15.08.2018 - 15:31 Uhr
SchönseeOberpfalz

Spatenstich mit vielen Ehrengästen

Sonnenschein bei aufkommenden Herbstwind, wehende Fahnen und die Musikanten der Blaskapelle Weiding. Das Bild passt zum Anlass für ein besonderes Ereignis: Der symbolische Spatenstich zeigt den Beginn einer großen Straßenbaumaßnahme an.

Vor den Beginn des Straßenausbaus der symbolische Spatenstich mit (von links) Landrat Thomas Ebeling, MdB Karl Holmeier, Bürgermeister Manfred Dirscherl (Weiding), MdL Joachim Hanisch, Staatssekretär Josef Zellmeier, MdL Alexander Flierl, Bürgermeisterin Birgit Höcherl (Schönsee), Regierungspräsident Axel Bartelt, Altlandrat Volker Liedtke, Leitender Baudirektor Henner Wasmuth.
von Ludwig HöcherlProfil

(mmj) MdB Karl Holmeier, die Landtagsabgeordneten Alexander Flierl und Joachim Hanisch, Regierungspräsident Axel Bartelt, Landrat Thomas Ebeling, Vertreter von Ministerien, Behörden und Kommunen - sie alle hatte Leitender Baudirektor Henner Wasmuth bei seiner Begrüßung auf der Gästeliste anlässlich des Spatenstichs zum Ausbau der Staatsstraße 2159 Gaisthal-Schönsee.

Ihnen allen dankte der Chef des Straßenbauamts Amberg-Sulzbach für die Zusammenarbeit und bei der oft notwendigen gegenseitigen Abstimmung bei den Planungen, damit auch Rechtssicherheit gewährleistet sei. Etwaige Formfehler hätten unter Umständen Einwände nach sich gezogen und die Maßnahme zeitraubend verzögert.

Leistungsfähige Infrastruktur

"Verkehrswege sind Lebensadern!" Bayerns Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier betonte in seiner Festansprache die Bedeutung guter Straßen und damit einhergehend die positiven Perspektiven für den ländlichen Raum. Die Staatsregierung sorge dafür, dass mit einer leistungsfähigen Infrastruktur als Garant für Mobilität und Wachstum Bayern Wirtschaftsland Nummer eins bleibe. Der Freistaat stehe hinter den Staatsstraßen, auf denen inzwischen der Personenverkehr überwiegend und der Güterverkehr zu zwei Drittel abgewickelt werde. Mit Unterstützung des Bayerischen Landtags wurde der Haushaltsansatz für den Staatsstraßenbau allein in diesem Jahr auf 442 Millionen Euro kräftig aufgestockt, so Josef Zellmeier. Zur aktuellen Situation der Staatsstraße 2159 meinte das Kabinettsmitglied, dass diese Verkehrsader weitestgehend gut ausgebaut sei, aber die Ausbaulücke östlich von Gaisthal Richtung Schönsee erhebliche Verkehrsprobleme und mangelnde Verkehrssicherheit berge.

Neun Millionen Euro

Die anstehenden Baumaßnahmen mit einer Investitionssumme von neun Millionen Euro beginnen mit dem Neubau der Forellenbachbrücke und der Verlegung der Ascha auf eine Länge von rund 200 Meter, um Platz für den neuen Trassenverlauf zu schaffen. Zellmeier dankte den Landtagsabgeordneten aus dem ländlichen Raum für die parteiübergreifende Zusammenarbeit sowie der Stadt Schönsee, dem Landratsamt, der Regierung der Oberpfalz, den Ingenieurbüros und dem zuständigen Staatlichen Bauamt, damit nun mit dem Bau begonnen werden kann.

Ein gutes Ergebnis bei den Verhandlungen über diese Maßnahme und das Ausloten der Ermessensspielräume bei den Baugenehmigungen waren für Landrat Thomas Ebeling beim Spatenstich Grundlage für den Start zum Straßenausbau. Gespräche auf verschiedenen Ebenen mit zahlreichen Beteiligten hätten schließlich dazu geführt, dass das Projekt begonnen werden könne. "Gut Ding braucht Weile" - mit diesem Spruch erinnerte Bürgermeisterin Birgit Höcherl an die vielen Kräfte, die seit Jahren zusammenwirken mussten, um das Ergebnis zu erreichen, dass heute Behördenvertreter, Straßenanlieger und Grundstückseigentümer zusammenführe.

Jahrelang Behördengänge

Bereits 2006 richtete sie mit Josef Irlbacher ein Schreiben bezüglich des Ausbaus dieses Teils der Staatsstraße an das Innenministerium, das dann den Abschnitt in die Dringlichkeitsstufe 1 R einstellte und die Planung ermöglichte. Seit 2008 habe sich der Stadtrat in vielen Sitzung mit der Thematik befasst und den Ausbau mit Nachdruck gefordert. Gespräche mit den Stimmkreisabgeordneten MdL Alexander Flierl und MdB Karl Holmeier, mit Landrat Thomas Ebeling, dem Staatlichen Bauamt und der Regierung der Oberpfalz gab es zuhauf.

Beim Regierungspräsident

Als wichtigen Termin nannte die Schönseer Bürgermeisterin dabei den "runden Tisch", zu dem Regierungspräsident Axel Bartelt alle Beteiligten eingeladen hatte. Thomas Ebeling, Josef Irlbacher und Birgit Höcherl machten dabei den erforderlichen Ausbau als wichtige Maßnahme für die Infrastruktur der Region deutlich. Die Bürgermeisterin dankte Namens der Kommunen des Schönseer Landes allen Beteiligten für die Unterstützung und dem Freistaat Bayern, der die finanziellen Mittel für den Straßenbau stellt. Besonders erwähnte Höcherl die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt, das die Wünsche der Stadt, vor allem hinsichtlich der Trasse des Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweges, berücksichtigt hat.

Traditionsgemäß bei solchen Projekten gaben die Ehrengäste mit einem Spatenstich den Start für den Straßenausbau. Im Anschluss lud die Bürgermeisterin alle Teilnehmer zur Brotzeit mit musikalischer Begleitung durch die Paschermusikanten in die Aula der Schule ein.

Regierungspräsident Axel Bartelt, MdB Karl Holmeier und MdL Alexander Flierl (von rechts) waren beim Spatenstich zum Ausbau des Teilstücks der Staatsstraße 2159 zwischen Schönsee und Gaisthal dabei. Links Schönsees Bürgermeisterin Birgit Höcherl, dahinter Zweiter Bürgermeister Josef Irlbach und Landrat Thomas Ebeling.

Leitender Baudirektor Henner Wasmuth begrüßte die Teilnehmer an diesem Festakt beim Ortsteil Muggenthal.

Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier bei seiner Festansprache beim Spatenstich zum Ausbau der Staatsstraße zwischen Schönsee und Gaisthal.

Landrat Thomas Ebeling erinnerte an die vielen Gespräche mit Behörden und Regierungsvertretern zu dieser Maßnahme.

"Was langé währt, wird endlich gut!" - Mit diesem Spruch erinnerte Bürgermeisterin Birgit Höcherl an die jahrelangen Verhandlungen und Diskussionen über diesen Straßenabschnitt.

Über die künftige Trassenführung der Straße zwischen Schönsee und Gaisthal gab es Informationen an den Schautafeln.

Der Neubau der Forellenbachbrücke und die Verlegung der Ascha sind die ersten Arbeiten beim Ausbau der Staatsstraße.

Die Blaskapelle Weiding begleitete den Festakt musikalisch.

Enge Kurven und eine geringe Fahrbahnbreite bergen Verkehrsprobleme und beeinträchtigen vor allem in den Wintermonaten die Verkehrssicherheit.

Schönsees Zweiter Bürgermeister Josef Irlbacher, PI-Chef Robert Feuerer, Landrat Thomas Ebeling und Kreis- und Stadtrat Michael Ebnet (von links) beim Festakt zum Spatenstich.

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