07.10.2019 - 11:36 Uhr
SchönseeOberpfalz

In Tracht und Hut um Hutnadeln

Schießjacken, –hosen, Handschuhe und moderne Sportgewehre sind beim Schiessen mit dem Zimmerstutzen beim Wettkampf um die Hutnadeln tabu: Die Schützen treten mit alten “Büchsn” bis zum Baujahr 1945 in Tracht und Hut an den Schießstand.

Den bei der Siegerehrung anwesenden Teilnehmern am Zimmerstutzen-Schießen überreichten Schützenmeisterin Marlene Kohlmaier (links) und Schießsportleiter Reinhold Wild (Dritter von rechts) die Preise.
von Ludwig HöcherlProfil

Bis aus Erlangen, aus Cham, Schwandorf und Waldershof folgten Traditionsschützen - unter ihnen auch der Präsident des Oberpfälzer Schützenbunds, Franz Brunner (Maxhütte-Haidhof) - dem "Ladschreiben" des Schützenvereins 1893 Schönsee zu seinem zweiten Zimmerstutzenschießen am Wochenende.

Scheibe nach Thanstein

Schützenmeisterin Marlene Kohlmaier und Schießsportleiter Reinhold Wild dankten bei der Siegerehrung für die Teilnahme, bei der die Schützen die Bedeutung der Tradition in diesem Sport unter Beweis gestellt hätten. Sie hatten für die 25 Teilnehmer die Hutnadel aus Porzellan, geziert mit dem Bild des "doppelten Nepomuk", der eine Besonderheit im Schönseer Land darstellt, vorbereitet.

Die ausgelobte Ehrenscheibe für das beste Blattl, gestiftet von der Metzgerei Kuttner, gewann mit einem 56,3-Teiler Engelbert Lautenschlager vom VPC Thanstein. Der Sieger verwies Marlene Kohlmaier (1893 Schönsee) und Rudolf Schweiger (Tell-Schützen Schwandorf) auf die Plätze.

Preise gespendet

Beim Schießen in der Klasse "Aufliegend" setzte sich Rudolf Schweiger (Tell-Schützen Schwandorf) mit dem besten Ergebnis auf den ersten Platz der Siegerliste vor Engelbert Lautenschlager (VPC Thanstein), Johann Schraml (1893 Schönsee) und Georg Gassner (Weiden). In der Kategorie "Traditionsschützen" siegte Franz Armer (Tell-Schützen Schwandorf), dem Hanns Ehrentraut (HSG Erlangen), Reinhold Wild (1893 Schönsee), Christoph Kuchenreuther (VSG Cham) und Franz Brunner (Blattl Leonberg) auf den nächsten vier Plätzen folgten. Die 15 besten Teilnehmer hatten reichlich Auswahl unter den von Privatpersonen und Betrieben gespendeten Preisen. Die erste Schützenmeisterin dankte den Sponsoren und sprach an die Schützen gleich die Einladung für das dritte Traditionsschießen im kommenden Jahr aus.

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