Schönsee
16.09.2018 - 18:30 Uhr

Smetanas Musik hallt durch Pilsen

Eine phantastische Kulisse: Der Pilsner Hauptplatz verwandelt sich in einen Dorfplatz, auf dem in Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ das Kirchweihfest gefeiert wird. Mitten drin unter den 10 000 Besuchern sind Gäste der CeBB-Kulturtour.

Phantastische Kulisse für die Oper "Verkaufte Braut" Bild: eib
Phantastische Kulisse für die Oper "Verkaufte Braut"

Der Pilsner Hauptplatz verwandelte sich in einen Dorfplatz, auf dem in Smetanas Oper "Die verkaufte Braut" das Kirchweihfest gefeiert wurde. Mitten unter den 10 000 Besuchern waren die Teilnehmer der Kulturtour des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB). Mit Begeisterung genossen die Pilsner und ihre Gäste die Inszenierung anlässlich der Feier des 100. Jahrestags der Gründung der Ersten Republik 1918.

Auch Überraschungsgäste waren bei den 350 Mitwirkenden mit dabei: Am Tisch vor der Dorfschänke war einer der Zechbrüder Martin Baxa, der stellvertretende Oberbürgermeister, Parlamentsabgeordnete und Freund des CeBB. Im dritten Akt kam der Pilsner Bischof Tomás Holub auf die Bühne, hörte die Beichte der verkauften Braut und gab die Absolution. Die Szenerie glich einem abgestuften Marktplatz in einem böhmischen Dorf. Oben das Dorfwirtshaus und die Hausfassaden im Stil des Bauernbarock. Mehrstufig ging es nach unten weiter mit ausladend viel Platz für die bunte Handlung in drei Akten. Tanzboden, Chorauftritte, sogar ein Ziegenbock, zwei Pferde und eine schwarzbunte Kuh waren mit von der Partie - kein Opernhaus könnte das pralle Dorfleben so authentisch auf die Bühne bringen.

Die Region und die Stadt Pilsen scheuten keinen Aufwand und keine Kosten, nach dem Europäischen Kulturhauptstadtjahr Pilsen 2015 wieder ein kulturelles Highlight zu setzen. Dem Ensemble des Pilsner J.K.Tyl-Theaters gelang es für drei Stunden, das Herz der Stadt in ein fröhliches, farbenprächtiges Kirchweihfest zu verwandeln, bei dem auf den Marktständen rundherum Pilsner Bier in Strömen floss. Als zum Ende der Vorstellung die großen Glocken der Bartholomäus Kathedrale die Schlussakkorde des Orchesters mit ihren wohlklingenden Klang begleiteten und sich die 350 Mitwirkenden noch einmal auf der Bühne zeigen, war der Stolz über das gelungene Werk im weitem Rund zu spüren.

 
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