstag die Planung des Architekten.

(ptr) Eigentlich wünschte sich Architekt Christian Schönberger, dass sich die Stadträte in der Sitzung am Dienstag die Örtlichkeit anschauen. Denn er hatte etliche Markierungen zur besseren Verständlichkeit der geplanten Maßnahmen angebracht. Doch nachdem er die Ausführungen im Sitzungsraum schon sehr nachvollziehbar erklärte, erledigte sich der kurze Spaziergang. Der Gestaltungsplan wurde einstimmig genehmigt; der Förderantrag kann gestellt werden. Rund 475 000 Euro sind veranschlagt, wobei die Platzgestaltung mit den Stützmauern etwa 250 000 Euro kosten wird. Der schon im Winter erfolgte Abbruch der alten Schule ist mit 225 000 Euro bereits abgerechnet (Einsparung 25 000 Euro). Der Zuschuss durch die Städtebauförderung zur Gesamtmaßnahme beläuft sich auf 60 Prozent.

Die Kosten für die Verbreiterung der Staatsstraße trägt das Straßenbauamt Amberg-Sulzbach. Die Straße wird künftig 6 Meter breit sein, dazu kommt ein Gehsteig mit 1,50 Metern. „Es soll kein Parkplatz werden“, bekräftigte der Architekt. Die Kirche ist zwar jetzt sehr präsent, doch aus städtebaulicher Sicht wäre ein Gebäude schon sinnvoll. Als „Luftschloss“ ist ein Pfarrheim im Plan eingezeichnet. Stangen als Platzhalter wurden in der Sitzung noch als diskussionswürdig eingestuft. Das Gelände wird mit zwei vorgesetzten Bruchsteinmauern aufgefangen. Die 87 Meter lange Mauerabdeckung erfolgt mittels Granitstein oder Geländer. Für eine eventuell spätere „Kunst am Bau“ sind Granit-Stelen im Gespräch. Der Aufgang zur Kapelle und Kirche wird auf der rechten Platzseite mittels einer neuen Treppe möglich sein. Entlang der Straße führt eine Rampe in den Platz hinein. „Wir sollten uns alle Möglichkeiten offen halten“, gab Bürgermeisterin Birgit Höcherl zu bedenken. Die Stadträte stimmten zu.

Der Förderantrag soll im Juli und der Bauantrag im September gestellt werden. Damit könnte die Ausschreibung im November und ein Baubeginn im Frühjahr 2019 möglich sein.

 
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