15.10.2019 - 14:34 Uhr
SchönseeOberpfalz

Trompeten-Gala bereitet besonderes Hörerlebnis

Trompeten, Orgel und Pauken sorgen für satten Sound im Gotteshaus: Mit fünf Solisten wartet das Benefizkonzert in der Schönseer Stadtpfarrkirche auf. Ihr musikalisches Können bringen sie für einen guten Zweck zu Gehör.

Das Publikum in der Stadtpfarrkirche erlebte ein besonderes Konzert. Hier spielten die drei Ausnahmetrompeter Bernhard Peschl, Mathias Achatz und Paul Windschüttl (von links) die "Fanfare for St. Edmundsbury" von Benjamin Britten.
von Elfriede WeißProfil

Mit dem 34. Chor- und Orgelkonzert wurde eine weitere Benefizveranstaltung für die Renovierung der Stadtpfarrkirche auf die Beine gestellt. Hubert Reimer, Organisator und Motor des Fördervereins für Kirchenmusik, hieß die fünf Mitwirkenden sowie die Gäste im vollbesetzten Gotteshaus willkommen. Er freute sich über die gute Resonanz bei den Musikfreunden. Sein besonderer Gruß galt Stadtpfarrer Wolfgang Dietz, Ehrenmitglied Johann Schraml und weiteren Geistlichen der Region. Schon die Zahl von über 350 Gästen gab die Besonderheit dieser „Festlichen Trompetengala“ mit fünf renommierten Musikern wieder.

Mit dem mächtigen Klang der „Toccata per il Deo Gratis“ von Giambattista Martini für drei Trompeten, Orgel und Pauken wurde das Konzert durch alle fünf Musiker eröffnet. Gleich drei gefragte und international tätige Trompetensolisten zu erleben, war schon etwas Besonderes. Paul Windschüttl, der ein Heimspiel hatte, spielt in namhaften Orchestern und Ensembles, und seine Tourneen führen ihn durch ganz Europa. Mathias Achatz tritt ebenfalls in renommierten Blasorchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester auf und ist dazu ein viel beschäftigter Studiomusiker. Bernhard Peschl, der kurzfristig für den dienstlich verhinderten Josef Bierlmeier einsprang, ist zweiter Solotrompeter der Münchner Philharmoniker. Seine Professionalität und Klasse bewies der Musiker, der erst am Morgen angereist war, und mit nur einer kurzen Probe das erstklassige Trio verstärkte.

Natürlich dürften bei einer Trompetengala Werke von Georg F. Händel nicht fehlen und diesen präsentierten die drei Trompetensolisten, begleitet von der Orgel, mit der "Sonata Nr. 2" und mit dem beliebten "Air", bei dem auch Richard Waldmann an der Pauke zum Einsatz kam. Waldmann ist hauptamtliche Lehrkraft an der Landkreismusikschule Cham und Leiter mehrerer Chöre sowie Kreischorleiter des Sängerbundes Nordoberpfalz. Er legte mit seinem Paukenspiel bei den Ensemblestücken das rhythmische Fundament.

Mit Norbert Düchtel nahm ein international bekannter und geschätzter Organist an der Sandtner-Orgel Platz.

Mit dem langjährigen Dozenten für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik in Regensburg, Norbert Düchtel, der viel Erfahrung aus internationaler Konzerttätigkeit hat, spielte ein auch in Schönsee und Umgebung bekannter und geschätzter Organist auf der Sandtner-Orgel. Mit den Werken von Johann Ludwig Krebs, dem "Präludium et Fuga in C" und der sanften "Fantasia sopra" sowie dem Auszug aus den 15 Stücken für Orgel von Hatto Ständer, einem Komponisten der Neuzeit, bewies er mit seinem einfühlsamen und auch kraftvollen Spiel seine Qualität. Auch als Begleiter der Mitmusiker bewies er sein Können im Ensemble.

Mit dem "Concerto in D major" setzten die fünf Musiker ein „Finale furiosa“ und erhielten als Dank begeisterten Applaus und stehende Ovationen. Nach der Zugabe „Nun danket alle Gott“ bedankte sich Hubert Reimer bei den Künstlern mit kleinen Präsenten und lud für Sonntag, 30. November, um 18 Uhr zu einem Oratorienkonzert zum ersten Advent in die Stadtpfarrkirche ein.

Richard Waldmann legte an der Pauke den rhythmischen Teppich für seine Mitstreiter.

 

 

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