16.07.2018 - 17:28 Uhr
SchönseeOberpfalz

Regenbogen wie eine Verheißung

Als sich die Gäste des 10. Love & Peace Gathering in der Nature Community vor der Bühne versammeln, wölbt sich am Horizont ein Regenbogen. Ein Naturwunder, das sie wie eine Verheißung für den Einklang von Mensch und Natur wahrnehmen.

Auch ein Naturfrisör hatte einen Stand am Gelände.

(eib) "Ich sehe den Regenbogen auch als Brückensymbol für die Verbindung zu Schönsee und zur Region" meinte Mitinitiator David Mages. Den Ursprung hatte das Love & Peace Gathering, ein Treffen unter dem Zeichen von Liebe und Frieden, vor zehn Jahren auf Kastell Windsor in Rettenbach im Landkreis Cham.

Rund 400 Gäste

2017 ist die Nature Community kurzfristig als Ort des von Katrin Neelam Mages und David Mages ins Leben gerufenen Festivals eingesprungen. Heuer beeindruckte die als eingetragene Genossenschaft firmierende Gemeinschaft, die vor zwei Jahren das Hotel St. Hubertus erwarb, die rund 400 Gäste mit einem facettenreichen dreitägigen Programm. Am unteren Ende des Wiesenhangs platziert, erscheint die in mehreren Wochen Gemeinschaftsarbeit selbst gebaute Bühne als Augenweide und harmonisch in die Landschaft eingefügter Orientierungspunkt. Viel Lob hörte Zimmerer Jakob Hölzl, der in der Community lebt und mit vielen helfenden Händen seit dem Frühjahr einen Berg Abbruchholz zerlegte und aus dem Recyclingmaterial und einem Stapel neuer Bretter die geschwungene Konstruktion zusammenfügte. Sie bot an den drei Festivaltagen über zehn Musikgruppen, dem Märchenerzähler Oliver Machander und spontanen Auftritten eine Bühne.

David Mages, in Bands der Rötzer Musikszene herangereift, fand seit dem Herbst letzten Jahres mit seiner Frau und den Kindern in der Nature Community eine neue Heimat. Beide leben von der Musik, sind Yogalehrer und haben sich auf langen Reisen vor allem von indischer und lateinamerikanischer Kultur inspirieren lassen. Viele Freunde als aller Welt sind an den drei Tagen nach Schönsee gekommen und bereicherten mit Musik, in Workshops und mit der Weitergabe von Erfahrungen im Yoga Space, Shanti Space und Deep Space Gäste des Festivals. Hinter diesen drei Plätzen verbargen sich auf dem Gelände verteilte Treffpunkte und bunte Zeltbauten, die ein Programm der Vielfalt boten. Singen, musizieren und tanzen, miteinander hören und fühlen, einfach die Seele baumeln lassen war in den rund 60, über drei Tage verteilten Programmangeboten in dem gestaffelten Wochenendpreis von 50 bis 108 Euro enthalten. Tagestickets waren auch erhältlich.

"Klasse Musik, herrliche Atmosphäre, cool und locker" kommentierte ein Schönseer, der in den 70ern zum Studieren nach Berlin ging und dort hängen blieb, seinen Abstecher vom Besuch der Mutter zum Fest in der Nachbarschaft. Eine Gruppe von jungen Leuten, im Schönseer JMC aktiv, genossen die Musik und bewunderten die Bühne, die Inspiration sein könnte für den geplanten Neubau auf ihrem Open Air Gelände. Sogar eine Elfe vom Irrlichter-Freilichtspiel fühlte sich nach der Vorstellung am Feuer sichtlich wohl.

Die Einheimischen, die etwas Abstand halten wollten, aber doch neugierig waren, fanden auf der ehemaligen Hotelterrasse einen wunderschönen Aussichtsort, von dem sich wie auf einer Tribüne das Geschehen unterhalb verfolgen ließ. Der Freitag- und der Samstagabend hatten es musikalisch in sich. Raggae von Maki Roots am Freitag, eine fulminante Feuershow von Sanja Vatra zum Abschluss des ersten Tags und dann schon am Samstag Morgenklänge mit Satsang, dem sich ein Soundhealing von David Mages anschloss. Den Abend eröffnet ein musikalisches "get together" von Jay Jay Jay, Philipp S., Babek und Laeela, das Bewegung in die Leute brachte. Auf dem Platz vor der Bühne und im Areal bildeten sich Inseln mit tanzenden und sich von der Musik treiben lassenden Besuchern. Mit den "Khan Brothers from India" und dem gemeinsame Singen am Feuer ging die Nacht schon in den Sonntag über.


Buntes Programm

Eingerahmt war das Gelände von 15 Marktständen, dem Welcome Center, einem großen Zelt der Nature Community, Spielzonen für Kinder und Infoständen für Leben im Einklang mit der Natur. Karin Magnus, die für die Übernachtungsangebote im weitergeführten Hotelbereich zuständig ist, bemerkte mit Freude, dass die Auslastung mit Gruppen und Seminaren immer besser werde, Tagesübernachtungen nach wie vor ein Standbein sind und Schritt für Schritt an der Erneuerung der Bausubstanz gearbeitet werde. "So ein Wochenende mit so einem starken Feedback der Gäste und auch von Einheimischen motiviert uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, nächstes Jahr wieder zum Love & Peace Gathering und vielleicht zu einigen Veranstaltungen mehr einzuladen" war das glückliche Fazit von David Mages.

Raggea gab es am Freitagabend.

Marktstände rahmten das Areal ein.

David Mages (links) setzte immer wieder Akzente, er beeindruckte mit seiner instrumentalen und stimmlichen Vielseitigkeit.

Sommerstimmung herrschte am Feuerplatz.

David Mages (Mitte) setzte immer wieder Akzente, er beeindruckte mit seiner instrumentalen und stimmlichen Vielseitigkeit.

Shanti Space vor dem Hotel als Vortrags- und Klangzelt.

Märchenerzähler Oliver Machander.

Marktstände, dazu im Kontrast Teile der früheren Hotelbauten.

Bei Lebensfrohkost gab es pflanzliche Müsli und selbstgemachtes Früchteeis.

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