24.09.2020 - 17:01 Uhr
SchönseeOberpfalz

Projekt "Aktivtreff" für Schönsee voranbringen

Die Schönseer Bürger und Vereine können am 1. Oktober die Nutzung der alten Turnhalle diskutieren. Dem Stadtrat liegt das überarbeitete Konzept vor. Auf der jüngsten Sitzung ging es um die SpVgg-Jugendförderung und um den "Nepomuk".

„Quo vadis Turnhalle?": Bei der Leerstandsbegehung mit Sebastian Bezold von der Regierung der Oberpfalz (links) blickten die Stadträte im Juli auch auf die ehemalige Hauptschulturnhalle. Am 1. Oktober sind nun die Bürger gefragt.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Bei der ersten Stadtratssitzung nach der Sommerpause kamen vor allem beim Punkt "Informationen" viele Themen auf den Tisch. Der Abend im Obergeschoss des CeBB startete mit zwei Anträgen von Josef Eibauer zur Tagesordnung. Er vermisste den Punkt "Situation in der Verwaltungsgemeinschaft" im öffentlichen Teil. "Wir müssen uns noch intensiv über Regularien innerhalb der VG auseinandersetzen", sagte Bürgermeister Reinhard Kreuzer, "aber jetzt steht erst mal an, dass wir uns um wichtige Projekte kümmern. Auch die Bürgermeister von Stadlern und Weiding sehen das so." Wie Kreuzer erklärte, habe er Eibauer bereits schriftlich geantwortet, und er werde auch im nichtöffentlichen Teil dazu Stellung nehmen. Der Antrag wurde zurückgezogen.

Ein zweiter Antrag betraf das geplante Seniorenzentrum. Eibauer machte den Vorschlag, das Thema öffentlich zu besprechen und nur die Vergabe der Machbarkeitsstudie, wie vorgesehen, im nichtöffentlichen Teil zu belassen. "Wir müssen erst die Studie abwarten, denn wir brauchen Fakten, bevor wir diese in einer eigenen Sitzung diskutieren können", meinte Kreuzer. Nach einer Kritik Eibauers an der Reihenfolge des Prozesses, stellte der Bürgermeister klar, dass es in der von der Regierung geforderten Machbarkeitsstudie einzig und allein nur um die Frage gehe, ob die gleiche Anzahl von Betten und Bewohner - wie vom Investor für den Standort "Alte Säge" vorgegeben - auch in der Innenstadt möglich ist. "Die Vergabe muss nichtöffentlich erfolgen", stellte Geschäftsstellenleiter Matthias Jeitner fest.

Die Stadt Schönsee und das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)

Schönsee

Zuschuss für Jugendfußball

Von der SpVgg Schönseer Land lag ein Antrag zur Jugendförderung vor. Wie angeführt, wurde im Bereich Jugend eine Spielgemeinschaft mit dem SV Pullenried geschlossen. So konnten für die Saison 2020/2021 vier Mannschaften (C-, D-, E- und F-Jugend) zum Spielbetrieb gemeldet werden. Derzeit sind bei der SpVgg 32 Kinder und Jugendliche aus dem Schönseer Land aktiv (21 Stadt Schönsee, 7 aus Stadlern und 4 aus Weiding). "Das wären 1260 Euro. Ich befürworte den Antrag und stelle diesen zur Debatte", sagte Kreuzer. Das Gremium entschied einstimmig und ohne Wortmeldung, die Förderung von 5 Euro je Kind/Jugendlicher pro Monat auch für das Jahr 2020 zu gewähren. Einstimmig ging auch die Vertragsanpassung der Fundtierpauschale für das Tierheim Schwandorf durch. Diese erhöht sich im nächsten Jahr von 0,50 Euro auf 1 Euro pro Einwohner. Damit das Tierheim die Zeit bis zur Auszahlung im Juni 2021 übersteht, wird für 2020 ein Zusatzbetrag von 0,50 Euro/Einwohner gewährt. "Sie nehmen dort jedes verletzte Tier auf und bringen es zum Tierarzt oder in die Klinik, um es am Leben zu erhalten", betonte Kreuzer.

Unter dem Punkt "Informationen, Fragen, Bekanntgaben" informierte der Bürgermeister, dass auf der Gradlhöhe ein Funkmast aufgestellt wird. Matthias Jeitner erklärte, dass das ISEK (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) als Geheft gedruckt und auf die Homepage gestellt wird. "Hat es jeder gelesen, und gibt es noch Änderungswünsche?", fragte Kreuzer in die Runde und bat, diese in Kürze an die Verwaltung zu melden.

Architekt Christian Schönberger hatte am 7. September die überarbeitete Zusammenstellung zum "Mehrgenerationen-Aktivtreff in der ehemaligen Volksschulturnhalle" bezüglich der Beteiligung der Bürger, Vereine und Nutzer übermittelt. Der Bürgermeister bat die Stadträte, diese durchzulesen und Änderungen mitzuteilen. Danach werde eine Bürgerversammlung nur zu diesem Thema unter Coronaregeln geplant. "Wir sollten jetzt mit allen diskutieren und nicht abwarten", meinte Stephan Irlbacher. Kreuzer nannte dann auch gleich mit Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr (voraussichtlich in der Aula), einen Termin. "Wir müssen jetzt Meilensteine setzen, denn Ende 2021 muss abgerechnet sein", bekräftigte Christian Weinfurtner.

"Das Gemeinschaftshaus in Schwand steht und es schaut absolut super aus", führte Reinhard Kreuzer an. Bei der Dorferneuerung sei das alte Schulhaus jedoch noch immer ein Problem. Matthias Jeitner habe zwar die Versteigerung vorangetrieben, "aber die Besitzverhältnisse liegen in Osteuropa, was den Kontakt sehr erschwert". Applaus aus dem Gremium gab es für die Verwaltungsfachangestellte Sabrina Stoiber, die ihre Gesellenprüfung mit "sehr gut" bestanden hat. "Armin Ebnet ist extrem fit in Sachen Bau und arbeitet sich schnell ein", freuten sich Kreuzer und Jeitner über die Unterstützung aus der seit 1. September neu geschaffenen Bauabteilung im Rathaus Schönsee.

"Der Nepomuk schaut super aus, aber er steht in einer Senke", meinte Stephan Irlbacher zu den Außenarbeiten am Zäch-Stadl. Er machte den Vorschlag, den Granitsockel etwas höher zu setzen. "Da kann man sicher etwas machen", so Kreuzer. Michael Präßl brachte vor, dass sich in Gaisthal, im Bereich der zur Verkehrsberuhigung gepflanzten Erlen, die Straße und der Gehsteig hebt. Außerdem müsse eine Lösung am Friedhof gefunden werden, nachdem bei Starkregen auf einige Gräber Sand und Geröll gespült wird. "Die Einweihung des Klöppeltrafos rückt näher, aber der Platz schaut noch vergammelt aus", brachte Bärbel Placke vor. Sie regte an, das Umfeld anzusäen.

Kurve und Kindergarten

"Beim Kindergarten geht es beim Parkplatz jetzt voran, aber nicht im Außenspielbereich. Hier könnte man noch mehr Druck ausüben, damit die Kinder bei schönem Wetter rauskommen", sagte Josef Eibauer. Wie Kreuzer erwiderte, habe er bereits telefonisch darum gebeten, mit Nachdruck zu arbeiten. Thomas Schiller, monierte, dass sich der Bürgermeister zwar kümmern müsse, aber andere zuständig seien: "Der Kindergarten ist eine Baustelle der Kirche. Die Leute sollten sich deshalb nicht bei der Stadt, sondern bei der Kirche und beim Architekten beschweren." Josef Eibauer erinnerte an den Abriss der alten Schule an der Hauptstraße/Staatsstraße: "Der Stadtrat war sich damals einig, dass die Kurve entschärft wird." Jetzt sei die Maßnahme fertig, "aber wo ist der Platz, um es etwas zu entzerren?" "Der Gehweg ist breiter, der wird schmäler. Aber erst, wenn das Staatliche Bauamt die Maßnahme vergibt", informierte Reinhard Kreuzer.

Eibauer brachte noch vor, dass die Leiterin des CeBB, Veronika Hofinger, wieder einmal im Stadtrat vorbeischauen sollte, "und dies auch im nichtöffentlichen Teil, um über Zahlen reden zu können". "Dr. Hofinger ist zweimal eingeladen, öffentlich und nichtöffentlich", informierte Kreuzer abschließend.

Der Doppelte Nepomuk ist mittlerweile an die Weidinger Straße 4 umgezogen.
Hintergrund:
  • Bürgerversammlung: Zum Thema „Mehrgenerationen-Aktivtreff in der ehemaligen Volksschulturnhalle“ am Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr, in der Aula.
  • Vergaben: Folgende Aufträge wurden vor der Sommerpause in nichtöffentlicher Sitzung vergeben: Die Gebäudereinigung im Anwesen Weidinger Straße 4 erledigt die Firma Müller (3000 Euro). Zum Gemeinschaftshaus Schwand wurden folgende Gewerke vergeben: Baumeisterarbeiten an die Firma Spichtinger in Schönsee (58 000 Euro); Trockenbau-Material an die Firma Herzog, Oberviechtach (5000 Euro); Fenster an die Firma Ederer, Waldmünchen(5000 Euro); Zimmererarbeiten an die Firma Ring, Weiding (70 000 Euro); Türen und Tore an die Firma TTA in Fensterbach (15 000 Euro); Spenglerarbeiten an die Firma Bauer, Dietersdorf (6000 Euro).
    Der Auftrag für die Kanalsanierung Gaisthal ging an die Firma Kuchler in München (46 000 Euro). Der Winterdienst-Vertrag mit dem Maschinenring Ostbayern wurde um zwei Jahre verlängert. (ptr)
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